Keith Wilson hat davon geträumt, welche Abenteuer Doc Savage erlebt haben könnte. Und so hat er eine ganze Reihe von Covers für Romane entwickelt, die nie existiert haben und in denen der Mann aus Bronze auf bekannte Film-Monster und -Schurken wie den Schrecken vom Amazonas, Klaatu, Dracula, King Kong, Frankensteins Monster, Imhotep und viele andere getroffen ist. Die Cover sehen wirklich toll aus. Die gesamte Cover-Kollektion findet man hier.
Beiträge verschlagwortet mit ‘Dracula’
Dracula singt tschechisch
Frank Wildhorn ist nicht der einzige, der sich Bram Stokers DRACULA angenommen und aus der Vorlage ein Musical gemacht hat. Schon 1995 erlebte Karel Svobodas DRACULA in Prag seine Urauffühung. Svoboda (1938-2007) war in seiner Heimat ein hoch erfolgreicher Komponist, der für zahlreiche Filme und Fernsehserien die Musik schrieb. Neben der Musik für Zeichentrickserien wie TAO TAO, NILS HOLGERSON oder BIENE MAJA ist es wohl vor allem das von Karel Gott gesungene BIENE MAJA-Titellied, das in Deutschland zu den bekanntesten Svoboda-Kreationen gehört. Das Musical DRACULA wurde knapp zehn Jahre später auch in einer deutschen Version von Michael Kunze hier zu Lande aufgeführt. Bei YouTube findet man ein paar interessante Clips der tschechischen Originalinszenierung und auch wenn man kein Wort versteht, so nimmt die Musik doch gefangen, wobei Bühnenbild, Austattung und Ideenreichtum ein Übriges tun, um in den Bann zu ziehen.
Interessant ist das Musical, weil es sich sehr weit von Stoker entfernt. Einzige Konstante ist Dracula selbst. Erzählt wird in drei Akten, wie der Fürst in seinem Land für Angst und Schrecken sorgt und selbst in einer Kirche mordet, woraufhin ihn ein Priester zu ewigem Leben und Blutdurst verflucht. Der zweite Akt spielt im 19. Jahrhundert, als Dracula Besuch von seinen entfernten, aus England kommenden Verwandten Lorraine und Steven erhält. Steven stirbt und Lorraine wird zu Draculas neuer Braut. Der dritte Akt spielt in der Gegenwart und erzählt vom Siechtum des Fürsten, der sowohl des ewigen Lebens als auch Lorraine überdrüßig ist. Am Ende kommt Gottes Strafgericht über Dracula, dessen Schicksal von den Seelen bestimmt wird, die er vernichtet hat.
Boris, der Geschichtenerzähler
Im Jahr 1963 las Boris Karloff einige Kurzgeschichten für eine LP-Veröffentlichung. Vermutlich handelt es sich um die Veröffentlichung “Tales of the Frightened”. Hier las Karloff die Geschichten “The Man in the Raincoat”, “The Deadly Dress”, “The Hand of Fate”, “Don’t Lose Your Head”, “Call At Midnight”, “Just Inside the Cemetery” und “The Fortune Teller”. Karloff stand des Öfteren für solche LPs zur Verfügung. Er erzählte so auch die Geschichten von “Sleepy Hollow” oder “Rip van Winkle”. Und 1967 gab es eine LP mit dem Titel “An Evening with Boris Karloff and Friends”. Zu hören sind hier Synopsen der bekannten Universal-Monster-Filme, die von Karloff vorgetragen werden, untermalt von ein paar musikalischen Stücken der entsprechenden Filme.
Boris erzählt eine kleine Gruselgeschichte:
Boris erzählt von Universals DRACULA und FRANKENSTEIN:
Hammer im Schnelldurchlauf
Dies ist eine wirklich schöne Montage von Szenen verschiedener Hammer-Filme. Musikalisch unterlegt sind diese mit dem Main Theme von ENEMY OF THE STATE und dem Song “Moment of Peace” aus dem Album “Gregorian Christmas Chants and Visions”. Die Szene bei Minute 04:05 entstammt keiner Hammer-Produktion. Dabei handelt es sich um HORROR EXPRESS, einem Film, der in bester Hammer-Tradition steht und Christopher Lee und Peter Cushing in den Hauptrollen zu bieten hat.
Belas Passion
Denkt man an Bela Lugosi, so denkt man unweigerlich an Dracula.
So kennen wir alle Bela Lugosi:

Im Jahr 1909 hat er auf der Bühne jedoch eine gänzlich andere Figur gespielt. In einem Passionsspiel war er niemand Geringerer als der Heiland Jesus Christus.

Hier noch eine Collage mit verschiedenen Bildern des damals 27-jährigen Bela Lugosi.

Gestern, am 20. Oktober, jährte sich der Geburtstag von Bela Lugosi übrigens zum 127. Mal.
Vlad – Der Pfähler
Die Leuts von WGF im Vertrieb von SchroederMedia haben einen Leckerbissen auf DVD veröffentlicht: den rumänischen Film VLAD – DER PFÄHLER.

Die rumänische Produktion entstand im Jahr 1979 unter der Regie von Doru Nastase, der überhaupt nur sechs Filme in seinem Leben inszeniert hat. Beim mehr als zweistündigem Epos über Vlad Tepes hält man sich im Großen und Ganzen nahe an die Vorlage und bietet auch die weithin bekannten Taten des Mannes wie das Verbrennen von Landstreichern in einem Haus oder das Festnageln der Turbane von Gesandten, die diese nicht abnehmen wollten. Darüber hinaus überzeugt der Film aber auch, weil es ihm gelingt, die politische Ebene jener Zeit greifbar zu machen, wobei er aufzeigt, in welch verzweifelter Lage das Land im Klammergriff von Ungarn und Türken war.
Natürlich wurde der Film aber auch politisch instrumentalisiert. Wie in Werken des ehemaligen Ostblocks nicht unüblich, sollte der Nationalstolz gestärkt und die politische Linie unterstützt werden. So wird Vlad Tepes als zwar brutal, aber auch gerecht dargestellt. Inwieweit dies der realen Vorlage entspricht, darüber kann man vermutlich vortrefflich streiten.
Harker
Im November erscheint in den USA vom Verleger AAM/Markosia die Graphic Novel FROM THE PAGES OF BRAM STOKER’S DRACULA – HARKER. Das 128 Seiten umfassende Werk wurde von Tony Lee (bekannt für seine STARSHIP TROOPERS-Comics) geschrieben und von den Südafrikanern Neil Van Antwerpen und Peter-David Douglas gezeichnet.
Es handelt sich hierbei um ein direktes Sequel zu Bram Stokers Roman und beginnt sechs Monate nach dem Tod des Grafen. Alles beginnt mit einer von Draculas Bräuten, die nach Rache sinnt und in London sowohl die Mörder Draculas vernichten, als auch Minas Kind Quincey in ihre Gewalt bringen will, um es zum Wirt für Draculas Essenz zu machen. Einer ihrer Verbündeten ist ein zombiefizierter Renfield, während Jonathan Harker auf alte Kameraden setzt, aber Arthur ist abgelenkt, da er stets Visionen von Lucy sieht, Seward ist schwer morphiumabhängig und Van Helsing verbindet ein dunkles Geheimnis mit der Vampir-Braut.
Ein Vorwort für den Band wurde von Ian Holt und Dacre Stoker geschrieben, letzterer der Urgroßneffe von Bram Stoker und zusammen mit Holt der Autor der offiziellen DRACULA-Fortsetzung DRACULA: THE UNDEAD.
Was HARKER taugt, werde ich zu gegebener Zeit mitteilen. Vorbestellt ist die Graphic Novel schon.




