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	<title>ONE ROAD. ENDLESS POSSIBILITIES. &#187; Schloss des Schreckens</title>
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	<description>Der Blog von Peter Osteried</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 23:01:28 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Das Ding mit den vielen Köchen: The Terror</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 22:37:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>THE TERROR (THE TERROR – SCHLOSS DES SCHRECKENS) ist einer der bemerkenswertesten Filme von Roger Corman. Er gilt als eine der Produktionen, die in nur drei Tagen abgedreht wurden. Ganz korrekt ist dies nicht. Richtig ist aber, dass Corman während der Produktion der Edgar-Allan-Poe-Verfilmung THE RAVEN (DER RABE) erkannte, dass er die Kulissen des Schlosses noch ein paar Tage nutzen konnte. Darum rief er Leo Gordon an, der ein paar Szenen für Boris Karloff, ein paar andere Schauspieler und das Schloss schreiben sollte.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-764" title="terror_poster_01" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2009/10/terror_poster_01-198x300.jpg" alt="terror_poster_01" width="198" height="300" /></p>
<p>Der tat, wie ihm geheißen und lieferte rechtzeitig, so dass Corman nach Drehschluss von THE RAVEN am Freitag bis zum darauffolgenden Montag drehen konnte. Er drehte sogar noch, als die Handwerker schon begannen, die Kulissen zu demontieren. Was er dabei filmte, waren die Szenen mit Karloff, Jack Nicholson und Dick Miller im Schloss. Ein fertiger Film war dies freilich noch nicht.</p>
<p>Im Lauf der Monate ließ Corman immer wieder an dem Film arbeiten. Die Regie führten dabei Monte Hellman, Francis Ford Coppola, Jack Hill und Jack Nicholson selbst. Dabei wurde viel improvisiert oder in letzter Minute geschrieben, denn ein richtiges Screenplay gab es nicht. Nach Leo Gordon entwickelten auch Roger Corman und Jack Hill weitere Szenen.</p>
<p>Insgesamt wurde an dem Film neun Monate gearbeitet. Er ist also letzten Endes die langwierigste Corman-Produktion. Natürlich wurde nicht kontinuierlich daran gearbeitet. Coppola zum Beispiel drehte elf Tage für den Film. Von seinem Material finden sich etwa zehn Minuten im fertigen Film.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-765" title="terror-01" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2009/10/terror-01.jpg" alt="terror-01" width="460" height="345" /></p>
<p>Man merkt dem fertigen Film an, dass er Patchwork ist. Es gibt eine ganze Reihe von Inkonsistenzen. So heißt es anfangs, das Bildnis der Baroness von Leppe sei 1786 entstanden, auf der Gruft steht jedoch, dass sie schon 1782 gestorben ist. Aufgrund der Tatsache, dass Corman wie wild Szenen im großen Interieur des Schlosses drehte, passt auch hier vieles im Film nicht mehr zusammen. So hat man eine Szene, in der Dick Miller als Stefan den Baron aufsucht und ihm erklärt, dass die Anwesenheit des französischen Leutnants gefährlich ist. Und der Baron doch sicher nicht wolle, dass der Soldat die Gruft betritt. Genau das geschieht jedoch einige Minuten zuvor wobei Stefan auf den Leutnant trifft – die entsprechende Szene wurde aber freilich erst Monate nach dem Miller/Karloff-Gespräch im Schloss gedreht.</p>
<p>THE TERROR lässt des Öfteren den Anschluss verpassen. Aber: Der Film hat eine erstaunliche Atmosphäre, wenn man bedenkt, wie schwierig die Produktion gewesen ist. Die Handlung ist wenig spektakulär.</p>
<p>Der französische Leutnant André Duvalier trifft auf eine Frau, die ihm den Kopf verdreht. Doch niemand will diese Frau gesehen haben. Dann hört er jedoch, dass sie im Schloss des Barons von Leppe leben soll. Also sucht er das Schloss auf, wo der Baron ihm vollmundig erzählt, keine Frau lebe mehr in dem Schloss, seit die Seinige vor 20 Jahren gestorben ist. Doch die Frau erscheint Duvalier erneut und so beginnt er, dem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Er erfährt, dass der Baron einst seine Frau erschlagen hat, weil diese ihn betrog. Und nun scheint er von ihrem Geist heimgesucht zu werden. Doch in Wahrheit ist dies ein Trugbild, das von der Mutter des Mannes erschaffen wurde, welchen der Baron tötete, da dieser der Liebhaber seiner Frau war. Von dem Trugbild wird der Baron in den Selbstmord getrieben, als Duvalier erfährt, dass die Wahrheit eine gänzlich andere ist. Denn der Baron ist Eric, der Liebhaber von Ilsa, der den Kampf überlebte. Doch der Baron starb und so hat Eric seinen Platz eingenommen, ohne sich darüber im Klaren gewesen zu sein, dass er zuvor ein anderer war.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-767" title="jack-nicholson-the-terror" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2009/10/jack-nicholson-the-terror.jpg" alt="jack-nicholson-the-terror" width="400" height="300" /></p>
<p>Die Handlung ist etwas wirr. Auch dies ist dem Umstand geschuldet, dass die Geschichte Stückchen für Stückchen entwickelt wurde. So wird zwangsläufig weniger auf Spannung und Action, als vielmehr auf die Schaffung von Atmosphäre gesetzt. THE TERROR ist letzten Endes ein Film, der aufwendig aussieht, aber mit schmalem Budget umgesetzt ist. Schon anhand der Darsteller, nur eine Handvoll ist vorhanden, sieht man, dass hier nicht geklotzt, sondern gekleckert wurde. Völlig abstrus ist die Rahmenhandlung mit Dick Miller, der den neuen Baron von Leppe meucheln will, gefangen wird und dem Folterknecht seine Geschichte erzählt. Hier hat man ganz stark das Gefühl, dass die Szenen vonnöten waren, um den Film auf 90 Minuten zu strecken. Und so wird es wohl auch gewesen sein.</p>
<p>An Cormans wohlfeile Poe-Verfilmungen reicht THE TERROR natürlich nicht heran, aber er ist ein unterm Strich starkes <em>period piece</em>, das mit seiner Ausstattung und den Darstellern wuchern kann. Am Anfang des Films gibt es übrigens ein gutes Beispiel, was es heißt, für Corman als Schauspieler tätig zu sein. Jack Nicholson stürzt sich in die Brandung von Big Sur<strong>, </strong>einem Küstenstreifen in Kalifornien zwischen San Simeon im Süden und Carmel im Norden und wäre nach eigenem Bericht dabei beinahe ertrunken. Das glaubt man durchaus, wenn man sich die entsprechenden Szenen ansieht.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-766" title="018_588_595" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2009/10/018_588_595.jpg" alt="018_588_595" width="170" height="242" /></p>
<p>THE TERROR wurde in Deutschland schon häufig veröffentlicht. Die neueste Veröffentlichung stellt jedoch von MIG die JACK NICHOLSON CLASSIC COLLECTION dar, die man auch als „Roger Corman Collection“ hätte vermarkten können, denn abseits des Dramas WOLFSMILCH finden sich hier noch THE LITTLE SHOP OF HORRORS (EIN KLEINER LADEN VOLLER SCHRECKEN) in der Farbversion und THE WILD RIDE (EIN WILDER RITT) wieder, den Corman 1960 mit Nicholson in der Hauptrolle produzierte.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/2009/10/das-ding-mit-den-vielen-kochen-the-terror/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
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