Auf The Asylum ist immer Verlass. Der nächste Hammer folgt im August 2010. Denn dann lässt die Firma das berühmteste Schiff der Welt noch einmal untergehen. Oder besser gesagt, ein zweites Schiff, das genauso heißt: TITANIC 2. Zum 100. Jahrestags der Unglücksreise des Originalschiffes lässt ein Reeder die “Titanic 2″ zu Wasser, die dem gleichen Pfad wie ihr unglückseliger Namensgeber folgen soll. Ein Tsunami schleudert schließlich einen Eisberg in den Weg des Schiffes. Und das Unheil nimmt – erneut! – seinen Lauf. Diesmal spekuliert man wohl darauf, dass die etwas dümmeren Fans des James-Cameron-Films glauben könnten, dass dieser TITANIC 2 ein Sequel zu seinem Welterfolg ist…
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Megapiranhas kommen!
Nachdem MEGA SHARK VS. GIANT OCTOPUS für The Asylum doch recht profitabel war und da in diesem Jahr auch noch das Remake PIRANHA 3-D in die Kinos kommt, ist es – typische Asylum-Denke halt – doch nur recht und billig, das zu kombinieren. Und so erscheint in den USA am 27. April MEGAPIRANHA.
Die Geschichte schreibt sich ja praktisch selbst: Ein Schwarm von mutierten Riesen-Piranhas entkommt dem Amazonas und bewegt sich in Richtung Florida, wobei alles gefressen wird, was in den Weg kommt.
Ebenso wie bei MEGA SHARK VS. GIANT OCTOPUS setzt man auf ein abgehalftertes Pop-Sternchen aus den 80er Jahren. Wurde der Hai von Debbie Gibson gejagt, so bekommen es die Piranhas mit Tiffany zu tun. Die hatte in den 80er Jahren ein paar Hits und ist mittlerweile in Sachen Country-Musik unterwegs. Lorenzo Lamas gibt es nicht, einen schauspielerisch ähnlich begrenzten Ersatz hat man aber auch parat: Paul Logan. Kennt ihr nicht? Macht nichts. Logan war der TR-4 in Asylums THE TERMINATORS. Außerdem ist noch Barry Williams dabei, seines Zeichens ein Flüchtling aus DIE BRADY FAMILY. Und nun warten wir mal auf den ersten Trailer. Der ist sicher wieder amüsant.
Holmes und der T-Rex
Roboter greifen an: The Terminators
The Asylum ist sich für nichts zu schade und so hat man im Fahrwasser von TERMINATOR – DIE ERLÖSUNG auch gleich noch das eigene “Epos” THE TERMINATORS produziert. Die Geschichte beginnt auf einer Raumstation, auf der die Dienstroboter, die TRs, entgegen ihrer Programmierung handeln und Menschen angreifen und töten. Das setzt sich auf der Erde fort, was übel ist, da die TRs praktisch in jedem Haushalt vorhanden sind. Das große Sterben beginnt und in einer Kleinstadt kämpfen ein paar wackere Helden ums Überleben.
Soviel zu dem Nichts an Geschichte, das THE TERMINATORS zu bieten hat. Ein ebensolches Nichts ist auch der Rest des Films. Dass das Cover dreist lügt, das überrascht eigentlich nicht. Eine Armee an Robot-Exoskeletten gibt es im Film nicht zu sehen. Die TRs laufen ständig in menschlicher Gestalt herum. Nur am Ende gibt es ganz kurz einen CGI-Roboter zu sehen. Dass die TRs offenbar alle wie Bodybuilder gebaut wurden, macht keinen Sinn, ist bei einem The Asylum-Film aber wohl auch schon egal.
Von einer Handvoll Effekten abgesehen hat dieser Film nichts zu bieten. Wie weiland bei AVH: ALIEN VS. HUNTER laufen die desillusionierten Schauspieler, darunter A. Martinez und Jeremy London, hauptsächlich im Wald und in ein paar Lagerhallen herum. Die schußfeste Action wird von jeder halbwegs passablen Fernsehserie besser umgesetzt, die Dialoge sind schon weit jenseits jedweder Grenzwertigkeit und das einzig wirklich Bedrohliche am Film ist die dumpfe Langeweile, die er verströmt.
Monster unter Wasser: Mega Shark vs. Giant Octopus
Manchmal ist es ein Titel, mit dem man einen Film verkauft. Ein Titel wie MEGA SHARK VS. GIANT OCTOPUS. Der Titel erklärt, worum es geht. Recht viel mehr muss man dazu auch nicht sagen. Aber gut, ein klein wenig Erläuterung: Die prähistorischen Monster erwachen nach dem Abschmelzen von Eis in der Arktis zu neuem Leben. Beide kämpfen um die Vorherrschaft unter dem Wasser und sorgen für hohe Opferzahlen, als sie Schiffe, Ölbohrplattformen oder Flugzeuge angreifen! Natürlich will man den Monstern beikommen. Während Wissenschaftlerin Emma sie einfangen und studieren möchte, ist Allan mehr daran gelegen, die Biester ein für allemal zu vernichten. Um dies zu bewerkstelligen, werden Megalodon und Oktopus mittels Pheromonen in die Buchten von San Francisco und Tokio gelockt.
Dass der Film von The Asylum ist, verspricht nicht unbedingt viel. Der Trailer war hoch amüsant, zeigte aber auch schon, dass man einen Monsterfilm vor sich hat, der nur schwerlich ernst zu nehmen ist. Was Wunder, wenn ein Hai Hunderte Meter in die Luft springt und einen Jumbo-Jet frisst. So sehr man MEGA SHARK VS. GIANT OCTOPUS auch mögen will, ist das doch nicht unumwunden möglich, denn wenn es keine Action gibt, kommt der Film unglaublich dröge daher. Die computeranimierten Effekte sind zwar nur selten gut, aber für eine kleine Produktion wie diese gerade noch passabel. Und egal, welche Schwächen die Effekte auch haben mögen, mehr davon hätte den Fun-Faktor des Films deutlich nach oben geschraubt.
Spaß kann man aber auch in anderer Weise haben. Nämlich indem man den Untalenten Debbie Gibson und Lorenzo Lamas zusieht. Gibson, die heutzutage ja lieber Deborah genannt wird, war Ende der 80er Jahre ein erfolgreiches Pop-Sternchen und zehrt davon seit 20 Jahren. Als Schauspielerin reißt sie auf jeden Fall nichts. Overacting eines Laien, und das ist noch schmeichelhaft ausgedrückt. Lamas wiederum wird seinem Spitznamen „Lahmarsch“ gerecht und lässt sogar Steven Seagal in Sachen „starre Mimik“ vor Neid erblassen. Und beide müssen sich mit Dialogen herumschlagen, die alberner kaum sein könnten. Eines der „Highlights“ ist, wie Debbie Gibsons Figur auf die Idee kommt, wie man den Hai und den Oktopus anlocken könnte. Nach einer gepflegten Runde Matratzensport – natürlich offscreen – fällt es ihr wie Schuppen von den Augen: Pheromone.
Wer bei einem Film mit Titel MEGA SHARK VS. GIANT OCTOPUS jedoch etwas anderes als übelsten Trash erwartet, hat vermutlich noch nicht viele Filme in seinem Leben gesehen. Verschwendete Zeit stellt der Film nur dar, wenn man mit cineastischen Gurken nichts anfangen kann. Schätzt man es aber, dumme Filme auszulachen, dann hat man hier einen erstklassigen Kandidaten vor sich. Und das nicht nur inhaltlich, sondern auch formal, denn der Schnitt des Films ist auch selten schlampig ausgeführt worden (man achte auf Debbie Gibson, nachdem sie auf dem U-Boot einen Mann niedergeschlagen hat).
Auch wenn das nicht viel heißen mag, so ist der Streifen doch einer der unterhaltsamsten Heuler aus dem Hause The Asylum – zumindest von den Titeln, die ich gesehen habe.
Mockbusters
Die Filme der kleinen Firma The Asylum schlagen gelegentlich auch hier zu Lande auf. I AM OMEGA fällt hier zum Beispiel ein. Der kam auf DVD als im Kino gerade I AM LEGEND abräumte. Das ist das Erfolgsgeheimnis von The Asylum. Man produziert mit Budgets von etwa 500.000 Dollar günstige Filme und hängt sich an große Blockbuster heran. Die Titel und oft auch die Cover sollen an die Vorbilder erinnern, in den Videotheken auch gerne mal jemanden dazu verführen, zum falschen Film zu greifen, und den Werbehype, den das Großprodukt mit sich bringt, ausnutzen.
Die Art Filme, die The Asylum macht, wurden – mehr oder minder liebevoll – Mockbusters genannt. Blockbuster, die so klingen und covertechnisch so aussehen, aber halt keine sind. Und dennoch ist The Asylum im ebenfalls von der Finanzkrise gebeuteltem Hollywood eine Erfolgsfirma. Sie macht Geld und findet neue Vertriebswege. Da der Videothekenverleih schwächelt, produziert man häufig für das Fernsehen und erzielt dabei Erfolge. Sicherlich, das sind nur Syfy Originals, also praktisch Schrott, aber die Produktion läuft und die Firma gedeiht. Einen interessanten Artikel über die Firma kann man beim englischen Online-Magazin Wired lesen: http://www.wired.com/magazine/2009/12/ff_the_asylum/
Bei den Filmen von The Asylum ist es oftmals so, dass die Trailer cooler als der Film sind. Sieht man sehr schön an MEGA SHARK VS. GIANT OCTOPUS, dessen Trailer obszön oft bei YouTube gesehen wurde und der laut Yahoo einer der zehn am meisten online gesehenen Trailer ist (er liegt auf Platz 8 und damit vor AVATAR).
Noch amüsanter als die Filme von The Asylum ist der von Gesellschafter Paul Bales geschriebene Blog auf der eigenen Website, den man hier finden kann: www.theasylum.cc
Hier gibt man sich keinen Illusionen hin. Man weiß, dass man Schrott produziert. Und sagt das auch. Bei The Asylum ist man schonungslos, selbst gegen die eigenen Filme. Bonmot gefällig? Okay, hier bitteschön:
That’s like having a bartender give you a free round and then bitching because the beer isn’t cold enough.
Look, I’m not trying to end internet piracy, but I think there should be a new rule: If you illegally download a movie, you forfeit the right to go online and talk shit about it.
And I’m not saying you have to like our movies. But if you got something for free don’t complain about it.
That right belongs to the people who actually paid money to watch the crap we make.
Und als man einen Sale für die Filme im eigenen Store ankündigte, da konnte man das hier lesen:
You’d have to illegally download to get a better deal than that… but then you’d just be stooping to our level…
Sherlock Holmes als billiger Jakob
2010 kommt der neue SHERLOCK HOLMES-Film von Guy Ritchie mit Robert Downey Jr. und Jude Lawe in den Hauptrollen in den Kinos. Da versteht es sich fast von selbst, dass The Asylum mit einer eigenen Billigvariante aufwarten muss. Immerhin gibt es kaum einen Blockbuster, an den sich die Firma nicht heranhängen würde.
Am 26. Januar 2010 erscheint also The Asylums SHERLOCK HOLMES. Über die Geschichte ist noch nicht viel bekannt, aber die Ein-Satz-Synopsis lässt auf Trash allererster Güte schließen: Sherlock Holmes stellt sich der ultimativen Herausforderung, als Monster London attackieren. Bei dem Monster handelt es sich wohl um Spring Heeled Jack, eine folkloristische Schauergestalt des viktorianischen Englands.
Die Regie führte Rachel Goldenberg, bei der Besetzung gibt es zwei SF-Veteranen jüngerer Zeit: Gareth David-Loyd aus TORCHWOOD und Dominic Keating aus STAR TREK: ENTERPRISE. David-Lloyd spielt Watson, Keating hingegen dürfte wohl Spring Heeled Jack sein.
Die ersten Bilder sind … aussagekräftig.




















![paranormal_large[1]](http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/01/paranormal_large1-213x300.jpg)
![sherlock_large[1]](http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/01/sherlock_large1-213x300.jpg)

