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Hugh Jackman singt OKLAHOMA!

Die Uraufführung von Richard Rodgers und Oscar Hammersteins Musical OKLAHOMA! fand 1943 am St. James Theatre am New Yorker Broadway statt. Es ist ein Meilenstein des Muscials, weil bis dato die Tanz- und Gesangseinlagen nie ein homogener Teil der Handlung waren. Rodgers und Hammerstein machten sie jedoch zu einem essenziellen Bestandteil der Geschichte.

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Es geht um die Liebe zwischen Laurie und Curly, die beide eigentlich schon lange ein Paar sind, sich aber stets necken und ihrer Sturheit wegen noch nicht offiziell zusammen sind. Als ein Fest ansteht, beschließt Laurie, mit dem einfältigen Jud Fry dorthin zu gehen. Der ist seit langer Zeit heimlich in Laurie verliebt und ist auch bereit, drastische Maßnahmen zu ergreifen, um seinen Konkurrenten Curly auszuschalten.

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Inszenierungen des Stücks gab es viele, verfilmt wurde es auch, und zwar 1955 von Fred Zinneman. Von 1998 bis 1999 wurde es am Royal National Theatre in London, einem äußerlich hässlichem Zweckbau nahe der Waterloo-Station, aufgeführt. Die Inszenierung übernahm der renommierte Trevor Nunn, in der Hauptrolle des Curly findet sich ein junger Hugh Jackman, noch bevor er als Wolverine in X-MEN international bekannt geworden ist.

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Optimal ist es natürlich, eine solche Show live zu sehen. Aber ohne Zeitmaschine ist das wohl nicht so leicht zu bewerkstelligen. Gleich nach der Zeitmaschine kommt jedoch eine DVD-Veröffentlichung, die in Großbritannien von Universal auf den Markt gebracht wurde. Man darf sich eine solche Stage-to-Film-Variante nicht als streng abgefilmtes Theater vorstellen. Die Kamera ist durchaus beweglich, die Perspektive wechselt, Nahaufnahmen sind ebenfalls vorhanden und alles erinnert schon sehr an echten einen echten Film – von den Kulissen natürlich abgesehen.

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OKLAHOMA! hat eine Laufzeit von zwei Stunden und 50 Minuten. Die Zeit vergeht nicht immer wie im Flug. Die Geschichte ist etwas mager für fast drei Stunden Lauflänge, weswegen Rodgers und Hammerstein auch ein paar Nebenschauplätze eröffnen, so die humorige Geschichte um Ado Annie, die „Frau, die nicht nein sagen“ kann, und den fahrenden Händler Ali Hakim, den Annies Vater in die Ehe mit seiner Tochter pressen will.

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Die Musik ist erwartungsgemäß gut. Es gibt einige eingängige Songs wie „Oh, What a Beautiful Morning“ oder natürlich den Titelsong „Oklahoma“. Und selbst die Passagen, die jetzt keine Ohrwurmqualität haben, überzeugen einerseits durch gelungene Interpretationen, andererseits durch viel Gefühl. Interessant am Stück ist am Ende des ersten Akts die Traumsequenz, die über mehrere Minuten lang quasi ein Ballett der Hauptfiguren zeigt. Musikalisch sehr griffig unterlegt, wird hier nicht gesungen, sondern nur getanzt. Das Highlight von OKLAHOMA! stellt ohne Frage Hugh Jackman dar. Bei der Oscar-Verleihung 2009 konnten sich viele Filmfans einen Eindruck von seiner Sangesstimme machen. Und auch zehn Jahre zuvor hatte er schon denselben Ausdruck und die gleiche Kraft parat.

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Die DVD von OKLAHOMA! hat ordentliche Bildqualität. Angesichts eines Making Ofs und Interviews, die zusammen knapp eine Stunde Laufzeit haben, wird die Kompression aber schon ausgereizt, was sich an teils unschönen Treppchenrändern zeigt. Der Ton liegt leider nur in Stereo 2.0 vor. Dennoch: Ein schönes Musical in einer tollen Umsetzung und mit einem hervorragenden Ensemble. Denn nicht nur Hugh Jackman, auch seine Co-Stars, allen voran Shuler Hensley und Josefina Gabrielle, sind hervorragend.

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