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Absolute Justice

SMALLVILLE hat sich im Lauf der Jahre verändert. Clark Kent trägt zwar immer noch nicht das altbekannte Superman-Kostüm, hat aber auch eine Art Kostüm. Und: Er kämpft schon lange nicht mehr allein. Green Arrow ist fest mit von der Partie und weitere Mitglieder der JLA tauchen immer mal wieder auf. Die Krönung dieser Entwicklung ist nun der Zweiteiler ABSOLUTE JUSTICE, der als filmischer Event in den USA ausgestrahlt wurde.

Der Killer Icicle, der mit Eis tötet, hat es auf die einzelnen Mitglieder der JSA, der Justice Society of America, abgesehen, weil er ihnen die Schuld am Zustand seines Vaters gibt. Er tötet das Star-Spangled Kid, als dieses gerade mit Chloe in Kontakt tritt. Chloe ruft Clark und gemeinsam findet man heraus, dass der Superheld eine kriminelle Akte hatte und dabei nicht alleine ist. Einer seiner Kollegen ist Wesley Dodds, der Sandman, doch als Clark in dessen Wohnung eintrifft, ist dieser bereits tot. Als nächstes sucht Clark Carter Hall an, da er ihn warnen will, wird aber nicht freundlich empfangen. Hall ist Hawkman, der einst die JSA anführte. Bei ihm ist Kent Nelson alias Dr. Fate, der das Schicksal eines jeden Menschen kennt und darüber den Verstand verloren hat. Das Trio perfekt macht Courtney Whitmore, die der Sidekick des Star-Spangled Kids war und als Stargirl nun in dessen Fußstapfen tritt.

Zwischen JSA und JLA, die immer noch keinen Namen hat, kommt es zu Reibereien, was besonders für Green Arrow und Hawkman gilt, doch man rauft sich zusammen, um gemeinsam gegen Icicle vorzugehen. Dabei erfahren Clark und die anderen auch, warum sie niemals zuvor von der JSA gehört haben. Die Regierung jagte die Superhelden und wollte sie zwingen, für sie tätig zu werden. Als diese sich weigerten, stellte man ihnen mit gefälschten Akten, die sie als Verbrecher abstempelten, nach. Und so ist die JSA über das ganze Land verteilt. Nun machen sich die drei Mitglieder zusammen mit Green Arrow, Clark und dem Martian Manhunter daran, gegen Icicle vorzugehen. Dabei stirbt Dr. Fate, der John Jones jedoch eine letzte Gefälligkeit erweist: Er gibt ihm seine marsianischen Fähigkeiten wieder, die dieser einst verlor, um Clark zu helfen.

Icicle nimmt Fates Helm an sich und attackiert die Superhelden im Watchtower, doch der geballten Macht von JLA und JSA hat er nichts entgegenzusetzen und wird besiegt. Hawkman erklärt Clark, dass er die JSA reaktivieren wird. Am Ende ist Icicle Gefangener einer geheimen Regierungsorganisation: Checkmate. Diese hatte ihn zuvor aus dem Gefängnis befreit und losgeschickt, um gegen die JSA ins Feld zu ziehen. Doch das Ziel war nicht, die einzelnen Mitglieder des Teams zu töten, sondern sie wieder zu aktivieren. Denn man weiß, dass die Apokalypse naht und ein jeder Superheld gebraucht werden wird. Da Icicle seine Nützlichkeit verloren hat, heißt ihn Agent Waller als Mitglieder der Suicide Squad willkommen und erschießt ihn.

Auf ABSOLUTE JUSTICE hat man lange gewartet. Die ersten Bilder sahen vielversprechend aus. Und der Film ist auch ansehbar, wenn man der Serie ansonsten nicht folgt, da die wenigen Hinweise auf frühere Episoden das Verständnis der Geschichte nicht schmälern. Geschrieben wurde der Film von Geoff Johns, der schon in den Comics für grandiose Erzählungen rund um die JSA gut war.

Toll an diesem Film ist, dass er so unheimlich detailreich ist. Im Mittelpunkt stehen nur drei Mitglieder der JSA, aber mit dem Star-Spangled Kid und dem Sandman bekommt man zwei weitere zu sehen. Und in Rückblicken sieht man darüber hinaus noch Alan Scott alias Green Lantern und Ted Grant alias Wildcat. Bilder anderer JSA-Mitglieder wie Atom gibt es auch zu sehen. Und in Carter Halls Museum finden sich viele bemerkenswerte Anschauungsstücke, so etwa Jay „The Flash“ Garricks Helm oder Green Lanterns Laterne. Und auch der Helm von Hawkgirl, der Frau von Carter Hall, die wie er ein Leben nach dem anderen lebt, immer dazu verflucht, die Liebe ihres Lebens zu finden, nur um sie dann wieder zu verlieren, ist zu sehen.

ABSOLUTE JUSTICE ist allerdings kein wirklich guter Film. Mit den Superheldenfilmen, die fürs Kino entstehen, sollte man ihn aber ohnehin nicht vergleichen. Die Effekte sind alle eine Ecke günstiger, wobei besonders die Flugsequenzen von Hawkman so überzeugend nicht aussehen. Die Action hält sich auch in Grenzen, wobei man versucht, aus der Not eine Tugend zu machen, so dass das große Finale in Zeitlupe abläuft und man sieht, wie die Superhelden alle gemeinsam den Dr. Fates Helm tragenden Icicle attackieren. Bei manchen Kämpfen – Icicle gegen Stargirl in der Gasse – kann man sich jedoch nicht des Gefühls erwehren, etwas zu sehen, das auch gut und gerne in einem Superheldenfilm der 80er oder frühen 90er hätte passieren können: Es sieht einfach ein wenig albern aus, was aber auch daran liegt, dass Stargirls Gesichtsmaske hässlich ist und Darstellerin Brittney Irvin nicht gerade das Übertalent ist.

Problematisch an dem Film ist auch, dass der Schurke so lahmarschig daherkommt. Man mag einfach nicht glauben, dass es Superman, den Martian Manhunter, Hawkman, Stargirl und Green Arrow bedarf, um einen lächerlichen Icicle aus dem Verkehr zu ziehen. Hier hätte man einfach deutlich mehr Schurken oder aber einen einzigen, sehr viel mächtigeren einsetzen müssen. Übrigens hat man kurzzeitig auch den Eindruck, dass es weitere Schurken geben würde, denn man erfährt, dass nicht nur Icicle, sondern auch andere Metamenschen aus dem Gefängnis verschwunden sind. Sie sind vermutlich allesamt zu Mitgliedern der auch aus den Comics bekannten Suicide Squad geworden.

Das ist auch eines der schönen Elemente des Films. Man denkt lange, dass die von Pam Grier gespielte Agentin Waller den Tod der Superhelden will, doch das Gegenteil ist der Fall. Aufgrund der Tatsache, dass die JSA seinerzeit von den Behörden gejagt wurde, kommt es als schöne Überraschung, dass Checkmate einen eigenen Weg geht, um Hawkman und Ko. aus dem Ruhestand zu holen.

Sehr gut dargestellt ist Dr. Fate, dessen Tragik sich hier sehr schön ergibt. Er ist der Mann, der jedermanns Schicksal kennt, nur das eigene bleibt ihm verborgen. Seine schönsten Szenen hat er, als er Clark erzählt, dass es sein Schicksal ist, der Retter der Menschheit und ein Leuchtfeuer der Hoffnung zu werden, und Lois klarmacht, dass sie die Gefährtin des Retters sein wird. Als Dr. Fate den Manhunter rettet, gibt es einen sehr coolen Effekt, da man ganz kurz das wahre Antlitz des Manhunters sehen kann.

Noch weit besser als Dr. Fate ist jedoch Hawkman geraten. Michael Shanks spielt ihn mit gedrückter Stimme und macht ihn zu einem grimmigen Mann. In 90 Minuten SMALLVILLE ist Shanks tausendmal cooler als in fast einem Jahrzehnt STARGATE SG-1. Und das Ende macht Hoffnung darauf, die JSA inklusive weiterer Mitglieder künftig noch mal zu sehen. Tatsächlich hat diese Gruppe auch echtes Potenzial und man würde sich wünschen, dass sich aus ABSOLUTE JUSTICE ein Spin-off entwickelt, dem Shanks vorsteht und der die Abenteuer einer aus sechs oder sieben alten und neuen Helden zusammengesetzten Gruppe erzählt.

Denn allen Schwächen zum Trotz ist ABSOLUTE JUSTICE für Comic-Fans ein großer Spaß, der Änderungen in Hinblick auf die Vorlage vornimmt, wie es bei SMALLVILLE schon immer der Fall gewesen ist, der diese aber respektvoll durchzieht. Das Ergebnis ist ein Film, dessen unumstrittener Star Michael Shanks ist. Und gerade Hawkmans Rivalität mit Green Arrow sind die Highlights dieses Films.

Absolute Justice

Entertainment Weekly hat zwei Fotos publiziert, die Hawkman (Michael Shanks), Dr. Fate (Brent Stait) und Stargirl (Britt Irvin) aus dem SMALLVILLE-Event “Absolute Justice” zeigen.

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Hawkman sieht sehr gut aus. Die Umsetzung von Comic zu Film ist sehr originalgetreu vonstatten gegangen. Natürlich gibt es kleinere Änderungen, aber dass man Hawkman einmal derart filmisch umgesetzt sehen würde, hätte ich im Leben nicht erwartet.

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Dr. Fate finde ich auch außergewöhnlich ansprechend. Das Kostüm entspricht sehr stark der Comic-Vorlage. Lediglich die Musterungen, die Muskeln nachahmen, sind neu, aber passend. Der Helm sieht auf diesem Bild etwas stark nach Plastik aus, ich bin aber sicher, dass das in der fertigen Folge noch mehr wirkt. Stargirl ist per se gut gelungen. Auch ihr Kostüm gleicht stark der Vorlage. Allerdings gefällt mir bei ihr die klobige Maske nicht.

Hier noch drei Comic-Bilder der Helden zum Vergleich:

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