Beiträge verschlagwortet mit ‘Teufelswolke von Monteville’

Die Wolke auf dem Berge

Es war ein Phänomen, das man heutzutage im DVD-Bereich nicht mehr häufig sieht. DIE TEUFELSWOLKE VON MONTEVILLE (THE TROLLENBERG TERROR aka THE CRAWLING EYE), der erste Titel aus Anolis’ GALERIE DES GRAUENS, war innerhalb weniger Tage nach Erscheinen ausverkauft. Zugegeben, die Auflage besteht nur aus 1.000 Stück, aber für einen 50 Jahre alten Film im hochpreisigeren Segment ist das erstaunlich. Die Preise bei Ebay oder dem Amazon Marketplace schossen in die Höhe. Heute noch DIE TEUFELSWOLKE VON MONTEVILLE zu einem erschwinglichen Preis zu bekommen, dürfte praktisch ausgeschlossen sein. Das gesteigerte Interesse mag, so könnte man argumentieren, auch daher rühren, dass dieser erste Titel der Reihe mit einem Schuber daherkam, in dem alle zehn Veröffentlichungen Platz finden sollen. Aber das würde nicht erklären, warum auch der zweite Titel, DAS VERMÄCHTNIS DES PROFESSOR BONDI, so gut wie ausverkauft ist.

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Die Story: Als es in den Schweizer Alpen zu grausamen Todesfällen und manch seltsamen Vorkommnissen kommt, will der amerikanische Wissenschaftler Alan Brooks der Sache auf den Grund gehen. Die ihm zur Seite stehende übernatürlich begabte Ann Pilgrim wird von einer ungewöhnlichen Wolke angezogen, die sich in den Bergen nahe dem Orte Trollenberg festgesetzt hat. Diese unheimliche Wolke birgt ein grausiges Geheimnis, das die gesamte Menschheit in Gefahr bringt.

Der Film basiert auf der gleichnamigen BBC-Serie, die heutzutage als verschollen gilt. Ähnlich wie bei anderen Serials á la QUATERMASS XPERIMENT rief der Erfolg auch hier Filmproduzenten auf den Plan. Die heuerten wiederum Jimmy Sangster an, der ein knackiges Drehbuch schrieb, das auch aus heutiger Sicht gänzlich ohne Peinlichkeiten auskommt. Der Film ist erstaunlich gut gealtert.

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Der Spannungsbogen überzeugt. Zusammen mit den Bewohnern von Trollenberg rätselt man, was es mit der geheimnisvollen Wolke auf sich hat. Dass John Carpenter immer diesen Film als eine Inspiration für THE FOG nannte, ist mehr als verständlich. Beide Filme funktionieren nach ähnlichem Muster. Nur wo es bei Carpenters Nebel Untote sind, sind es hier außerirdische Monster, die sich im Schutz der Wolken bewegen.

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Der Angriff auf die Station hoch droben auf dem Berge nimmt viel von der Belagerungs- und Isolationsthematik vorweg, die später in George A. Romeros DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN perfektioniert wurde, und die für Carpenter eines der bestimmenden Topoi seines Gesamtwerkes ist.

Die DVD hat ein wunderbar sauberes Bild, bietet tollen Schärfewert und einen gut verständlichen Ton. Der Audiokommentar von Rolf Giesen und Hans-Joachim Thunnack ist für die Katz, denn die beiden reden über Gott und die Welt, darunter viel Perry Rhodan, aber kaum über den vorliegenden Film. Herausragend stellt sich hingegen der Audiokommentar von John Carpenter dar. Der Regisseur bietet nicht nur solide Informationen zur Produktion des Films, sondern seziert den kleinen Klassiker auch auf einer technischen Ebene.