Beiträge verschlagwortet mit ‘Troma’

Ein kinderfreundlicher Toxic Avenger

Ich habe nichts gegen Remakes. Zwar nehmen sie besonders im Horrorbereich in den letzten Jahren überhand, aber einige waren durchaus gut und haben mir bisweilen sogar besser als das Original gefallen. Aber bei den wirklich guten Remakes war es so, dass sie der Vorlage im Geiste treu blieben. Nun wurde ein Remake von Tromas TOXIC AVENGER a.k.a. ATOMIC HERO angekündigt. Und dieses Remake ist vieles, aber nicht das, was der Toxic Avenger sein sollte. Denn unter Produktion von Akiva Goldsman, Richard Saperstein und Charlie Corwin soll der TOXIC AVENGER ein PG-13-Produkt werden. Und das geht so: Der Toxic Avenger wird ein Held, wie er in unseren ökologisch politisch korrekten Zeiten ganz en vogue ist. Das mag man aus der Vorlage extrahieren können, aber das ändert nichts daran, dass ein Troma-Held nicht wie weiland bei der Zeichentrickserie TOXIC AVENGERS verwässert werden sollte. Dieser neue TOXIC AVENGER, so heißt es, wird im Vergleich zum Original das sein, was THE MASK als Film im Vergleich zur Comic-Vorlage ist: weichgespült. Schöne neue Tromaville-Welt, was?

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Unsterbliche Liebe: Tromeo & Juliet

Immer dann, wenn sich Lloyd Kaufman, einer der Mitbegründer von Troma, hinsetzt und an einem Drehbuch bastelt, darf man Großes erwarten – in Trashmaßstäben natürlich. Das war bei TOXIC AVENGER so, das gilt für SGT. KABUKIMAN und so muss es auch bei der faszinierendsten Shakespeare-Verfilmung aller Zeiten sein. Kaufman arbeitete jedoch nicht allein, sondern mit James Gunn, seinerzeit noch unbekannt, später durch DAWN OF THE DEAD und SLITHER zum Genre-Begriff geworden. Und Gunn verfügt über einen nicht minder abgedrehten Humor wie sein Kumpel Lloyd.

TROMEO & JULIET nimmt die Geschichte des großen Künstlers und peppt sie Tromamäßig etwas auf. Noch immer sind Tromeo und Julia aufgrund ihrer verfehdeten Familien – den Capulets und den Monteques – voneinander getrennt. Der große Unterschied zu Shakespeares Romeo und Julia besteht darin, dass es hier ein Happy-End gibt (das aber mit Twist, den die beiden sind tatsächlich Geschwister, was äußerst hübsche Kinder ergibt!).

Der beinahe zwei Stunden lange Film ist keine Sekunde langweilig. Er wartet neben der typisch überdrehten und blutigen Gewalt auch mit Originalpassagen aus Shakespeares Werk auf, was ein äußerst faszinierendes Ganzes ergibt.

Natürlich ist TROMEO & JULIET Trash, aber das mindert nicht den Spaß, den man mit diesem Film haben kann. Freilich muss man ein Faible für den typischen Troma-Film haben, aber so man darüber verfügt, erwartet einen ein Werk, das sicherlich zu den besten der Firma gehört. Die Grundgeschichte des Films wird immerhin noch von so netten Details wie einer inzestuösen Beziehung zwischen Julia und ihrem brutalen Vater, einem im wahrsten Sinne des Wortes kinderliebenden Pfarrers, und einer kleinen Lesbeneinlage von Julia aufgepeppt.

Alles herrlich schrill, alles super unterhaltsam. Ganz klar ist TROMEO & JULIET eine der besten Troma-Produktionen und umwerfend umgesetzt. Der Humor der Firma ist intakt und Shakespeare kann genossen werden, wie dies niemals zuvor (oder danach) möglich war…

Let’s build a Snowman: Cannibal – The Musical

Hört man die Namen der Macher – Trey Parker und Matt Stone – erwartet man Großes. Immerhin sind das die Schöpfer von SOUTH PARK, einer der originellsten und besten Zeichentrickserien aller Zeiten. Und auch ihr Film CANNIBAL – THE MUSICAL atmet dieselbe Frische, die diese Serie umgibt.

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Es geht um ein paar Goldsucher aus Utah, die nach Colorado aufbrechen, um dort ihr Glück zu machen. Als Führer suchen sie sich Alferd Packer aus, der allerdings nicht die geringste Ahnung hat, wie man nach Colorado kommen soll. Das zeigt sich spätestens dann, als sie Monate unterwegs sind und schließlich übereinander herfallen.

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Das Besondere an diesem Film ist, dass er als Musical dargeboten wird. Die Lieder, mit Texten von Trey Parker, sind herrlich albern und machen einfach Spaß. Gleichsam ist die Story extrem düster angelegt. Er ist jedoch kein Gorestreifen, der nur das ist und nicht mehr sein will. Natürlich gibt es ein paar Tote, und natürlich sterben diese plastisch, aber der Blutanteil des Films ist recht niedrig. Und muss auch gar nicht höher sein. Viel wichtiger ist der Unterhaltungswert dieser Odyssee, der unglaublich hoch ist.

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Leute, die den typischen Troma-Humor mögen und bei den anderen Werken von Parker und Stone – neben SOUTH PARK auch die Pornopersiflage ORGAZMO – herzhaft lachen können, sind hier genau richtig. Eine der ganz großen Perlen des Trashfilms und ein herrlich abgedrehtes Musical.

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Amerikkka!

Nicht im wohlbekannten Tromaville, sondern vielmehr im südlichen Kalifornien gelegenen Troma City spielt dieser Film. Die braven Bürger von Troma City ahnen nicht, was für Gesindel sich in ihren Wäldern herumtreibt. Söldner der Organisation „Festung Amerikkka“ trainieren und töten alles, was ihnen in den Weg kommt. Doch mit John Whitecloud haben sie sich den falschen Gegner ausgesucht. Er bringt die Organisation zu Fall.

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Als FESTUNG AMERIKKA gab es diesen Film auf VHS, aber damals war er noch geschnitten. Auf DVD ist er ungeschnitten. FORTRESS AMERIKKKA ist Troma-Schlock der unterhaltsamen Art. Wie für einen Film dieser Couleur wichtig gibt es jede Menge Action und barbusige Schönheiten. Das Einzige, was für die Troma-Mischung noch fehlt, ist viel Splatter. Hier hält sich die Produktion auffallend zurück, wohl weil sich der Film hauptsächlich als Action-Granate versteht.

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Und so funktioniert er auch. Bei FORTRESS AMERIKKKA kann man sich als Zuschauer geruhsam zurücklehnen und beobachten, wie das Gehirn langsam auf halbe Leistung herunterfährt. Unterstützt wird das durch die fast epische Laufzeit von 100 Minuten, was für diesen Film deutlich zu lang ist. Am Ende bleibt überdies eine Frage offen, die der Film selbst auch nicht beantwortet: warum schreibt sich Amerika mit drei K?

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Lasst uns Kunst machen: Terror Firmer

Das absolute Meisterwerk aus dem Hause Troma ist der Film TERROR FIRMER, der in diesem Jahr sein Zehnjähriges feiert. In Deutschland musste man lange Jahre auf eine Auswertung warten, nachdem das Troma-Deutschland-Label den Bach runtergegangen ist. Und gerade der Jahre wegen ist die deutsche DVD umso enttäuschender, denn sie hat die grandiosen Extras ausgespart.

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Troma-Filme mag man oder mag man nicht. Dazwischen gibt es für die Vertreter des schlechten Geschmacks eigentlich nichts. Dem „normalem“ Zuschauer wird sich deswegen wohl auch auf ewig der Charme eines Troma-Films entziehen, aber das aufgeschlossene Publikum, das mit kruden Effekten, schlüpfrigen Witzen und harter Musik etwas anfangen kann, erlebt bei TERROR FIRMER so etwas wie das Magnus Opus von Troma-Mitbegründer Lloyd Kaufman. Hatte Kaufman schon mit seinem vorherigen Film TROMEO & JULIET eine Perle des andersseitigen Geschmacks abgeliefert, so kann er die Wirkung dieses Films noch übertreffen. Dabei ließ es sich der stets unter Dampf stehende Kaufman nicht nehmen, bei TERROR FIRMER selbst eine der Hauptrollen zu spielen. Er ist als blinder (!) Regisseur Larry Benjamin die treibende Kraft, die dafür sorgt, dass die Dreharbeiten zum neuesten Film des Toxic Avengers abgeschlossen werden – auch, wenn ein verrückter Killer durchs Set schleicht und Cast und Crew beständig dezimiert!

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TERROR FIRMER ist ein Film, der mehr noch als alle Troma-Vorgänger auf seine Klientel abgestimmt ist. Er schert sich einen Dreck darum, ob Zuschauer, die mit dem Troma-Stil nicht vertraut sind, zurechtkommen, oder nicht. Einziges Ziel ist es, eine abgefahrene Geschichte zu erzählen, die mit zahlreichen Inside-Jokes aufwartet, welche das Herz eines jeden Troma-Jüngers zum Erbeben bringen. Dabei versteht sich der Film gleichzeitig als wildgewordene Zurschaustellung dessen, wie ein Low-Budget-Film produziert wird. Noch deutlicher wird dies beim Betrachten des mehr als 100-minütigen Making ofs, das sämtliche Stationen der Produktion von TERROR FIRMER durchläuft und aufzeigt, dass Lloyd Kaufman sich als Larry Benjamin praktisch selbst spielt. Fakt und Fiction vermischen sich bei Film und Dokumentation. Das 2-DVD-Set aus USA ist ein dicker Brocken roher Unterhaltung, die dem Tromanauten zahlreiche Stunden und Abende beschäftigt hält. Wer Troma-Filme mag, kommt an dieser Veröffentlichung nicht vorbei! Aber Vorsicht: Beim Kauf unbedingt darauf achten, die Unrated-Version zu nehmen. Nur diese ist ungeschnitten und geht im Vergleich zur harmlosen R-Rated-Version ganze 16 Minuten länger.

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Billiger US-Giallo

Es gibt nun den Trailer zu BLOODBATH IN THE HOUSE OF KNIVES zu bestaunen, naja, zu sehen. Dabei handelt es sich wohl um eine Produktion auf Amateurniveau, bei der Regisseur Ted Moehring so ziemlich alles vom Drehbuch bis zum Schnitt selbst gemacht hat. Einzig bemerkenswert erscheint, dass auch Lloyd Kaufman mitspielt. Stellt sich die Frage: Wird Troma das Teil auf den Markt schmeißen?

Darum geht’s: Ivy nimmt an einer Hypnose-Demonstration teil. Schon bald stapeln sich im Haus jedoch die Leichen und Ivy muss sich fragen, ob ihr ehemaliger Freund, der Pornograph Nick Lemenza, oder ihre Schwester Violet etwas damit zu tun haben.

Der Trailer reißt mich nicht vom Hocker und scheint auch eher auf der Torture-Porn-Welle mitzuschwimmen, denn klassischer Giallo-Muster zu folgen. Aber seht selbst:

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