Beiträge verschlagwortet mit ‘Terminator’

Der T-1000 ist wieder bei Dark Horse

Die Veröffentlichungsgeschichte von TERMINATOR in Comic-Form ist extrem wirr. Der erste Verlag, bei dem die Lizenz landete, war NOW Comics, das mittlerweile längst tot ist. Dort hatte man eine fortlaufende und später noch eine Miniserie, bei der einige Cover vom jungen Alex Ross gemalt wurden. Beim Verlag Marvel gab es die Adaption zum zweiten Kinofilm. Und richtig durchstarten konnte der Terminator bei Dark Horse, einem Verlag, der mit ALIENS und PREDATOR gut gefahren war, sich heute noch STAR WARS annimmt, und seinerzeit auch andere Lizenzen wie ROBOCOP oder THE THING FROM ANOTHER WORLD auswertete. Es gab eine ganze Reihe von Miniserien. Und dann kam der Verlagswechsel. Als nächstes versuchte sich Malibu Comics daran, auch ein Verlag, den es mittlerweile nicht mehr gibt. Dort gab es aber nur zwei Miniserien, die explizit den zweiten Teil fortsetzten. Danach kehrte die Lizenz zu Dark Horse zurück, blieb dort aber auch nicht lange, denn pünktlich zum dritten Kinofilm versuchte sich der Verlag Beckett an neuen Comics – mit nur geringem Erfolg. Als nächstes kam Dynamite Entertainment, wo das Erfolgsmodell von Dark Horse kopiert wurde und viele auf Lizenzen basierende Comics veröffentlicht werden. Die dort genutzte Lizenz beinhaltete interessanterweise nur den zweiten Kinofilm. Darum war es auch möglich, dass zeitgleich IDW mit ein paar Comics zum vierten Film daherkommen konnte. Und nun, da sich der Rauch gelegt hat, ist Dark Horse wieder an der Reihe. Nächstes Jahr geht es mit der neuen Miniserie los, die von Zach Whedon (ja, der Bruder von Joss) geschrieben wird. Inhaltlich geht es übrigens um Kyle Reese und den Kampf gegen die Maschinen, nachdem der Judgment Day gekommen ist.

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Bizarre Poster

Während man sich das heutzutage kaum noch vorstellen kann, weil weltweit sowieso die gleichen Posterartworks benutzt werden und sich von Land zu Land kaum unterscheiden, gab es bis zum Ende der 80er Jahre eine außergewöhnlich vitale Posterkultur in Polen. Die Gründe, warum teils extrem bizarre Postermotive gemalt wurden, mögen darin zu suchen sein, dass Kommerz im ehemaligen Ostblock verpönt war, Werbung dementsprechend dem Kommerz Vorschub leistete und Poster darum eben weniger …  naja … Anreiz sein sollten. Das Ergebnis war jedoch, dass sich die polnischen Künstler intensiv mit der filmischen Vorlage beschäftigen mussten und teils Motive kreierten, bei denen man locker um zwei Ecken denken muss, um die zum Film gehörende Metaphorik zu verstehen.

Hier eine kleine Auswahl an Postern, ohne weiteren Kommentar, da die Bilder für sich sprechen.

DER MARATHON-MANN

marathon mann

CITIZEN KANE

0007

AUF DER SUCHE NACH DEM GOLDENEN KIND

1833

BEGIERDE

1023

STAR TREK IV – ZURÜCK IN DIE GEGENWART

1056

ROSEMARYS BABY

rosemarys baby

TERMINATOR

terminator

HIGH NOON

high noon

2001: ODYSSEE IM WELTRAUM

GOR2001

Wer nun Blut geleckt hat und gerne mehr dieser ungewöhnlichen Poster sehen will, dem sei die Website www.cinemaposter.com empfohlen. Hier gibt es einen Überblick über Hunderte verschiedene Motive aller Genres. Die Seite ist auch deutschsprachig, allerdings liest sich der Text wie mit Babelfish übersetzt.

Den Terminator in der Hand

Es sind manchmal Kleinigkeiten, die uns an die Vergangenheit denken lassen, die uns an lustige oder traurige Erlebnisse erinnern, die uns an liebe Menschen zurückdenken lassen. Ich weiß nicht, wie ich heute darauf kam, aber ich musste an meinen Vater denken und wie er grinsend die Terminator-VHS in der Hand hielt.

Einen Videorekorder kaufte mein Vater 1981 oder 1982. Das Ding war sauteuer. Und selbst das Ausleihen von Videokassetten hat damals noch viel gekostet. Sieben bis neun DM waren da keine Seltenheit. Die Videotheken waren damals noch klein und unscheinbar. In unserem Ort gab es sogar eine, die die Cover nicht ausstellte, um Platz zu sparen. Stattdessen steckten die Kassetten in neutralen weißen Hüllen und waren nummeriert, während man sich die Cover allesamt in Leitz-Ordnern ansehen und dann anhand der Nummer prüfen konnte, ob die Kassette da oder verliehen war.

Es gab aber auch andere Videotheken. Meine liebste war in den 80er Jahren eine, die sich “Videothek Nr. 1″ nannte. Sie war vergleichsweise klein, aber meist gut sortiert (zumindest für meine damaligen Begriffe) und hatte einen Extraraum für Pornos, aber auch indizierte Filme. Letzteres war vor allem ungewöhnlich, da sich um 1986, als das gewesen sein muss, eigentlich niemand dafür interessierte, hier streng zu trennen und somit als Familienvideothek durchzugehen.

Ich weiß noch wie heute, dass ich vor dem Regal mit den Neuheiten stand, als mein Vater aus dem Erwachsenenraum rauslugte und breit grinste. Ich sah ihn an, er grinste noch mehr und dann hob er die Hand hoch: Er hielt das schon etwas angeschlagene Cover von TERMINATOR in Händen. Die Kassette kam Ende 1985 in den Verleih, als mein Vater zwischen Tür und Angel stand, muss es Ende 1986 gewesen sein. Fast unnötig zu erwähnen, dass ich total aufgeregt war. Ein Actionfilm mit Schwarzenegger. Und dann noch Science Fiction. Besser konnte es damals für mich kaum werden. Wenig später waren wir zuhause und sahen uns den Film an. Mein junger Geist war unglaublich beeindruckt. Ein filmisches Erlebnis, das ich nicht vergesse. Aber noch toller war es, den Film mit meinem Dad zu sehen (und noch mal am nächsten Tag, einem Sonntag).

Mein Dad hielt nicht viel von FSK-Freigaben. Er wusste besser, was sein Sohn sehen konnte und was nicht. Er mochte Actionfilme und Horrorfilme. Hauptsache, “es rührte sich was”. Und beim TERMINATOR rührte sich einiges!

Mein Vater war schon ein cooler Hund.

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