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	<title>ONE ROAD. ENDLESS POSSIBILITIES. &#187; Horror</title>
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	<description>Der Blog von Peter Osteried</description>
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		<title>Interview: Dante Tomaselli</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Jan 2011 23:07:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Regisseur Dante Tomaselli ist hier zu Lande großteils unbekannt. Keiner seiner Filme hat es bisher zu einer deutschen Veröffentlichung gebracht. Das mag daran liegen, dass seine Horrorfilme nicht leicht goutierbar sind, stringente Handlung nur bedingt besitzen und sich großteils über &#8230; <a href="http://www.six-shooter.de/2011/01/interview-dante-tomaselli/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Regisseur Dante Tomaselli ist hier zu Lande großteils unbekannt. Keiner seiner Filme hat es bisher zu einer deutschen Veröffentlichung gebracht. Das mag daran liegen, dass seine Horrorfilme nicht leicht goutierbar sind, stringente Handlung nur bedingt besitzen und sich großteils über Atmosphäre definieren. Mir gefiel DESECRATION und HORROR. Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit zu einem Gespräch mit Dante Tomaselli.</p>
<p style="text-align: left;">Frage: Bitte erzähl uns ein bisschen über Dich.</p>
<p style="text-align: left;">Dante Tomaselli: Ich wurde am 2. Oktober 1969 um 4:35 Uhr morgens geboren. Schon immer hatte ich Probleme mit Schlaflosigkeit und Albträumen. Nachdem ich die High School in New Jersey abgeschlossen hatte, zog ich nach New York City und besuchte dort das Pratt Institute. Ich machte meinen Abschluss an der New York School of Visual Arts und habe bisher drei Filme geschrieben und inszeniert: DESECRATION, HORROR und SATAN’S PLAYGROUND. Mein nächster Film trägt den Titel TORTURE CHAMBER.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/dante2.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4349" title="dante2" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/dante2-206x300.jpg" alt="" width="206" height="300" /></a>Frage: Du hast zuerst einen Kurzfilm mit dem Titel DESECRATION gemacht, aus dem schließlich ein Langfilm wurde. Wie kam es dazu?</p>
<p>Dante Tomaselli: Zu der Zeit litt ich besonders stark unter Schlaflosigkeit. Es war schon fast so, als ob ich keinen Schlaf mehr bräuchte. Alles verschwamm vor meinen Augen. Ich hatte schon immer wiederkehrende Träume eines Ortes, den ich wieder und wieder besuchte. Es war ein dämonischer Ort, an dem die natürlichen Elemente Erde, Feuer, Wasser und Luft besonders stark akzentuiert sind. Dieser Ort hat seine eigene Atmosphäre. Eine Aura der Sünde. Nebelgeschwängerte Landschaften, knochige Bäume, Kindheitserinnerungen, Orte, an denen man sich verloren und desorientiert fühlt. Alles glühte, war elektrisiert. Wie ein LSD-Trip, nur ohne Drogen.</p>
<p>Ich fand schließlich heraus, dass ich an etwas leide, das Synästhesie heißt. Das erklärte dann auch viel von dem, was mir während meines Aufwachsens widerfuhr. Beispielsweise sah ich kleine graue Tornadoähnliche Spiralen, wenn  die Schulglocke läutete. Nur dieses Geräusch brachte dieses Bild hervor. Ich habe den Leuten gesagt, dass ich Geister sehe. Und ich habe echt daran geglaubt. Wenn es regnet, sehe ich auch heute noch kleine glühende Punkte, die inmitten des Regens tanzen. Bestimmte Geräusche, manchmal aber auch Menschen, Orte oder einfache Worte erzeugen in meinem Kopf Farben, die ich dann auch direkt vor mir sehe. Ich habe dies alles auch unbewusst immer in meinen Filmen benutzt, obschon ich gar nicht wusste, was es war. Die Krankheit ist aber wohl auch der Grund, warum ich die Kontrolle über das Sounddesign haben muss. Synästhesie ist einfach ein Teil von mir, wenn auch nicht mein alleiniger Antrieb. Ich habe mich immer irgendwie in meiner Phantasie verloren.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/desecration.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4350" title="desecration" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/desecration-217x300.jpg" alt="" width="217" height="300" /></a>Frage: Schon mit Deinem ersten Film hast Du gezeigt, dass du weit außerhalb üblicher Konventionen arbeitest. Deine Bildsprache ist sehr stark. Über die Geschichte kann man diskutieren, aber visuell ist DESECRATION faszinierend und erinnert an die Arbeiten von Dario Argento. War er eine Inspiration für Dich?</p>
<p>Dante Tomaselli: Danke. Ich würde schon sagen, dass ich von Argento inspiriert, aber nicht beeinflusst bin, weil ich nicht mit seinen Filmen aufgewachsen bin. SUSPIRIA sah ich erst in meinen späten Zwanzigern. Tatsächlich hab ich SUSPIRIA erst gesehen, nachdem ich DESECRATION gedreht hatte und den Film gerade schnitt.</p>
<p>Es war beinahe wie eine religiöse Erfahrung. Ich konnte gar nicht fassen, was ich da sah. Ich habe es einfach geliebt, den Film im Dunkeln und so richtig laut anzusehen. Der Tranceähnliche Soundtrack war einfach hypnotisch und die Farben scheinen nicht von dieser Welt zu sein. Für mich fühlte sich der Film sehr okkult an, magisch und dunkel zugleich. Die anderen Argentos, die ich liebe sind PROFONDO ROSSO, INFERNO, DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE, TENEBRE und OPERA. Seine neueren Filme sprechen mich nicht so an, auch wenn ersichtlich ist, dass er sie mit Enthusiasmus macht. Ich bin froh, dass er noch schreibt und inszeniert, und sicher, dass er uns irgendwann noch ein echtes Juwel schenken wird.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/0.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4351" title="0" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/0-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Frage: Angesichts des Themas von DESECRATION drängt sich die Frage auf: Hast Du eine Schule besucht, bei der Nonnen als Lehrerinnen aktiv waren?</p>
<p>Dante Tomaselli: Ich selbst nicht, ich ging auf eine öffentliche Schule. Aber meine älteren Brüder und Schwestern und meine Eltern hatten Nonnen als Lehrer. Und ich erinnerte mich an ihre Geschichten. Eine war besonders schlimm. Da ging es um eine sadistische None, die Kinder mit einer Nadel stach. Ihr Name war Schwester Madeline und so habe ich auch die blutverschmierte Nonne in DESECRATION genannt.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/Untitled-10.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4352" title="Untitled-10" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/Untitled-10-300x204.jpg" alt="" width="300" height="204" /></a>Frage: Was war der Impetus, DESECRATION zu machen?</p>
<p>Dante Tomaselli: Ich konnte nicht schlafen, mein Nacken und meine Schultern schmerzten und ich besuchte einen Akupunkteur in Chinatown. Aber nichts half. Dann war ich bei jemandem, der mit heißen Steinen arbeitete und sie an drei Punkten meines Rückens auflegte. Ich glaube, dies setzte die Schlange, die sich um mein Rückgrat gelegt hatte, frei. Die Kundalini-Schlange, wie mir gesagt wurde. Als ich Chinatown wieder verließ, schwebte ich fast. Ich fühlte mich so stark und voller Energie. Die Blockade war weg.</p>
<p>Danach ging ich nach Hause und besuchte meinen jüngeren Bruder, der die Verbrennungen auf meinem Rücken sah und mich drängte, den Mann anzuzeigen. Und ja, die Verbrennungen sahen hässlich aus. Damals war ich gerade aus dem College raus und lebte für ein paar Monate bei meiner Mutter. Ich glaube, das hat ein paar Dämonen meiner Kindheit befreit. Ich hatte vor Jahren ein Bild gemalt, das schwebende, gesichtslose Nonnen zeigt. Als ich es sah, wusste ich, dass ich es vernichten musste. Ich warf alles Mögliche, das ich im Kühlschrank fand, auf das Bild. Ich war wie in Trance. Mein Bruder Michael flehte mich an, das Bild nicht zu zerstören. Aber es musste entweiht werden. Für mich war es wichtig, das Bild auszulöschen. Es hatte irgendwie Macht über mich. Ich weiß auch nicht. Auf jeden Fall war es zu jener Zeit, dass ich damit began, das Drehbuch für die Langfassung von DESECRATION zu schreiben. Die Bilder kamen direkt aus mir heraus. Ich zog wieder nach New York und lebte in einem Kakerlaken verseuchten Apartment. Die Wände um mich herum erwachten nachts zum Leben. Während ich das Skript schrieb, schlief ich gar nicht mehr. Es war, als würde ich in meinem Geist mit einem Quija-Brett spielen. Ich wusste, dass diese Bilder wahr werden mussten. Ich wusste es einfach. DESECRATION sah ich so klar vor mir, als würde man den Film in meinem Kopf für mich abspielen.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/Untitled-3.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4353" title="Untitled-3" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/Untitled-3-300x222.jpg" alt="" width="300" height="222" /></a>Frage: Der Film soll 150.000 Dollar gekostet haben?</p>
<p>Dante Tomaselli: Ja, stimmt. Mein Investor Jack Swain erklärte sich für das Projekt bereit, nachdem er den Kurzfilm 1996 auf einem Festival im Angelika Film Center in New York gesehen hatte.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/dante.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4354" title="dante" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/dante-213x300.jpg" alt="" width="213" height="300" /></a>Frage: Stimmt es, dass Du kein Material aus dem Kurzfilm für den Langfilm benutzt hast?</p>
<p>Dante Tomaselli: Stimmt. Ich habe ganz neu damit angefangen. Wir drehten im November und Dezember 1997 22 Tage lang auf Super-16mm-Film in und um New Jersey.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/ad.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4355" title="ad" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/ad-206x300.jpg" alt="" width="206" height="300" /></a>Frage: Dein zweiter Film ist HORROR. War der Film immer als Nachfolger zu DESECRATION geplant oder gab es auch andere Projekte?</p>
<p>Dante Tomaselli: Es fühlte sich einfach richtig an, den Film zu machen. Geplant war da nichts. Ich schätze, ich war mit der Welt, die ich in DESECRATION erschaffen hatte, noch nicht fertig. Die beiden Filme gehören zusammen. Zudem spielt Danny Lopes dieselbe Figur in beiden Filmen. Er ist eine Reise durch die Hallen der Hölle.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/01.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4356" title="0" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/01-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Frage: HORROR definiert sich ebenso wie DESECRATION weniger über die Story, als vielmehr über die Atmosphäre. Der Film ist wie ein wahrgewordener Albtraum. Was inspirierte Dich dazu?</p>
<p>Dante Tomaselli: Meine eigenen Albträume. HORROR ist das Entfernen von Schichten von Schmerz und tief verborgener Schuld, bis das Unbewusste freigelegt ist. Der Film spricht in Traumsprache. Er ist Teil dieser alternativen Landschaft, die ich immer wieder besuche. Die Stimmung, die Texturen, die Gefühle – all das ist wie eine außerkörperliche Erfahrung.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/02.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4357" title="0" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/02-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Frage: Reverend Salo wird vom Amazing Kreskin gespielt. Ich hörte, dass Du zuerst einen anderen Schauspieler nutzen wolltest, aber Kreskins Management sich an Dich wandte? Wie kam das zustande?</p>
<p>Dante Tomaselli: Das war ungewöhnlich, ja. Und kam praktisch aus dem Nichts. Sein Manager sah wohl die Casting-Anzeige im „Backstage Magazine“. Ich suchte nach einem Mann, der einen dämonischen Großvater mit hypnotischen Kräften spielen könnte und hatte mich schon fast für einen Schauspieler entschieden – einen Mann, der verkrüppelt war, aber mich an einen Zauberer erinnerte –, als Kreskin zu mir kam. Ich gab ihm die Rolle ohne zu zögern.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/prod_kreskin1.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4358" title="prod_kreskin1" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/prod_kreskin1-204x300.jpg" alt="" width="204" height="300" /></a>Frage: Hat er Dich mal hypnotisiert?</p>
<p>Dante Tomaselli: Nein, das habe ich ihm nicht erlaubt. Aber er hat andere Leute auf dem Set hypnotisiert. Er ließ sie sich auf seinen Befehl hin zu Boden stürzen. Und er zog einige Mind Tricks ab. So ließ er Leute eine Zahl auf ein Stück Papier schreiben und in die Hosentasche stecken. Danach forderte er sie auf, an die Zahl zu denken und er sagte, welche Zahl es war. Er lag immer richtig. Es war richtig unheimlich.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/danteandkreskin.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4359" title="danteandkreskin" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/danteandkreskin-300x196.jpg" alt="" width="300" height="196" /></a>Frage: Glaubst Du, dass der Amazing Kreskin echte übernatürliche Fähigkeiten besitzt?</p>
<p>Dante Tomaselli: Was die Macht der Hypnose, aber auch den Mentalismus betrifft … ja, auf jeden Fall.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/untitled2.bmp"><img class="aligncenter size-full wp-image-4360" title="untitled2" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/untitled2.bmp" alt="" /></a>Frage: Felissa Rose, die Jahre zuvor in SLEEPAWAY CAMP gespielt hatte, ist in einer kleinen Rolle im Film zu sehen. Wie kam es dazu?</p>
<p>Dante Tomaselli: Sie sandte mir ihren Lebenslauf und ein aktuelles Foto und wollte für den Film vorsprechen. Ich bin froh, dass sie es getan hat.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/FelissaRose.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-4361" title="FelissaRose" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/FelissaRose.jpg" alt="" width="200" height="153" /></a>Frage: Viele Menschen sind von Deinen Filmen verwirrt und machen sie nieder. Zu Recht?</p>
<p>Dante Tomaselli: Wenn Du mit „Menschen“ die Gestalten auf der IMDb meinst, dann würde ich die nicht als real ansehen. Das sind Täuscher, die ihre Propaganda verbreiten. Die meisten Kritiken echter Journalisten sind polarisierend, klar, aber im Großen und Ganzen positiv. Bei Rotten Tomatoes, aber auch bei den Variety-Besprechungen kann man das gut sehen. Auf die IMDb sollte man nichts geben, wenn es um mich und meine Filme geht. Diese Seite ist der Albtraum jedes Indie-Horrorfilmemachers. Es ist nur schade, dass die Öffentlichkeit nicht weiß, was dort hinter den Kulissen abgeht. Es ist die reinste Schlangengrube. Sicher, manche Leute machen meine Filme nieder, weil sie sie wirklich nicht mögen. Das verstehe ich schon. Andere Menschen, andere Meinungen. Aber man sollte wissen, dass es schon einige Internet-Kriege gab, die gegen mich geführt wurden – und sie beginnen immer in den Foren der IMDb. Die Seite ist mit Propaganda gegen mich und meine Filme bis zum Bersten angefüllt.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/IMG_1958.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4363" title="IMG_1958" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/IMG_1958-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a>Frage: Ich mag die Atmosphäre in Deinen Filmen. Sie sind seltsam, zeigen uns aber Dinge, die wir so noch nie gesehen haben. Sie leben auch stark von Symbolismus. Interessiert Dich das auf einem persönlichen Level bzw. schätzt Du Ambivalenz?</p>
<p>Dante Tomaselli: Danke. Meine Filme sind zumindest anders. Ich könnte keinen Film über Anwälte, die eine Liebesbeziehung eingehen, oder so etwas in der Art machen. Das interessiert mich nicht. Ich bin hier für den halluzinogenen Horror. Dafür stehe ich. Alles, was ich mache, kommt aus mir selbst, meinen Albträumen, meinen Ängsten. Das kann ich gar nicht ändern. Es ist nicht kontrollierbar, einfach unterbewusst. Wäre ich kein Filmemacher, wäre ich ein Parapsychologe oder Geisterjäger. Ich beziehe mich auf meine persönlichen Albträume und versuche, die übernatürliche Erfahrung erfühlbar zu machen. Es ist so, als wäre ich eine Mixtur aus einer Hexe, die schwarzmagische Mittel zubereitet, und einem jungen Mann, der dringend Therapie und psychologische Hilfe braucht.  Symbolismus ist für mich sehr wichtig. Und dann auch wieder nicht. Es hängt davon ab, was der Zuschauer mitbringt. Ich erschaffe nur eine Stimmung. Horror und Surrealismus sind zwei Seiten derselben Medaille. Ich will Farben schmecken und Töne berühren.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/satans-playground_photo-picture-gallery-1_640x480.jpeg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4364" title="satans-playground_photo-picture-gallery-1_640x480" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/satans-playground_photo-picture-gallery-1_640x480-213x300.jpg" alt="" width="213" height="300" /></a>Frage: Zwischen HORROR und SATAN’S PLAYGROUND sind drei Jahre vergangen. Gab es irgendein Projekt, das du dazwischen angehen wolltest?</p>
<p>Dante Tomaselli: Ich brauchte tatsächlich drei Jahre, um SATAN’S PLAYGROUND zu machen. Das ist fast wie ein Vollzeitjob. Bei diesen Independent-Filmen muss man viel Energie mitbringen und den Film praktisch zwingen, real zu werden.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/3799039303_3fb915aa6f.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4365" title="3799039303_3fb915aa6f" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/3799039303_3fb915aa6f-300x186.jpg" alt="" width="300" height="186" /></a>Frage: Als jemand, der in New Jersey aufwuchs, stellt sich die Frage, ob Du jemals etwas mit dem Jersey Devil machen wolltest.</p>
<p>Dante Tomaselli: Ich erinnere mich, dass ich meine Sommer immer am Jersey Shore nahe den Pine Barrens verbrachte. Man musste durch die Pine Barrens, um nach Hause zu kommen. Eines Abends war ich auf der Terrase unseres Strandhauses und ich hatte ein Flugblatt, auf dem eine Zeichnung des Jersey Devils zu sehen war. Sie war ziemlich gut, ziemlich erschreckend. Ich war damals wohl so zehn Jahre alt und ich erinnere mich, wie ich mir vorstellte, dass dieses Gesicht mich verfolgt. Es löste eine irrationale Angst aus und bescherte mir eine schlaflose Nacht. Da wusste ich, dass ich mal einen Film über den Jersey Devil machen wollen würde. Ich wusste sofort, dass ich Horrorfilme inszenieren wollte. Und mir war klar, dass diese Kreatur in meine Zukunft gehörte.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/sEll_Dan333.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4366" title="sEll_Dan333" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/sEll_Dan333-253x300.jpg" alt="" width="253" height="300" /></a>Frage: Im Film sind ein paar Horrorstars wie Ellen Sandweiss zu sehen, die in TANZ DER TEUFEL dabei war. Wie kam es dazu?</p>
<p>Dante Tomaselli: Ich kontaktierte Ellen zuerst per Mail, dann auch per Telefon. Wir trafen uns ein paar Monate vor Drehstart von SATAN’S PLAYGROUND. Sie ist eine tolle, warmherzige Frau. Ich mag ihre Darstellung in TANZ DER TEUFEL sehr gern. Es war mir eine Ehre, mit ihr zusammenzuarbeiten. Zudem TANZ DER TEUFEL einer meiner liebsten Filme ist. Ellen hatte damals ein paar Familienprobleme und die Rolle einer kurz zuvor geschiedenen Frau, die ein neues Leben beginnt, sprach sie an. Bis heute sind wir sehr gute Freunde.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/98f2.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4367" title="98f2" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/98f2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Frage: Hast du Felissa Rose und Edwin Neal aus TEXAS CHAINSAW MASSACRE angeheuert, um den Film leichter vermarkten zu können?</p>
<p>Dante Tomaselli: Nein, ich denke eigentlich nie ans Marketing. Es war auch kein Gimmick. Für mich war es einfach eine große Freude, ein paar Schauspieler, die mich in meiner Kindheit beeindruckten, zu meinem Film zu holen.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/011.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4368" title="01" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/011-204x300.jpg" alt="" width="204" height="300" /></a>Frage: Der Film ist stringenter und ein wenig mehr dem Mainstream zugeneigt. Eine bewusste Entscheidung?</p>
<p>Dante Tomaselli: Ja, SATAN’S PLAYGROUND sollte mehr zu einem Popcorn-Film werden, auch wenn er eigenartig ist. Anchor Bay hat ihn 2006 vertrieben. Der Film hat meine bisherigen Fans in zwei Lager gespalten. Aber dies ist auch der Film, der mich in die großen Ladenketten brachte und etwas bekannter machte.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/satanspl-15.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4369" title="satanspl-15" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/satanspl-15-300x147.jpg" alt="" width="300" height="147" /></a>Frage: Hat der Film wirklich eine Million Dollar und damit viermal so viel wie HORROR gekostet?</p>
<p>Dante Tomaselli: Nein, das stimmt nicht. SATAN’S PLAYGROUND kostete unter 500.000 Dollar, eher um die 350.000. Das Budget war ähnlich dem von HORROR.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/b5827547223e044275fe41395e95394d.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4370" title="b5827547223e044275fe41395e95394d" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/b5827547223e044275fe41395e95394d-194x300.jpg" alt="" width="194" height="300" /></a>Frage: Danach wolltest du THE OCEAN machen. Das Skript wurde zusammen mit Michael Gingold geschrieben. Der Film kam nicht, was ist passiert?</p>
<p>Dante Tomaselli: Ja, er ist aufgeschoben. Die Produzenten und ich waren nicht in der Lage, das anvisierte Budget von zwei Millionen Dollar zusammenzubekommen. Darum entschied ich mich, erst einen anderen, kostengünstigeren Film zu machen. Mike und ich kennen uns schon seit Jahren. Er arbeitet für „Fangoria“ und hat von Anfang an über meine Filme berichtet. Ich erinnere mich noch gut daran, wie Steve Puchalski mich anlässlich des DVD-Starts von DESECRATION interviewte. Ich war so nervös und aufgeregt. Für mich war das, als würde ich mit dem „Time Magazine“ oder „Newsweek“ sprechen. „Fangoria“ habe ich schon immer geliebt. Und dort lernte ich auch Mike kennen, der einer der smartesten und nettesten Menschen ist, die ich jemals kennen gelernt habe. Er ist die Stimme der Vernunft in meinem Schaffen. Und er war es auch, der das Skript von THE OCEAN zu mir brachte.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/chamber.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4371" title="chamber" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/chamber-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a>Frage: Du arbeitest gerade an TORTURE CHAMBER. Worum geht’s?</p>
<p>Dante Tomaselli: Das ist ein Horrorschocker um einen von einem Dämon besessenen 13 Jahre alten Jungen, der aus einer Anstalt entflieht und eine alte verlassene Festung endeckt. Er geht hin und findet einen Weg hinunter zur Folterkammer.</p>
<p>Dieser Film wird ein echter Angstmacher werden. Er ist von DER EXORZIST und meinen eigenen Albträumen inspiriert. Die Leichtigkeit meiner früheren Filme wird man hier nicht finden. Außerdem möchte ich, dass er rasant erzählt und sehr grimmig ist. Es gab schon lange keinen ernsthaften unabhängigen Horrorfilm mehr. Der Dämon im Film ist Baalberith. Er versucht seinen Wirt, sich der Blasphemie hinzugeben und zu morden. Wenn alles gut geht, drehe ich den Film als nächstes.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/TortureChamber.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4372" title="TortureChamber" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/TortureChamber-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Frage: Über die Jahre wurde Dein Name mit verschiedenen Remakes in Zusammenhang gebracht. Was ist passiert?</p>
<p>Dante Tomaselli: Du meinst sicherlich TANZ DER TEUFEL und HALLOWEEN. Daraus wurde einfach nichts und vermutlich ist das auch besser so. Ich habe gesehen, wie es anderen Regisseuren ergeht, wenn sie sich auf so etwas einlasen. Es ist schwierig und frisst die Seele auf. Die Leute sagen automatisch, dass man bei einem Klassiker Leichenfledderei begeht. Und irgendwo stimmt das aus. Damit kann man nur schwer leben. Ich habe aber tatsächlich vor, ein Remake zu machen, und zwar ALICE, SWEET ALICE meines Cousins Alfred Sole. Aber das sollte anders sein. Wir sind durch Blut verbunden, der Staffelstab wird weitergegeben. Naja, oder das Messer…</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/85860.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4373" title="85860" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/85860-300x177.jpg" alt="" width="300" height="177" /></a>Frage: Hast Du schon mal darüber nachgedacht, zu einem Deiner Filme ein Sequel zu machen?</p>
<p>Dante Tomaselli: HORROR 2? Keine Chance. TORTURE CHAMBER wäre möglich. Der hat eine Geschichte, die sich für ein Sequel anbietet. Es gibt ja auch gute Sequels.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/tc2.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4374" title="tc2" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/tc2-300x231.jpg" alt="" width="300" height="231" /></a>Frage: Was hältst Du von Remakes oder dem Torture Porn-Trend?</p>
<p>Dante Tomaselli: Es gibt eine Menge guter Remakes, z.B. John Carpenters DAS DING oder David Cronenbergs DIE FLIEGE oder auch den neuen THE HILLS HAVE EYES. Ich bin also nicht per se gegen Remakes, aber heutzutage ist das etwas außer Kontrolle geraten. Ich meine, brauchen wir wirklich Remakes zu PSYCHO oder THE FOG? Ich liebe Horrorfilme – das komplette Spektrum, aber diese Filme müssen eine Seele haben. Seelenlose Remakes wie THE HAUNTING will ich nicht sehen.</p>
<p>Torture Porn mag ich auch nicht. Klar, der Titel von TORTURE CHAMBER legt nahe, dass es ein solcher Film ist, aber das ist er nicht. Es gibt natürlich Folterszenen, aber meine Filme sind keine Zelebration des Bösen. Sie haben Gefühl und leben von echter Angst vor der Gewalt.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/TortureChamberPoster2.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4375" title="TortureChamberPoster2" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/01/TortureChamberPoster2-201x300.jpg" alt="" width="201" height="300" /></a>Frage: Was würdest Du für einen Film machen, wenn Du Carte Blanche hättest?</p>
<p>Dante Tomaselli: Ich würde gerne einen Katastrophenfilm machen, der zum Horrorfilm wird. Das ist in Grundzügen das, was THE OCEAN ist. Du kannst aber sicher sein, dass all meine zukünftigen Filme einen Horroreinschlag haben werden. Ich weiß nicht, ob mich das von anderen Regisseuren abhebt, aber ich denke, dass es so viel gibt, das man in diesem Genre erforschen kann. Ich möchte keine romantischen Komödien machen. Hier liegt meine Passion. Ich bin ein Horrorfan. Um auf die Frage zurückzukommen. Ich bräuchte sehr viel mehr Geld, um ihn zu machen, aber ich würde gerne einen Horrorfilm im Weltall machen, inklusive ausladender Sets. Es gibt viele Weltraumhorrorfilme, aber ich hab das Gefühl, dass ich etwas in mir trage, das die Welt in dieser Beziehung noch nicht gesehen hat. Vielleicht erhalte ich dazu eines Tages die Gelegenheit. Hauptsächlich möchte ich aber weiterhin halluzinatorische Horrorfilme machen.</p>
<p>Frage: Möchtest Du noch etwas hinzufügen, das ich zu fragen vergessen habe?</p>
<p>Dante Tomaselli: Ich bin kein Satanist, ich bin ein Supernaturalist.</p>
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		<title>Sie jagen die gefährlichste Kreatur auf Erden</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Dec 2010 23:13:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Rare Exports]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Es waren zwei Kurzfilme, die dafür sorgten, dass die Finanzierung für RARE EXPORTS gesichert werden konnte. Ich habe zuerst den Film und dann die Kurzfilme gesehen. Die Enthüllung, was es mit RARE EXPORTS auf sich hat, war mir dementsprechend nicht &#8230; <a href="http://www.six-shooter.de/2010/12/sie-jagen-die-gefahrlichste-kreatur-auf-erden/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es waren zwei Kurzfilme, die dafür sorgten, dass die Finanzierung für RARE EXPORTS gesichert werden konnte. Ich habe zuerst den Film und dann die Kurzfilme gesehen. Die Enthüllung, was es mit RARE EXPORTS auf sich hat, war mir dementsprechend nicht bekannt, hat aber auch meine Meinung zum Film beeinflußt, da sich dieser &#8211; so gut er auch gemacht ist &#8211; anfühlt, als ob man 80 Minuten auf die Pointe warten muss. Als Weihnachtsfilm aber nett, da er wenigstens keine kitschige Familienunterhaltung ist. Die Kurzfilme sind aber besser.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/2010/12/sie-jagen-die-gefahrlichste-kreatur-auf-erden/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/2010/12/sie-jagen-die-gefahrlichste-kreatur-auf-erden/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
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		<title>Was ist schon ein Geist?</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 23:14:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Cronos]]></category>
		<category><![CDATA[Guillermo del Toro]]></category>
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		<category><![CDATA[Mimic]]></category>
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		<description><![CDATA[Guillermo del Toro ist ein Regisseur, der einen ganz eigenen Stil pflegt. Man mag seine Filme mögen oder auch nicht, aber man erkennt immer, dass sie sein Werk sind. Eines der Highlights in del Toros Oeuvre ist THE DEVIL&#8217;S BACKBONE. &#8230; <a href="http://www.six-shooter.de/2010/11/was-ist-schon-ein-geist/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Guillermo del Toro ist ein Regisseur, der einen ganz eigenen Stil pflegt. Man mag seine Filme mögen oder auch nicht, aber man erkennt immer, dass sie sein Werk sind. Eines der Highlights in del Toros Oeuvre ist THE DEVIL&#8217;S BACKBONE. Del Toro schrieb das Drehbuch Anfang der 90er Jahre, als er die Filmschule abschloss. Damals wollte er diese Geistergeschichte zu seinem Debütfilm machen, doch er konnte keine Finanziers finden, weswegen er sich auf eine günstiger zu produzierende Geschichte wie CRONOS verlegen musste. CRONOS, eine eigenwillige und originelle Vision des Vampir-Mythos, wurde zu einem Achtungserfolg. Finanziell gesehen sollte es jedoch MIMIC, eine Auftragsarbeit sein, die es ihm ermöglichte, Finanziers für sein Traumprojekt zu finden. Während er bei MIMIC noch lernen musste, dass die Produktion eines Films in den USA für den Regisseur sehr viel restriktiver ist als in Mexiko, hielt er bei THE DEVIL&#8217;S BACKBONE alle Zügel in der Hand.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/11/DEVILS-BACKBONE-QD.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4062" title="DEVILS BACKBONE QD" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/11/DEVILS-BACKBONE-QD-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>War die Geschichte ursprünglich zu Zeiten der mexikanischen Revolution angesiedelt, so spielt sie nun im Spanien des Bürgerkriegs von 1936 bis 1939. Mit ein Grund hierfür ist, dass del Toro auf ein Drehbuch von Antonio Trashorras und David Muñoz aufmerksam geworden war. Da es Ähnlichkeiten zu seiner Geschichte gab, setzte sich das Trio daran, aus beiden Versionen eine Story zu machen – mit mehr als nur gutem Erfolg. Alles beginnt in einem Waisenhaus, das weit abseits des Kriegsgeschehens ist, doch die alltägliche Gewalt holt auch die Kinder dieses Heimes ein. Und zwar nicht erst, als der Geist eines verschwundenen Kindes unter ihnen wandelt, sondern vor allem durch den brutalen Aufpasser Jacinto, der schließlich Tod und Verwüstung mit sich bringt.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/11/devil-s-backbone-1.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4063" title="devil-s-backbone-1" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/11/devil-s-backbone-1-300x190.jpg" alt="" width="300" height="190" /></a>Del Toro hatte es sich zum Ziel gesetzt, mehr als nur eine Geistergeschichte zu erzählen. Wie schon bei CRONOS wollte er das Thema nehmen und etwas völlig Neues daraus gestalten. Dementsprechend ist der Aspekt mit dem Geist auch nur ein Teil des Films. Ein Teil, der zwar mit den menschlichen Tragödien in dem Waisenhaus in Verbindung steht, jedoch bei weitem nicht den ganzen Film bestimmt. Die geisterhafte Figur, die immer wieder auftaucht, hat Bedeutung, auch und vor allem in Hinblick auf das Ende, doch sind es letztlich die Menschen, für die del Toro sich interessiert. Nicht umsonst wirbt der Film mit dem Spruch: „Die Lebenden sind immer gefährlicher als die Toten.“</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/11/fg061005c.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4064" title="fg061005c" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/11/fg061005c-300x192.jpg" alt="" width="300" height="192" /></a>Der Regisseur hat eine wundervolle Besetzung um sich geschart und holt aus den vielen jungen Darstellern erstaunliche Leistungen heraus. Fernando Tielve, der den jungen Carlos, die Hauptfigur dieser Tragödie, spielt, gab hiermit gar sein Debüt und lieferte eine Darstellung ab, der selbst altgediente Mimen ihren Respekt zollen sollten. Del Toro hat mit THE DEVIL&#8217;S BACKBONE einen Film geschaffen, der sowohl nervenzerrender Spannungsfilm, als auch bewegendes Drama ist und darüber hinaus die Intelligenz seines Publikums nicht beleidigt, sondern fordert.</p>
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		<title>Schurkische stille Nacht</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Nov 2010 23:02:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Chucky]]></category>
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		<description><![CDATA[Darth Vader, Freddy Krueger, Jason Voorhees, Chucky &#8211; eigentlich doch ganz nette Kerle. Zumindest an Weihnachten. Dies ist ein amüsanter Werbespot aus Spanien. Der Sprecher am Ende sagt: &#8220;Manche sind nur an Weihnachten gute Menschen &#8230; andere das ganze Jahr &#8230; <a href="http://www.six-shooter.de/2010/11/schurkische-stille-nacht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Darth Vader, Freddy Krueger, Jason Voorhees, Chucky &#8211; eigentlich doch ganz nette Kerle. Zumindest an Weihnachten.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/2010/11/schurkische-stille-nacht/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Dies ist ein amüsanter Werbespot aus Spanien. Der Sprecher am Ende sagt:  &#8220;Manche sind nur an Weihnachten gute Menschen &#8230; andere das ganze Jahr  hinüber. Direct TV. Es ist besser.&#8221;</p>
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		<title>Ein Mindfuck: Someone&#8217;s knocking at the Door</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Nov 2010 23:06:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Someone's knocking at the Door]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt zu viele Horrorfilme, die nur entstehen, weil sie leicht zu vermarkten sind. Jedes Untalent, das ein paar Freunde und eine Kamera hat, hält sich heutzutage für einen Filmemacher. Das Ergebnis sind zumeist Rip-offs altbekannter Stoffe. SOMEONE&#8217;S KNOCKING AT &#8230; <a href="http://www.six-shooter.de/2010/11/ein-mindfuck-someones-knocking-at-the-door/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt zu viele Horrorfilme, die nur entstehen, weil sie leicht zu vermarkten sind. Jedes Untalent, das ein paar Freunde und eine Kamera hat, hält sich heutzutage für einen Filmemacher. Das Ergebnis sind zumeist Rip-offs altbekannter Stoffe. SOMEONE&#8217;S KNOCKING AT THE DOOR ist da anders. Er ist psychologisch begründeter Horror, ein langsamer Abstieg in den Wahnsinn, visuell wie akustisch bemerkenswert. Was er nicht ist, ist &#8220;der schmutzigste Film des 21. Jahrhunderts&#8221; zu sein, wie es das Cover anpreist. Nein, dies ist Horror, der sich im Kopf abspielt.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/10/00035272_3D-Someones-knocking-at-the-Door-v2.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3986" title="00035272_3D-Someones-knocking-at-the-Door-v2" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/10/00035272_3D-Someones-knocking-at-the-Door-v2-210x300.jpg" alt="" width="210" height="300" /></a></p>
<div>
<p>Die Handlung kann man knapp so zusammenfassen: Sechs Medizin-Studenten nehmen experimentelle  bewusstseinserweiternde Drogen. Wenig später stirbt einer von ihnen &#8211; er wurde zu Tode vergewaltigt. Die Täter, so scheint es, sind ein Killerpärchen, die Hoppers -  Soziopathen, die in den 70er Jahren aktiv waren. Doch wie können die Hoppers 40 Jahre später ihr Unwesen treiben? Oder ist alles nur Halluzination? Nur ein schlechter Trip?</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/10/00028373_A057_C001_091481_1157.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3987" title="00028373_A057_C001_091481_1157" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/10/00028373_A057_C001_091481_1157-300x150.jpg" alt="" width="300" height="150" /></a>Der Film gibt keine einfachen Antworten, er geht visuell, akustisch, narrativ Experimente ein und bricht mit Sehgewohnheiten. SOMEONE&#8217;S KNOCKING AT THE DOOR ist ein Film, der keine einfache Geschichte erzählen will. Vielmehr betritt er die abnormen Sphären eines David Lynch, bleibt unvorhersehbar und damit aufregend und faszinierend zugleich. Das Ergebnis ist kein leicht zu goutierender Film, sondern Horror, dem das gelingt, was dem Genre viel zu selten erfolgreich gelingt: Im Kopf des Zuschauers nachzuwirken.</p>
</div>
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		<title>Reykjavik Whale Watching Massacre</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Oct 2010 22:04:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gunnar Hansen]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Nae]]></category>
		<category><![CDATA[Reykjavik Whale Watching Massacre]]></category>
		<category><![CDATA[Texas Chainsaw Massacre]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin nicht sicher, was in REYKJAVIK WHALE WATCHING MASSACRE als Komödie geplant war oder was unfreiwilligen Humor darstellt. Eines ist aber sicher: Obschon der Film nicht besonders spannend ist, ist er eine der irrsten und abgedrehtesten Varianten von TEXAS &#8230; <a href="http://www.six-shooter.de/2010/10/reykjavik-whale-watching-massacre/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin nicht sicher, was in REYKJAVIK WHALE WATCHING MASSACRE als Komödie geplant war oder was unfreiwilligen Humor darstellt. Eines ist aber sicher: Obschon der Film nicht besonders spannend ist, ist er eine der irrsten und abgedrehtesten Varianten von TEXAS CHAINSAW MASSACRE, die man sich nur vorstellen kann.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/10/00034920_1935.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3863" title="00034920_1935" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/10/00034920_1935-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a></p>
<p>Die Story: Eine Gruppe von Touristen trifft sich auf einem ehemaligen  Walfängerschiff zum Whale-Watching in Island. Als durch einen schrägen  Unfall der Kapitän ihres Schiffes tödlich verwundet wird und der Erste  Offizier mit dem Rettungsboot abhaut, sieht sich die kleine  Touristengruppe gezwungen, Rettung auf einem vorbeikommenden  Walfängerboot zu suchen, doch dessen Besatzung ist eine Familie von ehemaligen Walfängern, deren Jagdinstinkt nie erloschen ist. Whale-Watching steht nun  nicht mehr auf der Tagesordnung, vielmehr werden die Touristen zum  Spielball der Psychopathenfamilie und findet sich bald unterwegs auf  einem Meer aus Blut.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/10/whale.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3864" title="whale" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/10/whale-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a></p>
<p>Das Hinderwäldlertum agiert nun auf einem alten rostigen Schiff. Gut für die Psychopathen, denn von einem Schiff lässt es sich deutlich schwerer fliehen als irgendwo in der Mitte von Nirgendwo. Mit Erklärungen, warum und wieso die Mordsfamilie Touristen abschlachtet, hält sich der Film nicht lange auf. Vielmehr ist er daran interessiert, bei seiner Figurenzeichnung einen Salto nach dem anderen zu schlagen. REYKJAVIK WHALE WATCHING MASSACRE etabliert eine Welt, in der der Mensch von Grundauf verkommen ist, in der das Böse in uns immer triumphiert. Beispiel gefällig? Eine Frau, die zuerst sympathisch gezeichnet und von Leon gerettet wird, ist plötzlich unglaublich kaltherzig und brutal, als sie erfährt, dass er homosexuell ist. Die größten WTF-Momente bietet jedoch Nae als Endo, denn die unscheinbare japanische Assistentin entwickelt einen irren Überlebenswillen und lässt dafür jeden über die Klinge springen. Die eigene Haut kommt zuerst. Auch wenn man dafür japanische Frauen mittleren Alters in lebende Bomben umfunktionieren muss!</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/10/Reykjavik-Whale-Watching-Massacre_poster03.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3865" title="Reykjavik Whale Watching Massacre_poster03" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/10/Reykjavik-Whale-Watching-Massacre_poster03-231x300.jpg" alt="" width="231" height="300" /></a></p>
<p>Es gibt reihenweise Szenen, in denen sich bei vermeintlich guten &#8211; oder zumindest normalen &#8211; Menschen plötzlich Abgründe auftun. Und den wenigen, die wirklich gut sind, schenkt der Film am Ende einen ganz bitteren Schirlingsbecher ein. Der eine erlebt sein NIGHT OF THE LIVING DEAD-Ende (&#8220;Hallo, mein Name ist Ben.&#8221;), die andere findet sich mitten im Meer wieder. So fasziniert der Film vor allem durch die Charakterzeichnung. Man könnte sie inkonsistent nennen, man könnte aber auch sagen, dass hier das in jedem Menschen schlummernde Böse gezeigt wird, das sich dann am besten manifestiert, wenn es ums nackte Überleben geht. Am Ende übrigens setzt der Film noch richtig einen drauf, denn dann gibt&#8217;s auch noch einen Wal-Angriff!</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/10/Reykjavik_Whale_Watching_Massacre_3.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3866" title="Reykjavik_Whale_Watching_Massacre_3" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/10/Reykjavik_Whale_Watching_Massacre_3-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a></p>
<p>Die Synchronisation ist gut und wartet sogar mit ein paar bekannten Sprechern auf, darunter Denzel-Washington-Stammsprecher Leon Boden. Ein paar mal haut die Synchro aber nicht hin, nämlich dann, wenn eine der Figuren mit einem der Isländer spricht, der vorgibt, ihn nicht zu verstehen, aber das wirkt doch eher lächerlich, da beide Deutsch sprechen. Nun gut, darüber sieht man großzügig hinweg und erlebt dafür einen Horrorfilm, der erstaunlich überraschend ist. Ob gewollt komisch oder nicht, REYKJAVIK WHALE WATCHING MASSACRE ist eine frische Brise im vor sich hin moderndem Sub-Genre.</p>
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		<title>Interview: Daniel Stamm</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Sep 2010 22:01:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[A Necessary Death]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Stamm]]></category>
		<category><![CDATA[Der letzte Exorzismus]]></category>
		<category><![CDATA[Eli Roth]]></category>
		<category><![CDATA[Exorzist]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[The Last Exorcism]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe Daniel Stamm im Bayerischen Hof in München getroffen, wo er für Interviews zu seinem Film DER LETZTE EXORZISMUS zur Verfügung stand (und weit mehr Enthusiasmus als sein Kollege Eli Roth offenbarte). Für das Gespräch standen leider nur 15 &#8230; <a href="http://www.six-shooter.de/2010/10/interview-daniel-stamm/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe Daniel Stamm im Bayerischen Hof in München getroffen, wo er für Interviews zu seinem Film DER LETZTE EXORZISMUS zur Verfügung stand (und weit mehr Enthusiasmus als sein Kollege Eli Roth offenbarte). Für das Gespräch standen leider nur 15 Minuten Zeitfenster an. Schade, denn Stamm ist ein sehr intelligenter und angenehmer Gesprächspartner, der sicherlich noch weit mehr zu erzählen gehabt hätte.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/20379.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3724" title="20379" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/20379.jpg" alt="" width="250" height="250" /></a></p>
<p>Frage: Wie kommt ein Hamburger Jung in die USA und wird dort Regisseur?<br />
Daniel Stamm: Also ich hab in Ludwigsburg vier Jahre lang Drehbuch studiert. Und ich dachte mir: Eigentlich muss ich jetzt auch Regie studieren. Denn ich hab ja beim Schreiben der Geschichte diese in meinem Kopf schon inszeniert. Alles, was ich noch machen musste, war, das den Schauspielern und dem Kameramann zu erzählen. Ich bin also ans American Film Institute in Los Angeles und habe dort dann zweieinhalb Jahre Regie studiert. Nach dem Studium gibt es immer die Falle, dass Leute ganz lange nichts mehr drehen. Sondern die sitzen dann da und warten, dass ihnen jemand 20 Millionen für ihr Kostümdrama gibt, aber das passiert natürlich nie. Meine Freunde und ich sagten uns, wir müssen irgendwas drehen. Wir dürfen nicht in diese Falle rein tapsen. Egal was, wir nehmen uns eine Kamera und legen ohne Drehbuch los. Darum haben wir einen Film im dokumentarischen Stil gemacht, weil wir kein Geld hatten und weil man dafür kein Geld braucht.<br />
Und so haben wir drei Jahre lang A NECESSARY DEATH gedreht. Als der Film fertig war, hat er beim AFI-Festival einen Preis gewonnen. Und daraufhin haben die Produzenten von DER LETZTE EXORZISMUS den Film gesehen und gesagt: &#8220;Super, wir suchen gerade sowieso einen Pseudodokumentarfilmregisseur.&#8221; Sie riefen mich an und fragten: &#8220;Kannst du einen Horrorfilm machen?&#8221;<br />
Ich hatte noch nie einen Horrorfilm gemacht. Ich hatte keine Ahnung, ob ich einen Horrorfilm machen kann. Aber in Hollywood &#8211; das hatte ich inzwischen gelernt &#8211; immer &#8220;Ja, absolut&#8221; schreien, wenn dich jemand fragt, ob du was Bestimmtes kannst. Dann bin ich nach Hause gefahren und hab nachgedacht, ob ich einen Horrorfilm machen kann.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/necessary-death-trl-img.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3725" title="necessary-death-trl-img" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/necessary-death-trl-img-300x127.jpg" alt="" width="300" height="127" /></a></p>
<p>Frage: Es war also Zufall, dass ihr erster größerer Film ein Horrorfilm wurde?<br />
Daniel Stamm: Absolut. Ich war nie so genrebezogen. Ich will gute Geschichten erzählen. Und wenn die im Weltall spielt, dann ist es Science Fiction, und wenn die im Wilden Westen spielt, dann ist es ein Western.<br />
Ich finde Horror toll, weil das Genre eine sehr emotionale Sache ist, bei der man sehr mit cineastischen Mitteln arbeiten kann: Licht, Schatten, Konturen. Ich mache gerne einen Horrorfilm, wenn er eine gute Geschichte zu erzählen hat. Ich hätte jetzt nicht unbedingt Lust, einen Slasher-Film zu machen, wo einfach nur Leute abgemurkst werden. Wenn mir die Figuren nichts bedeuten, dann ist mir auch egal, ob die in Stücke geschnitten werden.</p>
<p>Frage: Ist der Arbeitsprozeß bei einer Pseudo-Dokumentation anders als bei einem Film?<br />
Daniel Stamm: Beim Drehen selber, gerade bei einer Geschichte, bei der es um die Charaktere geht, verlierst Du wegen Technischem keine Zeit. Du beleuchtest nicht vier Stunden und alle müssen warten. Wenn du bei einem normalen Film die Kamera für vier Minuten bei einem Zwölf-Stunden-Tag laufen lässt, ist das schon viel. Bei diesem Format hatten wir teilweise die Kamera acht Stunden lang laufen lassen, um jeden Moment, der irgendwie passiert, einzufangen. Und dadurch kannst du mit den Schauspielern ganz anders arbeiten, weil du eine Atmosphäre kreieren kannst, bei der es okay ist, zu experimentieren.</p>
<p>Frage: Eli Roth sagte, es wären 30 bis 40 Takes pro Szene gewesen?<br />
Daniel Stamm: Ja. Denn die Schauspieler legen sich beim Lesen des Drehbuchs im Kopf zurecht, wie sie die Szene spielen wollen. Das funktioniert bei normalen Filmen, aber bei unserem Format siehst du einfach, dass die spielen, was sie sich vorgenommen haben. Und das musst du erst mal runter brechen. Das dauert eine ganze Menge Takes bis die sagen &#8220;Ich hab jetzt alles versucht, was ich im Kopf hatte. Ich weiß nicht mehr weiter&#8221;. Ich weiß, wenn der Schauspieler nicht mehr weiterweiß, wird&#8217;s gut, weil er dann die Szene in dem Moment erlebt und nicht vorausgeplant hat. Ab Take 20 tritt etwas unheimlich Gutes ein: Erschöpfung. Der Schauspieler denkt: &#8220;Es hat 40 Grad im Schatten, ich hab die Szene jetzt 20-mal gespielt. Ich weiß nicht, was ich noch machen soll. Ich geb auf.&#8221; Dann wird&#8217;s gut. Denn diese Anspannung spürst du auf der Leinwand.  Ab Take 30 würde ich sagen, setzt Wut ein. Er denkt: &#8220;Ich hab wirklich alles versucht. Ich weiß nicht, was Du noch von mir willst. Ich will nach Hause.&#8221; Und dann werden die Takes richtig gut. Weil du diese Spannung auch absolut spürst.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/exorcism_3.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3726" title="exorcism_3" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/exorcism_3-227x300.jpg" alt="" width="227" height="300" /></a></p>
<p>Frage: Wurde dann auch viel improvisiert?<br />
Daniel Stamm: Wir haben schon das Drehbuch als Ausgangslage benutzt. Aber um zum emotionalen Kern zu kommen, haben wir ganz oft Sachen improvisiert. Wenn Sachen herausgekommen sind, die besser waren als im Drehbuch, haben wir umgeschrieben. Das kann man nur machen, wenn man die Zeit hat, mit den Schauspielern zu arbeiten.</p>
<p>Frage: Wie lange wurde der Film gedreht?<br />
Daniel Stamm: 24 Tage.</p>
<p>Frage: Das ist recht kurz, wenn man 30 bis 40 Takes pro Szene macht, oder?<br />
Daniel Stamm: Der Hauptteil beim Dreh geht ja nicht beim eigentlichen Drehen verloren, sondern bei der Vorbereitung. Aber da wir keine Scheinwerfer hatten und nichts aufbauen mussten, sondern Licht auf der Kamera hatten und loslegen konnten, haben wir Stunden gespart. Wir haben den genauen Drehplan eingehalten. Es war nicht so, dass wir ganze Szenen improvisiert hatten. Darum ging das.</p>
<p>Frage: Der Film ist sehr ambivalent, auch und besonders am Ende. Würdest Du sagen, dass in der Realität des Films Reverend Cotton wirklich auf einen echten Dämon gestoßen ist?<br />
Daniel Stamm: Also mir ist es wichtig, dass es offen bleibt. Mir war wichtig, dass wir diese beiden Kräfte auf den Weg bringen: Wissenschaft gegen Religion. Und der Twist ist natürlich, dass unser Hauptdarsteller, der eigentlich die Religion verkörpern sollte, die Wissenschaft verkörpert. Und der Vater die Religion. Dass wir beide ihr Argument vorbringen lassen. Und dass wir zeigen, dass es keinen Kompromiss gibt. Dass beides sich gegenseitig ausschließt. Und das ist die Tragödie. Denn die wollen beide das Gleiche: Das Mädchen retten. Die haben die besten Absichten, aber dadurch, dass es keinen Dialog zwischen den beiden gibt, wird es zur Tragödie. Und deswegen war es mir wichtig am Ende nicht zu zeigen ob Gott ihm zu Hilfe kommt oder nicht. Denn ich will keinen Film machen und so arrogant sein zu sagen, am Ende zeig ich dir, ob Gott existiert oder nicht.<br />
Es wäre irgendwie Verrat an der Geschichte gewesen, wenn alles erklärt werden würde. Das beleidigt die Intelligenz des Zuschauers. In den USA ist eine Riesendebatte zum Ende entstanden. Die Leute lieben oder hassen es. Aber in den USA hab ich das Gefühl, die bezahlen zehn Dollar und dafür schuldest du ihnen eine Antwort. Die kaufen eine Kinokarte und sagen: &#8220;Erklär mir was&#8221;. Da gibt es aber auch den umgekehrten Ansatz. Du bezahlst zehn Dollar, damit ich in dir eine Frage inspiriere, die du dann selber beantworten kannst.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/exo20.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3727" title="exo20" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/exo20-210x300.jpg" alt="" width="210" height="300" /></a></p>
<p>Frage: Was kann man als nächstes von Ihnen erwarten? Ein Sequel?<br />
Daniel Stamm: Ein Sequel nicht. Die Geschichte ist ziemlich erzählt. Ich hab ein neues Projekt, das ein psychologischer Thriller ist, aber nicht im Dokuformat. Einer meiner Lieblingsfilmemacher ist Produzent, aber ich darf noch nicht sagen, wer es ist.</p>
<p>Frage: Das Gerücht ist, es sei M. Night Shyamalan.<br />
Daniel Stamm: Lalalalalalalalalala. <em>(hält sich die Ohren zu)</em> Ich hab grad gestern einen bösen Anruf bekommen, weil ich nicht mit der Presse darüber sprechen darf.</p>
<p>Frage: Der Film kommt nächstes Jahr?<br />
Daniel Stamm: Genau.</p>
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		<title>Interview: Stefan Müller</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Sep 2010 22:03:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Independentfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Kroissenbrunner]]></category>
		<category><![CDATA[Moritz Thate]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Müller]]></category>
		<category><![CDATA[Tartarus]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich TARTARUS gesehen hab, stellte ich Regisseur Stefan Müller ein paar Fragen. Ohne weiteres Gelaber gehen wir gleich in medias res: Frage: Stefan, erzähl uns bitte ein bisschen über Dich. Stefan Müller: Das war eigentlich recht klassisch. Schon in &#8230; <a href="http://www.six-shooter.de/2010/09/interview-stefan-muller/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich TARTARUS gesehen hab, stellte ich Regisseur Stefan Müller ein paar Fragen. Ohne weiteres Gelaber gehen wir gleich in medias res:</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/1248.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3683" title="1248" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/1248-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a></p>
<p>Frage: Stefan, erzähl uns bitte ein bisschen über Dich.</p>
<p>Stefan Müller: Das war eigentlich recht klassisch. Schon in jungen Jahren hab ich mir den Familiencamcorder gegriffen der an sich dafür gedacht war meine Kindheit filmisch festzuhalten, du weißt schon Weihnachtsfest, Schikurse und erster Schultag, all diese großen Events eben:-)</p>
<p>Und mit dem Camcorder hab ich dann meine ersten filmischen Gehversuche gemacht. Angefangen hat es mit Lego- bis hin zu Stop-Motion-Filmchen mit JURASSIC PARK-Spielzeug und im Gymnasium ging’s dann weiter mit den ersten Realfilmen, in denen dann natürlich die Klassenkollegen herhalten mussten <img src='http://www.six-shooter.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und naja, es hat einfach bis heute nicht aufgehört und ähnlich wie bei Robert Rodriguez hat sich durch die langjährigen Arbeiten von Kindheit an einfach ein immenser Lernprozess und Erfahrungswert gebildet. Das war und ist halt die &#8220;Learning by doing&#8221;-Filmschule, und wenn man an der dranbleibt und irgendwie halt auch bedacht darauf ist Publikumstauglich zu erzählen, dann ist die Gold wert.</p>
<p>2002 war der Moment wo es ernsthafter geworden ist. Wir haben im Freundeskreis einen Filmverein gegründet, LOOM, und uns seither mit Dutzenden anderen Filmbegeisterten zusammengeschlossen. Dadurch hat sich mittlerweile auf der einen Seite ein wundervoller Freundeskreis und auf der anderen Seite ein sehr starkes und kreatives Netzwerk entwickelt, was es uns ermöglicht mit viel Leidenschaft und recht starker Manpower, relativ günstig Filme zu produzieren.<br />
Frage: Die Story ist von Martin Kroissenbrunner und Dir. War euch von Anfang an klar, dass ihr die Gefahr nicht zeigen, sondern mit Suggestion arbeiten wolltet? Oder war dies eine dem Budget geschuldete Entscheidung?</p>
<p>Stefan Müller: Der Martin und ich waren uns schon sehr früh bei der Entwicklung einig, dass wir das Monster und seine Taten sehr dezent und gezielt zeigen wollen. Eine große Inspiration für vieles im Film, aber besonders für die Momente wo sich das Vieh die Frauen im Wald holt, war Spielbergs DER WEISSE HAI. Dort wird der Hai im letzten Akt des Films großteils nur anhand von Fässern gezeigt die an ihm angebracht sind, um ihn an der Wasseroberfläche zu halten. Auch bei DER WEISSE HAI hat Spielberg sich das einfallen lassen müssen, weil der gebaute Hai für den Film gerade nicht funktioniert hat. Bei uns waren die Fässer sozusagen die Frauen. Aber wenn man darüber nachdenkt, ist es irgendwie lustig. Man hat einerseits nicht genug Geld, um das Monster rund um die Uhr in voller Pracht zu zeigen, aber andererseits sind die besten Monsterfilme ohnehin jene, die das nicht tun. Also macht man da als Künstler eigentlich überhaupt keinen Kompromiss.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/14537_170003431483_163061506483_2737946_6796752_n.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3684" title="14537_170003431483_163061506483_2737946_6796752_n" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/14537_170003431483_163061506483_2737946_6796752_n-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a></p>
<p>Frage: Wie groß war das Budget des Films?</p>
<p>Stefan Müller: € 30.000.</p>
<p>Frage: Wie lange habt ihr gedreht? Und wo?</p>
<p>Stefan Müller: Wir haben von Herbst 2007 bis Frühjahr 2008 auf mehrere Blocks verteilt gedreht. Alle Außen- und Innenmotive sind Originalschauplätze aus der Steiermark und dem Burgenland. Weil wir nicht die Mittel hatten uns historisch korrekte Dörfer und Gebäude bauen zu lassen sind wir dann direkt zu den Freilichtmuseen spaziert und haben die um Erlaubnis gefragt. Die meisten Außenaufnahmen der Häuser und sämtliche Innenaufnahmen sind also wirklich in musealen und zeitlich ziemlich akkuraten Gebäuden aufgenommen worden.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/14537_170173891483_163061506483_2739782_7352925_n.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3685" title="14537_170173891483_163061506483_2739782_7352925_n" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/14537_170173891483_163061506483_2739782_7352925_n-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a></p>
<p>Frage: Es gab Wetterumschwung, oder? Mir kam es vor, dass man nicht immer den Atem der Schauspieler sehen kann.</p>
<p>Stefan Müller: Kann leicht sein, dass man den Atem nicht immer sieht, aber ich versichere dir, dass uns allen meistens sehr, sehr kalt war.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/14537_170173911483_163061506483_2739785_3437_n.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3686" title="14537_170173911483_163061506483_2739785_3437_n" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/14537_170173911483_163061506483_2739785_3437_n-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a><br />
Frage: Wie lief das Casting? Kroissenbrunner spielt Veith Schartl selbst. Moritz Thate als Jakob ist aber auch sehr gut. Wie hast Du ihn gefunden; er ist ja Frankfurter.</p>
<p>Stefan Müller: Das Casting lief praktisch von selbst. Der Moritz hat in Graz seine Schauspielausbildung gemacht und im Sommer 2007 bei einem Kurzfilm mitgespielt, an dem ich auch mitgearbeitet habe. Dort hab ich ihn dann spielen sehen und daraufhin sofort für TARTARUS rekrutiert.</p>
<p>Der Martin war für mich irgendwie festgelegt. Je mehr wir an der Figur vom Veith getüftelt haben, desto logischer wirkte für mich der Gedanke, ihn das selbst spielen zu lassen. Und den Leopold Keber kenne ich schon ewig, der war praktisch von Anfang an für die Rolle des Dr. Kranzler vorgesehen und über ihn habe ich dann auch die Ines Gruber kennen gelernt, bei der ich ebenfalls nicht lange für die weibliche Hauptrolle überlegen musste.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/14537_170173916483_163061506483_2739786_4993009_n.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3687" title="14537_170173916483_163061506483_2739786_4993009_n" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/14537_170173916483_163061506483_2739786_4993009_n-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a><br />
Frage: War die Beleuchtung der schwierigste Aspekt beim Filmen? Bei einigen Nachtszenen (Jakob, nachdem sie den Köder verloren haben) sind Gesichter etwas stark ausgeleuchtet. Es sorgt für eine unnatürliche, aber vielleicht ganz passende Stimmung.</p>
<p>Stefan Müller: Der Look des Films sollte von Anfang an sehr düster und ein wenig abstrakt wirken. Martin Schneider, der Kameramann von TARTARUS, hat sich dafür entschieden den Film meist unnatürlich auszuleuchten und hauptsächlich mit hartem Licht zu arbeiten. Wir haben also einerseits Farben und Lichtquellen aus Bereichen, die da sonst nicht herkommen würden, vor allem in der Höhle, und zusätzlich kaum weiche oder absichtlich gebouncede Lichter verwendet. Dazu kommt dann in der Postproduktion noch ein &#8220;Bleach Bypass&#8221;-Look auf den gesamten Film, der noch zusätzlich den Kontrast, die Sättigung und den Belichtungsumfang verändert. Alles zusammen ergibt dann diesen „strangen“ Look.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/14537_171677956483_163061506483_2751339_1168163_n.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3688" title="14537_171677956483_163061506483_2751339_1168163_n" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/14537_171677956483_163061506483_2751339_1168163_n-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a></p>
<p>Frage: Wenn Du heute zurückdenkst, was blieb dir von der Produktion am Meisten im Gedächtnis haften? Eine Anekdote vielleicht?</p>
<p>Stefan Müller: Bei TARTARUS haben wir natürlich in der Vorproduktion begonnen, die ganzen Motive für den Film zu finden und natürlich auch eine dementsprechende Dreherlaubnis vom jeweiligen Eigentümer zu bekommen. Während der Dreharbeiten dann kommen an diesen Motiven, meist eben in Freilichtmuseen, auch oft Gruppenführungen mit Schaulustigen am Set vorbei. Das heißt man trifft sehr viele Leute, meist in der Altersklasse 50+, die einem alle letzten Endes dieselben Fragen stellen und halt auch mitunter vor allem die Frage: &#8220;Aha, TARTARUS, worum geht&#8217;s denn da?&#8221;</p>
<p>Und weil man halt echt nicht immer die Zeit und die Power hat jeder Person jedes Mal eine ausführliche und spannende Inhaltsangabe abzuliefern, ist es gut, wenn man einen klaren Satz hat, nach dem dann Ruhe ist. Und unser Satz war: &#8220;Da geht&#8217;s um &#8216;ne Alien-Invasion im 19. Jahrhundert.&#8221; Und für mich war das jedes Mal einfach nur großartig zu beobachten, wie die Leute reagieren, wenn sie diesen Satz serviert bekommen. Danach war nämlich wirklich Ruhe. Man bemerkt dann in ihren Gesichtern entweder ein gewisses Unverständnis, oft gepaart mit einem Hauch von Verzweiflung, oder sie finden es ganz, ganz toll dass wir sowas machen, obwohl sie ebenfalls keine Ahnung haben was sie gerade eben gehört haben. Ich wünschte ich hätte das auf Band, wäre sicher ein starker Trailer für den Film gewesen.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/14537_171680591483_163061506483_2751418_1772890_n.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3689" title="14537_171680591483_163061506483_2751418_1772890_n" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/14537_171680591483_163061506483_2751418_1772890_n-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a><br />
Frage: Die Musik von Matthias Erb ist ausgezeichnet. Sie ist groß und episch. Wie war die Zusammenarbeit? Hattest Du definitive Wünsche, die Du bei der Musik verwirklicht sehen wolltest oder hat Erb einfach drauf losgelegt?</p>
<p>Stefan Müller: Ich schätze den Matthias sehr, er hat einfach ein großartiges Gespür für gute Filmmusik. TARTARUS ist bereits unsere vierte Zusammenarbeit. Wir sind also schon so ein bisschen aufeinander eingespielt.</p>
<p>Und mittlerweile hat sich da vom Prozess her irgendwie schon eine kleine Routine entwickelt. Das heißt wir reden das erste Mal über alles, nachdem der Matthias das Buch gelesen hat. Bei diesem ersten Gespräch geht es dann einerseits um den Grundton des Films und wie viele unterschiedliche Themen zu entwickeln sind. In TARTARUS haben wir drei Hauptthemen, die Helden, die Bösen und das moderierende &#8220;Invasionsthema&#8221;, wie wir&#8217;s genannt haben. Dann geht’s weiter, wenn der Schnitt da ist.</p>
<p>Der Matthias schaut sich den Film an und hört dann bereits an gewissen Stellen des Films, bei denen ich genauere Vorstellungen habe, eingefügte Temp Tracks. Danach wird nochmal darüber gequatscht und dann verschwindet er in sein Kämmerchen und haut in die Tasten. Irgendwann spielt er mir dann die jeweilige Nummer vor und hat es dann meist auch voll getroffen, und wenn nicht ist er nie sehr weit entfernt.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/16450_208665276483_163061506483_2985345_6526714_n.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3690" title="16450_208665276483_163061506483_2985345_6526714_n" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/16450_208665276483_163061506483_2985345_6526714_n-300x125.jpg" alt="" width="300" height="125" /></a><br />
Frage: Die Entscheidung mit echten Dialekten zu arbeiten, ist einigermaßen kühn. Dachtest du darüber nach, auf hochdeutsch zu drehen, um die Chancen für eine deutsche Auswertung zu erhöhen?</p>
<p>Stefan Müller: Eigentlich nicht. Es war aber bei uns auch vom Drehbuch und der Geschichte her wichtig, dass der Jakob als Preuß natürlich anders spricht als der Rest in Pahlbach.</p>
<p>Frage: Was machst Du als nächstes?</p>
<p>Stefan Müller: Das ist noch nicht ganz gewiss, aber auf jeden Fall wieder etwas Phantastisches.</p>
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		<title>Interview: Eli Roth</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Sep 2010 00:14:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Stamm]]></category>
		<category><![CDATA[Der letzte Exorzismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Exorzist]]></category>
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		<description><![CDATA[In München ergab sich Dank Kinowelt die Gelegenheit, Eli Roth und Daniel Stamm, Produzent und Regisseur von DER LETZTE EXORZISMUS, zu treffen. Mein Interview mit Stamm ist in der aktuellen MOVIESTAR (EVT: 24.09.2010) zu finden, das Gespräch mit Eli Roth &#8230; <a href="http://www.six-shooter.de/2010/09/interview-eli-roth/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In München ergab sich Dank Kinowelt die Gelegenheit, Eli Roth und Daniel Stamm, Produzent und Regisseur von DER LETZTE EXORZISMUS, zu treffen. Mein Interview mit Stamm ist in der aktuellen MOVIESTAR (EVT: 24.09.2010) zu finden, das Gespräch mit Eli Roth gibt es gleich hier.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/eli_roth.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3667" title="eli_roth" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/eli_roth-223x300.jpg" alt="" width="223" height="300" /></a></p>
<p>F: Wie sind Sie zu DER LETZTE EXORZISMUS gekommen?</p>
<p>Eli Roth: Das Skript wurde mir von den Produzenten Eric Newman und Marc Abraham vorgestellt. Eric hatte die Idee einer Dokumentation über einen Exorzismus, der aus dem Ruder läuft. Er entwickelte diese Idee mit den Autoren, die ihn auch inszenieren sollten. Wir wandten uns an Studiocanal, das interessiert war, den Film zu finanzieren, solange man mit meinem Namen werben konnte.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/tt1320244_the_last_exorcism-405x600.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3668" title="tt1320244_the_last_exorcism-405x600" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/tt1320244_the_last_exorcism-405x600-202x300.jpg" alt="" width="202" height="300" /></a></p>
<p>F: Haben Sie jemals überlegt, den Film selbst zu inszenieren?</p>
<p>Eli Roth: Eigentlich sollten die Autoren die Regie übernehmen, doch sie hatten einen anderen Film geschrieben, für den sie grünes Licht bekamen und den sie dann angehen mussten. Ich dachte also, das ist nun mein großer Test als Produzent. Ich meine, wenn ich wirklich ein Produzent sein will, dann kannich nicht immer die Versicherungspolice sein, wenn wir einen Regisseur verlieren.</p>
<p>Wir suchten also nach jemanden, der für die Aufgabe geeignet war.  Wir stießen auf Daniels Film A NECESSARY DEATH, den er mit 2.000 Dollar im Verlauf von drei Jahren gedreht hatte. Der Film ist hervorragend, toll inszeniert, ungemein smart, großartig gespielt.</p>
<p>Der Film wurde schon vorab in verschiedene Territorien wie Südkorea und Italien verkauft. Und alles, was die Käufer interessiert, ist, dass es ein Eli-Roth-Präsentiert-Film ist. Wir sammelten also zwei Millionen Dollar ein und drehten den Film mit 1,5 Millionen Dollar.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/00028279_DerLetzteExorzismus_002.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3669" title="00028279_DerLetzteExorzismus_002" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/00028279_DerLetzteExorzismus_002-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p>F: Ich war besonders von Patrick Fabian beeindruckt.</p>
<p>Eli Roth: Er ist großartig. Daniel treibt diese Leute an. Er macht 20, 30, 40 Takes, falls notwendig. Dabei ist er gnadenlos. Und die Schauspieler lieben das. Sie lieben es, wenn man sie bis an ihre Grenzen treibt. Man muss sich das vorstellen: Es war brütend heiß, es gab keine Klimaanlage, alles wirkte so real. Das spricht auch das Publikum an. Der Film hat am Eröffnungswochenende mehr als 20 Millionen Dollar gemacht. Grandios. Das ist ein größeres erstes Wochenende als bei HOSTEL.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/00028279_DerLetzteExorzismus_004.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3670" title="00028279_DerLetzteExorzismus_004" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/00028279_DerLetzteExorzismus_004-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p><em>Hinweis: Die nächsten Fragen befassen sich mit dem Ende des Films. Wer jeden Spoiler vermeiden will, liest am besten nach dem nächsten Bild weiter.</em></p>
<p>F: Finden Sie, dass der Film zum Ende hin zu viele Fragen offen lässt? Denken Sie, zu viel wurde am Ende unbeantwortet gelassen?</p>
<p>Eli Roth: Die Geschichte ist vorüber. Es liegt nicht an uns, Antworten zu geben und zu sagen, ob Gott oder der Satan real sind. Wenn man sich den Film ein zweites Mal ansieht, bemerkt man all die Hinweise, die es gibt. Der Film handelt eigentlich von Cottons Glaube. Er hat an jedem Punkt des Films versagt. Er verliert bei der Produktion der Dokumentation langsam die Kontrolle.</p>
<p>Denn weil er nicht an Gott glaubt, glaubt er auch nicht an den Teufel. Er kann einfach nicht daran glauben. Am Ende findet er Gott, er stellt sich dem Bösen und er will Nell retten. Aber das Problem ist, dass dies nicht wirklich echter Glaube ist. Es ist für jeden von uns leicht, an Gott zu glauben, wenn der Teufel direkt vor uns steht. Wahrer Glaube ist jedoch, an Gott zu glauben, bevor sich der Teufel zeigt. Und diesen Glauben hat Cotton nie gehabt.</p>
<p>F: Wie interpretieren Sie das Ende?</p>
<p>Eli Roth: Die kleine Kreatur wird ins Feuer geworfen, das zu monströser Größe anwächst. Das ist meiner Meinung nach ziemlich klar.</p>
<p>F: Es könnte alles ein Trick sein, um Cotton zu täuschen.</p>
<p>Eli Roth: Das könnte sein. Aber ich denke, im Film sieht man das wahre Böse. Und es gibt Cotton die Kraft, zu Gott zu finden und gegen es zu kämpfen. Ob Gott ihm dabei hilft, weiß ich nicht. Aber: Die Frage ist, wer steckt hinter all dem? Der Kult hätte es getan, um zu beweisen, dass Dämonen real sind. Die Kirche hätte es getan, um die Menschen dazu zu bringen, an Gott zu glauben. Und Cotton hätte es getan, um sich Geld für Exorzismen erschleichen zu können. Jeder hat eine andere Motivation. Es könnte Gott sein, es könnte der Teufel sein, oder aber es könnte etwas ganz anderes sein. Das Ende bringt einen dazu, darüber nachzudenken. Und das ist es, was es für mich interessant macht. Aber für mich ist ziemlich klar, dass Nell die ganze Zeit wirklich von Abalom besessen war.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/Last-Exorcism.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3672" title="Last Exorcism" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/Last-Exorcism-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></p>
<p>F: Angesichts des Erfolgs des Films ist ein Sequel recht sicher, oder? Gibt es schon Ideen dazu?</p>
<p>Eli Roth: Wir haben nie an ein Sequel gedacht. Wir haben uns immer nur auf diesen Film konzentriert. Bevor wir ein Sequel machen, würden wir lieber ein anderes Projekt angehen. Ich sehe es hier so wie bei DER EXORZIST. Es gibt nur einen.</p>
<p>F: Von dem immerhin drei Sequels/Prequels produziert wurden.</p>
<p>Eli Roth: Grauenhafte Filme.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/last-exorcism-ending-spoilers.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3673" title="last-exorcism-ending-spoilers" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/last-exorcism-ending-spoilers-300x198.jpg" alt="" width="300" height="198" /></a></p>
<p>F: Anderes Thema: Werden Sie bald wieder mal einen Film inszenieren?</p>
<p>Eli Roth: Ja, das möchte ich schon. Nach HOSTEL 1 und 2 brauchte ich eine Pause. Ich war erschöpft. Und dann hatte ich die Gelegenheit, in INGLOURIOUS BASTERDS mitzuspielen, was eine einmalige Erfahrung im Leben war. Danach produzierte ich DER LETZTE EXORZISMUS. Ich möchte wieder inszenieren, aber ich möchte keiner jener Regisseure sein, die jedes Jahr einen neuen Film rausbringen. Wenn man so viel Zeit seines Lebens einem Film opfert, dann möchte ich auch sicher sein, dass es der richtige Film für mich ist. Darum schreibe ich jetzt an einem Skript, das ich verwirklichen will.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/Last-Exorcism-Movie.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3674" title="Last Exorcism Movie" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/09/Last-Exorcism-Movie-300x132.jpg" alt="" width="300" height="132" /></a></p>
<p>F: Genießen Sie das Schauspielern mehr als das Inszenieren?</p>
<p>Eli Roth: Für Quentin Tarantino zu spielen und neben Brad Pitt zu agieren, ist toll. Wenn ich für Quentin vor die Kamera treten kann, dann gerne. Oder wenn ich der Gastgeber eines Nasser-T-Shirt-Wettbewerb in PIRANHA 3D bin, dann ist es auch wunderbar. Aber ich ziehe es schon vor, selbst die Zügel in der Hand zu halten. Es ist eine andere Form der Befriedigung.  Aber für viele Filmemacher würde ich nicht als Schauspieler arbeiten.</p>
<p>Inszenieren ist die Befriedigung, eine Idee auszuarbeiten, die dann eine Verbindung mit dem Publikum eingeht. Man hat eine Vision und diese wird zum Teil der Erfahrungswelt des Publikums.</p>
<p>Als Produzent wiederum fühlt man sich wie ein stolzer Vater. Man hat das Gefühl, dass es toll wäre, einen neuen Film über Exorzismen zu machen. Und dann findet man einen Filmemacher wie Daniel Stamm, der ein sehr smarter Regisseur ist und seine Chance verdient hat. Er hat hart an diesem Film gearbeitet und als Produzent hat man geholfen, seine Karriere zu starten. Genauso ist es bei Schauspielern, die es verdienen, einem größeren Publikum aufzufallen. Wie Patrick Fabian. Leute wie er sollten immer Arbeit haben, am besten in großen Filmen. Es ist seine Performance, die den Film trägt. Und nun hat er einen Film mit einem riesigen Startwochenende. Das ist toll.</p>
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		<title>Was, wenn FORREST GUMP ein Horrorfilm wäre?</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Sep 2010 00:19:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
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