Beiträge verschlagwortet mit ‘Musical’

Was, wenn Wolverine singen will?

Ein sehr amüsanter Kurzfilm, der zeigt, wie die Dreharbeiten des WOLVERINE-Films mit Broadway-Star Hugh Jackman auch hätten verlaufen können. Und wenn’s schon ein SPIDER-MAN-Musical für die Bühne geben soll, warum sollte dann nicht auch Wolverine sein Herz bei Tanz und Gesang ausschütten?

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Der Letzte der Brunnen-G singt

Es gibt Filme, aber auch Serien, von denen spricht man nur unter vorgehaltener Hand. Guilty Pleasures, die man zwar mag, von denen man aber nicht unbedingt mag, dass andere wissen, dass man „so ’nen Schund“ ansieht. Ein vorzügliches Beispiel einer solchen Serienblume ist LEXX. Ich für meinen Teil war von den vier Fernsehfilmen echt begeistert. Die Effekte sahen zwar stark nach billigem PC-Game aus, aber die Geschichten waren schräg, die Charaktere schrill, die Sets billig und das Ambiente sowieso total abgedreht. Und dann war da natürlich noch die süße Eva Habermann, die zur Freude ihrer männlichen Fans auch noch den Duschnackedei geben durfte (inklusive Würgen des phallushaften Duschkopfs). Die wöchentliche Serie selbst konnte mich dann nicht mehr gar so sehr faszinieren, was aber nicht nur an ihr selbst, sondern auch an der katastrophalen Ausstrahlungsweise von RTL2 lag. Nicht nur gab es gut und gern 20 Minuten Werbung pro Folge, nein, nach nur einer Handvoll Episoden warf man die Serie komplett aus dem Programm. Tja, und dann kam eine ganze Weile gar nichts mehr. Ich vergaß LEXX, aber vor ein paar Jahren trug es sich zu, dass ich doch noch mal drüber stolperte. Eigentlich hatte ich gar nicht vor, noch mal in die Serie reinzusehen, doch ein guter Freund rief an und brüllte mir begeistert ins Ohr, dass bei LEXX gerade eine Musical-Folge am Laufen war.

Nun, das klang interessant und so besah ich mir das Schauspiel etwas genauer. „Der Letzte der Brunnen-G“ (im Original etwas passender „Brigadoom“ betitelt) ist all das, wofür man LEXX lieben muss: Die Folge ist witzig, sie ist mutig, sie ist schräg und sie ist himmelschreiend billig. Wie billig? Tja, das Geschehen findet auf einer Theaterbühne statt, auf der Kai, Xev und all die anderen ihre Lieder schmettern. Am Ende gibt’s gar noch Effekte aus dem Pilotfilm, die auf eine Leinwand hinter der Bühne projiziert werden. Das mag nun zwar nicht besonders toll klingen, aber diese Folge verfügt über soviel Charme, dass man sich ihrer Wirkung nicht entziehen kann.

Interessant an solchen Serienmusicals ist auch immer, zu sehen, wer von den Schauspielern wirklich singen kann und wer nicht. Bei LEXX hält sich das alles in Grenzen. So richtig rekordverdächtig singt keiner, doch nett anzuhören ist es allemal. Übrigens wurden die Gesangseinlagen sogar deutsch synchronisiert. Wer also schon immer mal Fox Mulder (oder besser dessen deutschen Sprecher Benjamin Völz) beim Liedchenträllern erleben wollte, der hat hier die Gelegenheit. Dem Kai-Darsteller Michael McManus steht er dabei in nichts nach. Tatsächlich dachte ich für einen Moment, der Völz würde Kai auch im Original singen, so ähnlich klingen die beiden.

Der Schrecken vom Amazonas: Das Musical

Es ist wohl eine der irrsten Ideen überhaupt: Ein Musical zu Jack Arnolds THE CREATURE FROM THE BLACK LAGOON (a.k.a. DER SCHRECKEN VOM AMAZONAS). Aber 2009 wurde es doch Wirklichkeit. Und zwar für die Universal Studios Tour in Los Angeles. Dort kündigte man 2008 das etwa 25-minütige Stück an und feierte im Frühling Premiere.

In der komprimierten Fassung der Geschichte gibt es die bekannten Zutaten inklusive des Schiffs Rita und der lieblichen Kay, in die sich der Kiemenmensch verliebt. Zum Ende hin nimmt die Geschichte aber eine mehr als unerwartete und auch enorm unpassende Wendung, denn der Kiemenmensch wächst zu gigantischer Größe heran und frisst die Frau seiner Träume. Und als wäre das nicht genug, fühlte sich diese auch noch von dem Fischmenschen angezogen.

Das Musical ist unterste Schublade. Und das nicht nur, weil die Handlung so abstrus präsentiert wird und den Kern der Vorlage vollkommen verfehlt, sondern auch, weil die Umsetzung vergleichsweise günstig gemacht ist und die Songs wenig eingänglich sind. Dass der Kiemenmensch singt, ist ja noch zu verkraften, aber dass er keine besseren Texte bekommen hat, einfach nicht.

Die Highlights sind die gemeinsame Schwimmszene von Kay und dem Kiemenmenschen, die mit Wirework bewerkstelligt wird, und der erste Auftritt des Kiemenmenschen, der vom Koch attackiert wird und diesem den Arm abreißt. Ansonsten ist hier nicht viel geboten. Dabei hätte man durchaus etwas aus der Vorlage machen können, aber die Umsetzung  hätte ins Alberne gehen müssen, um überzeugen zu können. Doch seht selbst:

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Dracula singt tschechisch

Frank Wildhorn ist nicht der einzige, der sich Bram Stokers DRACULA angenommen und aus der Vorlage ein Musical gemacht hat. Schon 1995 erlebte Karel Svobodas DRACULA in Prag seine Urauffühung. Svoboda (1938-2007) war in seiner Heimat ein hoch erfolgreicher Komponist, der für zahlreiche Filme und Fernsehserien die Musik schrieb. Neben der Musik für Zeichentrickserien wie TAO TAO, NILS HOLGERSON oder BIENE MAJA ist es wohl vor allem das von Karel Gott gesungene BIENE MAJA-Titellied, das in Deutschland zu den bekanntesten Svoboda-Kreationen gehört. Das Musical DRACULA wurde knapp zehn Jahre später auch in einer deutschen Version von Michael Kunze hier zu Lande aufgeführt. Bei YouTube findet man ein paar interessante Clips der tschechischen Originalinszenierung und auch wenn man kein Wort versteht, so nimmt die Musik doch gefangen, wobei Bühnenbild, Austattung und Ideenreichtum ein Übriges tun, um in den Bann zu ziehen.

Interessant ist das Musical, weil es sich sehr weit von Stoker entfernt. Einzige Konstante ist Dracula selbst. Erzählt wird in drei Akten, wie der Fürst in seinem Land für Angst und Schrecken sorgt und selbst in einer Kirche mordet, woraufhin ihn ein Priester zu ewigem Leben und Blutdurst verflucht. Der zweite Akt spielt im 19. Jahrhundert, als Dracula Besuch von seinen entfernten, aus England kommenden Verwandten Lorraine und Steven erhält. Steven stirbt und Lorraine wird zu Draculas neuer Braut. Der dritte Akt spielt in der Gegenwart und erzählt vom Siechtum des  Fürsten, der sowohl des ewigen Lebens als auch Lorraine überdrüßig ist. Am Ende kommt Gottes Strafgericht über Dracula, dessen Schicksal von den Seelen bestimmt wird, die er vernichtet hat.

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Hugh Jackman singt OKLAHOMA!

Die Uraufführung von Richard Rodgers und Oscar Hammersteins Musical OKLAHOMA! fand 1943 am St. James Theatre am New Yorker Broadway statt. Es ist ein Meilenstein des Muscials, weil bis dato die Tanz- und Gesangseinlagen nie ein homogener Teil der Handlung waren. Rodgers und Hammerstein machten sie jedoch zu einem essenziellen Bestandteil der Geschichte.

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Es geht um die Liebe zwischen Laurie und Curly, die beide eigentlich schon lange ein Paar sind, sich aber stets necken und ihrer Sturheit wegen noch nicht offiziell zusammen sind. Als ein Fest ansteht, beschließt Laurie, mit dem einfältigen Jud Fry dorthin zu gehen. Der ist seit langer Zeit heimlich in Laurie verliebt und ist auch bereit, drastische Maßnahmen zu ergreifen, um seinen Konkurrenten Curly auszuschalten.

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Inszenierungen des Stücks gab es viele, verfilmt wurde es auch, und zwar 1955 von Fred Zinneman. Von 1998 bis 1999 wurde es am Royal National Theatre in London, einem äußerlich hässlichem Zweckbau nahe der Waterloo-Station, aufgeführt. Die Inszenierung übernahm der renommierte Trevor Nunn, in der Hauptrolle des Curly findet sich ein junger Hugh Jackman, noch bevor er als Wolverine in X-MEN international bekannt geworden ist.

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Optimal ist es natürlich, eine solche Show live zu sehen. Aber ohne Zeitmaschine ist das wohl nicht so leicht zu bewerkstelligen. Gleich nach der Zeitmaschine kommt jedoch eine DVD-Veröffentlichung, die in Großbritannien von Universal auf den Markt gebracht wurde. Man darf sich eine solche Stage-to-Film-Variante nicht als streng abgefilmtes Theater vorstellen. Die Kamera ist durchaus beweglich, die Perspektive wechselt, Nahaufnahmen sind ebenfalls vorhanden und alles erinnert schon sehr an echten einen echten Film – von den Kulissen natürlich abgesehen.

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OKLAHOMA! hat eine Laufzeit von zwei Stunden und 50 Minuten. Die Zeit vergeht nicht immer wie im Flug. Die Geschichte ist etwas mager für fast drei Stunden Lauflänge, weswegen Rodgers und Hammerstein auch ein paar Nebenschauplätze eröffnen, so die humorige Geschichte um Ado Annie, die „Frau, die nicht nein sagen“ kann, und den fahrenden Händler Ali Hakim, den Annies Vater in die Ehe mit seiner Tochter pressen will.

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Die Musik ist erwartungsgemäß gut. Es gibt einige eingängige Songs wie „Oh, What a Beautiful Morning“ oder natürlich den Titelsong „Oklahoma“. Und selbst die Passagen, die jetzt keine Ohrwurmqualität haben, überzeugen einerseits durch gelungene Interpretationen, andererseits durch viel Gefühl. Interessant am Stück ist am Ende des ersten Akts die Traumsequenz, die über mehrere Minuten lang quasi ein Ballett der Hauptfiguren zeigt. Musikalisch sehr griffig unterlegt, wird hier nicht gesungen, sondern nur getanzt. Das Highlight von OKLAHOMA! stellt ohne Frage Hugh Jackman dar. Bei der Oscar-Verleihung 2009 konnten sich viele Filmfans einen Eindruck von seiner Sangesstimme machen. Und auch zehn Jahre zuvor hatte er schon denselben Ausdruck und die gleiche Kraft parat.

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Die DVD von OKLAHOMA! hat ordentliche Bildqualität. Angesichts eines Making Ofs und Interviews, die zusammen knapp eine Stunde Laufzeit haben, wird die Kompression aber schon ausgereizt, was sich an teils unschönen Treppchenrändern zeigt. Der Ton liegt leider nur in Stereo 2.0 vor. Dennoch: Ein schönes Musical in einer tollen Umsetzung und mit einem hervorragenden Ensemble. Denn nicht nur Hugh Jackman, auch seine Co-Stars, allen voran Shuler Hensley und Josefina Gabrielle, sind hervorragend.

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Dr. David und Mr. Hasselhoff

Über David Hasselhoff macht man gerne Witze. Besonders, wenn es um seine Talente als Sänger geht. Aber fair ist das nicht wirklich. Man mag von seinen Popsongs halten, was man will, aber seine Darstellung im Musical JEKYLL & HYDE ist nicht weniger als beeindruckend. Das Vergnügen, dieses Stück live zu sehen, hatte ich leider nie. Kennen gelernt habe ich es durch die deutsche CD-Veröffentlichung, die mir ausgesprochen gut gefallen hat, weswegen ich mich auf Youtube auch umgeschaut habe, um in die Originalversion reinzuhören.

Das Glanzstück von JEKYLL & HYDE ist der Titel “Confrontation”, in dem Jekyll mit Hyde spricht. Das ist mit einfachen Mitteln umgesetzt und wirkt dadurch noch beeindruckender. Mit Licht und Schatten, normaler und tiefer Stimme, klarer und verkrümmter Haltung erweckt der Mime hier den Eindruck, wirklich einen Menschen mit zwei Seelen in einer Brust zu sehen.

David Hasselhoff zeigt gerade auch bei “Confrontation”, dass er eben mehr kann als nur den KNIGHT RIDER zu geben oder als besserer Bademeister am Strand von Malibu rumzustehen. Davon kann man sich übrigens auch in seiner Gänze überzeugen, denn auf Youtube findet sich die komplette Musical-Version von JEKYLL & HYDE mit David Hasselhoff, so dass man gut zwei Stunden dieses großartig ausgestattete Schauspiel genießen kann. Die bei Youtube zu findende Version ist 2001 für die DVD-Auswertung eingespielt worden. Als Anheizer habe ich “Confrontation” eingebettet.

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Man kann sich bei Youtube zum Vergleich auch eine Reihe weiterer Versionen von “Confrontation” mit Schauspielern wie Robert Cuccioli oder Anthony Warlow ansehen. Beide erhielten viele Lorbeeren für ihre Darstellung. Aber mir hat im direkten Vergleich die Hasselhoffsche Variante am Besten gefallen.

The Singing Psycho

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Man mag es kaum glauben, aber in den USA bereitet man ein Musical zu Bret Easton Ellis kontroverser Sozialsatire AMERICAN PSYCHO vor, die im Jahr 2000 mit Christian Bale in der Hauptrolle verfilmt worden ist. Die Johnson-Roessler Company und XYZ Films haben gemeinsam die Rechte daran erworben und entwickeln derzeit die Bühnenvariante. Im Mittelpunkt steht Patrick Bateman, ein Yuppie, der  nach außen hin eine fast saubere Fassade aufrecht erhält, aber innerlich verkommen ist. Wieder und wieder muss Bateman töten, wobei er seine Opfer brutal aus dem Leben befördert.

Bret Easton Ellis und Edward R. Pressman werden als beratende Produzenten für das Musical aktiv werden. Ellis erklärte: “Hier haben sich ein paar sehr kreative Macher zusammengefunden, um AMERICAN PSYCHO in ein unterhaltsames Musical zu verwandeln.”

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Das hier mit Tanz und Gesang? Na da bin ich doch sofort dabei!