Autor J. Michael Straczynski ist immens begabt. Aber seine vielleicht größte Stärke ist das Schreiben von Reden. In seinem Magnum Opus BABYLON 5 hat er eine Vielzahl grandioser Reden geschrieben, denen allen eines gemein ist: Sie sind extrem mitreißend, sie sorgen für Gänsehaut und sie stimulieren das emotionale Zentrum im Gehirn. Man kann sie nicht hören, ohne bewegt zu sein. Sicher, die Wirkung ist noch größer, wenn man tief in der Serie steckt, doch auch für sich betrachtet, sind die von JMS geschriebenen Reden phantastisch. Zwei der schönsten gibt es im Fernsehfilm IN THE BEGINNING.
Londo – in der Zukunft Imperator über das in Flammen stehende Reich der Centauri – erinnert sich an den Krieg zwischen Menschen und Minbari. Er bewundert den Mut der Menschen, die zwei Jahre auf verlorenem Posten kämpften und um die eigene Vernichtung wussten. Neben den mitreisenden Bildern und Peter Jurasiks phänomenaler Darbietung ist es auch die Musik von Christopher Franke, die zu Tränen rührt.
Im selben Film gibt es eine Rede der Präsidentin der Erdallianz. Die Situation ist die, dass die Minbari vor der Erde stehen. Der finale Schlag zur Auslöschung der Menschheit steht bevor. Und die Präsidentin bittet jeden fähigen Mann mit einem Schiff in den sicheren Tod zu gehen – um Minuten zu erkaufen, die für die Evakuierung und damit letzten Endes die Rettung der letzten Überbleibsel der Menschheit vonnöten sind. Die Rede ist derart phantastisch, dass man nur zu gut verstehen kann, warum Menschen sich opfern, um der Nacht die Stirn zu bieten.