Ich hatte schon einmal vor ein paar Monaten einen Beitrag über Edgar Allan Poes THE RAVEN (DER RABE) gepostet und dabei ein paar Lesungen verlinkt, u.a. von Christopher Walken. Die beste Darbietung von Poes erzählendem Gedicht ist jedoch die Version, in der Vincent Price es nicht nur rezitiert, sondern auch spielt. Price’ warme und ausdrucksstarke Stimme ist wie gemacht für dieses, Poes vielleicht schönstes Gedicht. Dazu kommt, dass die Darstellung – obwohl zurückhaltend – sehr ansprechend ist und mit einfachen Mitteln die Darbietung unterstreicht.
Schlagworte: Der Rabe, Edgar Allan Poe, The Raven, Vincent Price
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Unter seinem echten Namen ist William Henry Pratt nur wenigen bekannt. Als Boris Karloff hat er einen Platz im Pantheon des Horros eingenommen. Seinen Künstlernamen legte er sich bereits 1909 zu. Karloff wurde heute, am 23. November, vor 122 Jahren in London geboren. Schon zur Stummfilmzeit war Karloff aktiv, doch er lebte mehr schlecht als recht von seiner Profession. Mehr als ein Jahrzehnt verging, bevor Karloff den Durchbruch schaffte. Und das hatte er kurioserweise Bela Lugosi zu verdanken. Der war mit DRACULA (1931) zum neuen Horrorstar bei Universal aufgestiegen, weswegen man ihm selbstverständlich die Rolle des Monsters in FRANKENSTEIN (1931) anbot. Doch Lugosi lehnte ab. Eine Rolle, die nicht spricht war unter seinem Niveau. Eine Entscheidung, die er noch lange danach bereuen sollte, denn als Frankensteins Monster wurde Karloff zu Lugosis größtem Konkurrenten, auch wenn beide des Öfteren zusammen in Filmen agierten.

“Das Monster ist mein bester Freund”, sagte Karloff einmal. Und damit hatte er Recht. Ohne es wäre er nie zu der Ikone des Schreckens geworden, die er Zeit seines Lebens war. Er machte sich keine Illusionen. Dutzende andere Schauspieler hätten den Part auch überzeugend darbieten können, aber er hatte Glück und das nötige Talent, zu mehr als nur einer Eintagsfliege zu werden.


Noch zweimal spielte er das Monster, in BRIDE OF FRANKENSTEIN (FRANKENSTEINS BRAUT, 1935) und SON OF FRANKENSTEIN (FRANKENSTEINS SOHN, 1939). Zudem wirkte er in einer Reihe weiterer Universal-Produktionen wie THE BLACK CAT (1934), THE RAVEN (1935) , THE MUMMY (DIE MUMIE, 1932) und THE OLD DARK HOUSE(1932) mit. Karloff, der schon bald den Beinamen “The Uncanny” trug war auch für andere Firmen tätig. Er spielte Fu Manchu in THE MASK OF FU MANCHU (1932) und war der Detektiv MR. WONG in einer eigenen Filmreihe. Zur Mitte der 40er Jahre erhielt er deutlich weniger Angebote und mit ABBOTT AND COSTELLO MEET THE KILLER, BORIS KARLOFF (1949) endete die erste Stufe seiner Karriere.

In den 50er Jahren war er verstärkt für das Fernsehen aktiv. Er war Gastgeber der Serie THE VEIL und spielte auch in verschiedenen Folgen die Hauptrolle. Von 1960 bis 1962 war er der Gastgeber der Anthologie-Serie THRILLER. Und gleich darauf fungierte er in selber Funktion bei OUT OF THIS WORLD.

In den 60er Jahren wurde er auch wieder verstärkt für das Kino angefragt. Er arbeitete mehrmals für Roger Corman, so im Klassiker THE RAVEN (DER RABE, 1963) und setzte sich mit Peter Bogdanovichs TARGETS (TARGETS, 1968) gleich selbst ein Denkmal. Karloff starb am 2. Februar 1969 im englischen Sussex an den Folgen eines Emphysems.

Auf den Horrorstar festgelegt zu sein, machte ihm nichts aus: “Man hört oft, dass Schauspieler sich beschweren, auf einen bestimmten Typ festgelegt zu sein. Wenn man z.B. gutaussehend ist, ist man ein Leading Man. Ich hatte Glück. Wohingegen andere Millionen aufwenden, um ein Trademark zu erschaffen, wurde mir meines frei Haus geliefert. Wenn ein Schauspieler in der Position ist, sich selbst seine Rollen auszusuchen, hat er ein Problem, da er nie weiß, was er am Besten kann. Ich bin sicher, ich wäre ein hervorragender Lord Fauntleroy, aber wer würde zehn Cents bezahlen, um das zu sehen?”
Schlagworte: Abbott und Costello, Bela Lugosi, Boris Karloff, Der Rabe, Die Mumie, Frankenstein, Fu Manchu, Mr. Wong, Roger Corman, The Mummy, The Raven, Thriller
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Edgar Allan Poes THE RAVEN (DER RABE) war von jeher eines meiner liebsten Gedichte. Übersetzungen gibt es in großer Menge, mal besser, mal schlechter, aber nichts übertrifft das Original. Besser wird es nur noch, wenn es von einem Meister seines Faches vorgetragen wird. Christopher Walken hat sich an einer Lesung versucht. Walken ist natürlich nicht der einzige, der sich an dem Stoff versucht hat. Noch bemerkenswerter ist James Earl Jones, dessen Darbietung ganz von seiner Stimme lebt und auf keinerlei Effekte setzt. Wer sich bei Youtube etwas umtut, findet schnell noch weitere Lesungen von “Der Rabe”, inklusive jener, die es seinerzeit in einer “Treehouse of Horror”-Folge von DIE SIMPSONS gegeben hat.
Christopher Walken liest “Der Rabe”:
James Earl Jones liest “Der Rabe”
Schlagworte: Christopher Walken, Der Rabe, Edgar Allan Poe, James Earl Jones, The Raven
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