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	<title>ONE ROAD. ENDLESS POSSIBILITIES. &#187; Grant Morrison</title>
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	<description>Der Blog von Peter Osteried</description>
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		<title>Gott ist tot</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 22:23:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grant Morrison]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Jahr 1994 erschien bei Vertigo die Graphic Novel THE MYSTERY PLAY von Grant Morrison und Jon J. Muth. Es ist eine schwer zu lesende, aber interessante Geschichte, die in der Kleinstadt Townely spielt. Dort findet eine Theatervorführung statt, die &#8230; <a href="http://www.six-shooter.de/2011/09/gott-ist-tot/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahr 1994 erschien bei Vertigo die Graphic Novel THE MYSTERY PLAY von Grant Morrison und Jon J. Muth. Es ist eine schwer zu lesende, aber interessante Geschichte, die in der Kleinstadt Townely spielt. Dort findet eine Theatervorführung statt, die biblische Geschichte verarbeitet. Gott treibt den Teufel aus, der Teufel verführt Eva und dergleichen mehr. Doch dann wird Gott getötet. Oder besser: Der Darsteller Gottes.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/09/26660_0.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6039" title="26660_0" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/09/26660_0-193x300.jpg" alt="" width="193" height="300" /></a>Der Verdacht fällt &#8211; natürlich &#8211; auf den Schauspieler, der den Teufel spielt. Detective Sergeant Frank Carpenter übernimmt den Fall, während eine ehrgeizige Journalistin glaubt, dies könnte ihr Ticket hinaus in die große weite Welt sein. Satan ist nicht der einzige Verdächtige, auch der Bürgermeister gerät ins Visier. Und selbst Carpenter und die Reporterin sind nicht so unschuldig, wie sie scheinen.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/09/Mystery-Play.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6040" title="Mystery Play" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/09/Mystery-Play-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a>THE MYSTERY PLAY ist ein Krimi-Mysterium, das typische Elemente enthält, sich aber Konventionen verweigert, bis hin zum diffusen Ende, das keine Erklärung, keine Auflösung offeriert, sondern in Metaphorik versinkt. Morrison mag hier an das echte Leben gedacht haben, in dem auch nicht jedes Verbrechen aufgeklärt wird. Oder aber es ist der Symbolismus, der ihn wirklich interessiert, denn vieles in THE MYSTERY PLAY ist interpretierbar, aber so gestaltet, dass man sich nie sicher sein kann, ob man den Gedankengängen folgt, die Morrison auszulösen versucht.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/09/tumblr_llo7kxDCMV1qg43p3o1_500.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6041" title="tumblr_llo7kxDCMV1qg43p3o1_500" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/09/tumblr_llo7kxDCMV1qg43p3o1_500-192x300.jpg" alt="" width="192" height="300" /></a>THE MYSTERY PLAY ist eine Geschichte über Schuld und Sühne. Sie interessiert sich weniger für den Mord im Theater, wohl aber für die Frage, ob Gott tot ist. Das Faszinierende an dieser Erzählung ist, dass Morrison bisweilen explizit auf Thesen und Theorien verweist, andere wiederum nur allegorisch streift. Wo er nicht auf Nietzsche verweist, gibt er seiner Hauptfigur, dem Ermittler, nicht nur eine Besessenheit für die Chaos-Therapie, sondern auch noch einen vielsagenden Namen: Carpenter, Zimmermann. Aber Carpenter ist nicht nach Towneley gekommen, um für die Sünden dieser Stadt zu büssen &#8211; oder etwa doch? Das Ende ist so vage, so merkwürdig, dass man sich nichts sicher sein kann. Es wirkt passend, aber es erklärt nichts, wird mehr erfühlt als verstanden, ist befriedigend und zugleich ungenügend. THE MYSTERY PLAY ist kein leicht zu goutierender Comic, aber faszinierend &#8211; auch wenn ich nicht sagen würde, dass ich ihn zur Gänze verstanden habe.</p>
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		<title>Comic gut? Gut Comic.</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 22:38:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Quitely]]></category>
		<category><![CDATA[Grant Morrison]]></category>
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		<description><![CDATA[WE3 ist die perfekte Geschichte für jeden, der in seinem Leben einen Hund, eine Katze oder einen Hasen besessen hat. Grant Morrison und Frank Quitely erzählen in einer dreiteiligen Miniserie, die nun, mit neuen Comic-Seiten ergänzt, als prächtige Deluxe Edition &#8230; <a href="http://www.six-shooter.de/2011/09/comic-gut-gut-comic/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>WE3 ist die perfekte Geschichte für jeden, der in seinem Leben einen Hund, eine Katze oder einen Hasen besessen hat. Grant Morrison und Frank Quitely erzählen in einer dreiteiligen Miniserie, die nun, mit neuen Comic-Seiten ergänzt, als prächtige Deluxe Edition erschienen ist, von drei Tieren, die zu Waffen gemacht wurden. 1, 2 und 3 sind normale Tiere, die einst normalen Menschen gehörten, dann jedoch in die Fänge einer Regierungsbehörde gerieten, die aus ihnen intelligente Waffen machte. Mit kybernetischen Implantaten versehen und fähig, sich rudimentär zu artikulieren, sind sie ein Erfolg. Doch als das Projekt eingestellt werden soll, setzt eine Ärztin die drei Tiere frei. Ihre Flucht beginnt.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/09/We3-Cover-193x300.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-6028" title="We3-Cover-193x300" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/09/We3-Cover-193x300.jpg" alt="" width="193" height="300" /></a>Es ist eine sehr simple Geschichte, die Morrison hier erzählt. Aber eine, die emotional sofort in die Vollen geht. Die Cover der einzelnen Hefte zeigen die Plakate, mit denen die Besitzer nach ihren verschwundenen Tieren suchen, den Hund Bandit, die Katze Tinker und der Hase Pirate. Die drei Tiere suchen nach dem Zuhause, einer entfernten Erinnerung, die Bandit noch hat, an eine bessere Zeit, ein besseres Leben, bessere Herren. Dabei werden die drei von Soldaten gejagt. Man hetzt ihnen kybernetisch ausgestattete Ratten und 4, einen zur Waffe umfunktionierten Mastiff, auf den Leib.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/09/We3-1.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6029" title="We3 1" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/09/We3-1-300x227.jpg" alt="" width="300" height="227" /></a>Die Simplizität der Geschichte wird durch die Komplexität der Zeichnungen konterkariert. Morrison und Quitely gehen an die Grenzen dessen, was in diesem Medium machbar ist. Sie finden Wege einer mehrdimensionalen Erzählweise, die sich nicht auf ein anderes Medium übertragen lässt. Auch wird mit dem Arrangement von Panels gespielt. So gibt es eine mehrseitige, aus 108 Panels bestehende Sequenz, die ein Gefühl von Räumlichkeit aufkommen lässt und zeigt, dass Szenen auf vielfältige Weise angeordnet und immer wieder neu gemischt werden können.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/09/we3panels.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6030" title="we3panels" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/09/we3panels-300x231.jpg" alt="" width="300" height="231" /></a>Um nicht im Kitsch zu versinken &#8211; eine Gefahr, die bei Geschichten mit Tieren immer gegeben ist &#8211; setzen Autor und Zeichner auf exzessive Gewalt. Wenn sich WE3 gegen ihre Häscher wehren, dann sind das blutige Momente. Vor allem gilt dies für die Katze, die mit ihren Klauen auch auf Entfernung punktgenau tötet. Die Sympathien des Lesers liegen immer auf Seiten der Tiere, denn sie sind an diesem Schlamassel unschuldig und wurden durch den Menschen, der sich anmaßen wollte, Gott zu spielen, in ihrer Erscheinung pervertiert.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/09/we3pagebig.gif"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6031" title="we3pagebig" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2011/09/we3pagebig-250x300.gif" alt="" width="250" height="300" /></a>WE3 ist reich an starken Momenten. In der Interaktion der drei ungleichen Freunde, in der Porträtierung des Hundes, der immer noch an das Gute im Menschen glaubt, in der Entscheidung der Tiere, wieder zu dem zu werden, was sie einstmals waren. Trotz aller Verluste gönnen Morrison und Quitely dem Leser ein Happyend &#8211; etwas, das man bei einer Geschichte wie dieser nicht erwartet, für das man aber umso dankbarer ist. WE3 ist eine große Geschichte, ein Klassiker von morgen und meiner Meinung nach eine der besten Graphic Novels aller Zeiten.</p>
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		<title>Das ist wirklich der FILTH</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 11:15:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grant Morrison]]></category>
		<category><![CDATA[The Filth]]></category>

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		<description><![CDATA[Vermutlich mache ich mir damit keine Freunde, doch eine Kritik ist doch immer dann am Schönsten, wenn sie subjektiv geraten ist (denn nur dann kann man so richtig schön über den Schreiberling schimpfen, der doch eh von nichts eine Ahnung &#8230; <a href="http://www.six-shooter.de/2010/03/das-ist-wirklich-der-filth/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vermutlich mache ich mir damit keine Freunde, doch eine Kritik ist doch immer dann am Schönsten, wenn sie subjektiv geraten ist (denn nur dann kann man so richtig schön über den Schreiberling schimpfen, der doch eh von nichts eine Ahnung hat &#8230;), und somit bringe ich es auch direkt und mit nur ein paar Worten auf den Punkt: THE FILTHist eben dies, pseudocooler Dreck.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/03/177.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2580" title="177" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/03/177.jpg" alt="" width="340" height="463" /></a></p>
<p>Eigentlich mag ich ja Grant Morrisons Geschichten, auch wenn er seine JLA-Plots dreist bei den X-Men noch einmal benutzt, doch THE FILTH lässt mich einfach kalt. Ned Slade ist Filth-Detektiv, der lieber in seiner Parapersönlichkeit als Greg Feely leben würde, aber natürlich wieder mitten ins Geschehen gerissen wird. Immerhin gibt es einigen Dreck zu beseitigen. Klingt noch nicht wirklich abgedreht, ist es aber – und zwar so sehr, dass eine Identifikation mit der Hauptfigur praktisch von Anfang an flöten geht. Man liest das Heft, blättert Seite nach Seite um und bleibt dennoch seltsam distanziert. Die Geschichte wabert vor sich hin, macht aber niemals Anstalten, den Leser in sich aufzusaugen. Es bleibt eine kalte, surreale Welt, in der sexuelle Anzüglichkeiten des bloßen <em>shock values</em> wegen dargebracht werden, die aber anders als beispielsweise bei TRANSMETROPOLITAN seelenlos wirken und deshalb nicht fruchten. Wo man Spider Jerusalem in jedem Moment den zynischen Wichser abnimmt und ihn gar beneidet, geht einem Ned Slade gepflegt am Allerwertesten vorbei. In den ersten Ausgaben vermag THE FILTH gerade ein einziges Mal zu interessieren, nämlich dann, als Morrison das Medium durchbricht und eine Comic-Welt innerhalb der Comic-Welt präsentiert, doch für einen positiven Gesamteindruck ist dies zu wenig.</p>
<p><a href="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/03/the-hand.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2581" title="the hand" src="http://www.six-shooter.de/wp-content/uploads/2010/03/the-hand-300x218.jpg" alt="" width="300" height="218" /></a></p>
<p>THE FILTH möchte cool, schräg, anders sein, und alle Grenzen niederreißen. Leider versucht es das zu krampfhaft. Aber das ist natürlich auch nur meine Meinung &#8230;</p>
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