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“I want you to remember, Clark.”

„Nein, Joker. Du spielst das falsche Spiel. Das alte. Heute nimmst du keine Geiseln. Und ich keine Gefangenen.“ Ein Zitat des Batman aus einer der Schlüsselszenen aus THE DARK KNIGHT RETURNS (DER DUNKLE RITTER KEHRT ZURÜCK). Es macht deutlich, dass dies ein anderer Batman ist. Hier trifft man nicht mehr auf den jungen Batman, der – zumindest bis zu einem gewissen Grad – nach den Regeln spielt. Dieser Batman ist ein anderer: härter, zynischer, realistischer.

In einer Welt, in der Götter auf Erden wandeln, ist er der ultimative Soldat, der tut, was getan werden muss, um das Geschwür „Verbrechen“ aus Gothams modrigen Leib herauszuschneiden. Dabei macht sich der in die Jahre gekommene Batman keine Freunde. Wie zu Beginn seiner Karriere ist er ein Vigilant, von den Medien verteufelt, von der Polizei gejagt und schließlich – am Ende seines Weges – im Augenmerk des Stählernen, der sich längst selbst verkauft hat und als Lakai eines von Altersdemenz gezeichneten Präsidenten versucht, Leben zu retten.

Als diese vierteilige Miniserie 1986 in den USA debütierte, war sie etwas ganz Besonderes. Zusammen mit Alan Moores WATCHMEN revolutionierte THE DARK KNIGHT RETURNS ein ganzes Medium. Der Einfluss dieses Comics war in den folgenden Jahren überall spürbar. Der „Grim’n’Gritty“-Trend mit seinen mörderischen Anti-Helden hielt Einzug, doch nichts davon, absolut gar nichts, konnte auch nur halbwegs die Klasse von Frank Millers bedeutsamsten Werk erreichen.

Millers Erzählung funktioniert, weil sie konsequent weiterdenkt, wie eine Welt der Superhelden aussehen und wie die maskierten Vigilanten von der Öffentlichkeit und den Behörden betrachtet werden würden. Dass der Comic jedoch ein Produkt seiner Zeit und die düstere Atmosphäre des Kalten Krieges in jedem Moment spürbar ist, lässt sich nicht verleugnen, stört jedoch auch nicht. Aus der zeitlichen Distanz ergeben sich in manchen Fällen wie dem von Altpräsident Ronnie „Rambo“ Reagan amüsante Momente, die auch aufzeigen, welche Wirkung dieser Mann auf einen Künstler wie Frank Miller hatte bzw. wie der Autor den Initiator des „Star Wars“-Programms eingeschätzt hat.

THE DARK KNIGHT RETURNS ist ein Meilenstein der Comic-Geschichte, der auf 200 aufregenden Seiten das letzte große Abenteuer des Batmans zeigt. Dabei dürfen weder seine Helfer – ein neuer, weiblicher Robin ist mit von der Partie – noch seine Gegner fehlen, wobei hier ein für allemal ein Schlussstrich gezogen wird.

In den vergangenen fast 25 Jahren wurde THE DARK KNIGHT RETURNS zu einem Klassiker, dessen Größe und Bedeutung für das Medium so erdrückend ist, dass es wie Wahnsinn anmutet, diesem Werk eine Fortsetzung folgen zu lassen. Frank Miller stellet sich dieser Herausforderung trotzdem. Doch sein THE DARK KNIGHT STRIKES AGAIN konnte nicht dieselbe Wirkung wie der Erstling entfalten. Der Blitz, so heißt es, schlägt schließlich niemals zweimal an derselben Stelle ein. Einer Fortsetzung hätte es auch nicht bedurft, aber diese schmälert weder die Bedeutsamkeit noch den puren Unterhaltungswert, den das Original besitzt.

Für mich war THE DARK KNIGHT RETURNS die erste Begegnung mit einer echten Graphic Novel, einem Comic-Roman, der wirklich viele Stunden des Lesens bedurfte. Darüber gelesen hatte ich schon im Comic-Fachmagazin DIE SPRECHBLASE, aber es dauerte bis 1989, dass dieser Meilenstein des Superhelden-Comics endlich nach Deutschland kam. Das geschah im Zuge des Kinofilms und es war eine echte Geduldsprobe, auf diesen Comic zu warten, denn der Carlsen Verlag hatte ihn für April angekündigt, dann irgendwann in den Sommer verschoben und publizierte den Band erst Ende des Jahres. Aber das Warten war jede Sekunde wert.

Denn auch wenn man nur rudimentäre Kenntnisse des DC-Universums hat und weiß, wofür die Figuren im Groben stehen, entfaltet sich hier doch ein Epos von bis dato ungekannter Größe, das mit einem der denkwürdigsten und grandiosesten Panels im Finale aufwartet. Ein Finale, das den Kampf zeigt, auf den man eigentlich ein Leben lang gewartet hat: Batman gegen Superman – der dunkle Ritter gegen den Mann von Morgen. Und es ist ein Kampf der Titanen, der unerwartet endet. Batman obsiegt und hämmert mit niederschmetternden Schlägen auf den Stählernen ein. Und dann spricht Bruce zu seinem alten Freund Clark: “I want you to remember, Clark… in all the years to come… in your most private moments… I want you to remember my hand at your throat… I want you to remember the one man who beat you…”

Und dann stirbt Batman. An einem Herzinfarkt. Oder zumindest soll man das glauben, denn der Mitternachtsdetektiv muss tot sein und dennoch leben, um ein korruptes Amerika von innen heraus erneuern zu können. THE DARK KNIGHT RETURNS hat viele herausragende Momente, die sich ins Gedächtnis brennen. In Deutschland ist der Comic erstmals von Carlsen erschienen, später hat Panini Comics ihn in verschiedenenen Editionen publiziert, darunter ein dickes Hardcover, das auch das Sequel umfasst. Selbiges gilt auch für die USA, wo es mit der ABSOLUTE-Edition einen dicken Prachband mit Original und Sequel gibt. Ich selbst besitze die 10th Anniversary Edition im Schuber und mit weiteren Bänden, die einiges an Bonusmaterial wie ein Skript, Konzeptzeichnungen und dergleichen mehr zu bieten haben. Die stach mir mal vor vielen Jahren auf dem Comic-Salon in Erlangen ins Auge. Daran konnte ich einfach nicht vorbeigehen. Zudem diese Edition auch noch von Frank Miller signiert ist …

Watchmen 2?

Nein, kein zweiter Film. Den könnte Warner aufgrund verschiedener Vertragsklauseln machen, aber mit dem Einspielergebnis des Films war man so glücklich nicht. Allerdings mehren sich die Anzeichen, dass WATCHMEN in Comic-Form eine Fortsetzung erleben wird. Bis dato war es so, dass der DC-Chef Paul Levitz trotz seiner Differenzen mit Alan Moore stets vehement dagegen war, ein Sequel zu dieser erfolgreichen Graphic Novel zu produzieren, obwohl DC die theoretische Möglichkeit dazu hätte. Nun ist aber Paul Levitz nicht mehr der Vorsitzende von DC. Und Dan DiDio, seines Zeichens Senior Vice President und Executive Editor, will die Gunst der Stunde nutzen, um seinen Bossen zu imponieren. Denn im Zuge des Films wurde die Graphic Novel zum erfolgreichsten Titel, den DC imPortfolio hat. WATCHMEN, das seit mehr als 20 Jahren in Print gehalten wird, war auch so schon immer erfolgreich und generierte etwa eine Million Dollar Umsatz pro Jahr. Doch der Film hat das Interesse noch einmal immens angefacht.

Und für DiDio ist es nun ein Lieblingsprojekt, WATCHMEN neu zu beleben. Schon vor über einem Jahr gab es Anzeichen, dass sich bei DC etwas tun würde. Ein Artikel im Fachmagazin WIZARD, der sich mit der Serie 52 und den 52 Welten des DC-Multiversums befasste, war so illustriert, dass Batman gegen Rorschach kämpft. Die Aussage war klar: Die Welt von WATCHMEN könnte eine der 52 Welten sein. Letzten Endes zog man es damals nicht durch, dies zu etablieren, allerdings wurden erstens nicht alle 52 Welten vorgestellt und zweitens gab es eine Welt, die der der WATCHMEN recht ähnlich war.

Nun mehren sich die Gerüchte, dass es mit WATCHMEN weitergehen könnte. Dass Alan Moore ein Sequel schreiben wird, ist so gut wie ausgeschlossen. Ob Dave Gibbons sich an einem solchen Projekt beteiligen würde, steht auch in den Sternen, wäre aber zumindest möglich. Die Gerüchteküche berichtet davon, dass es eine Reihe von One-Shots geben könnte, die einzelne WATCHMEN-Figuren in Prequel-Abenteuern zeigt. Sollte sich DC darauf einlassen, dann hätte es damit zumindest die Möglichkeit, zu testen, wie die Comic-Welt darauf reagiert. Denn vier oder fünf One-Shots würden auf den Schultern ebenso vieler Autoren ruhen. Das würde den zu erwartenden Aufruhr der Comic-Fans vielleicht etwas dämpfen, da nicht nur ein “Schuldiger” für das “Sakrileg” geradestehen müsste. Und ausgehend von diesen One-Shots und dem Testen, wie groß der Widerstand hierauf wirklich wäre, könnte sich ein echtes Sequel einstellen, für das man dann einen Top-Autoren vom Schlage eines Grant Morrison verpflichten könnte.

Die Idee einer Ausweitung des WATCHMEN-Universums finde ich per se nicht uninteressant. Ich würde schon gerne sehen, wie es um die WATCHMEN-Welt bestellt ist, jetzt, 25 Jahre nach der Graphic Novel. Wie hat sich die Welt entwickelt und hat Ozymandias’ Plan letzten Endes gefruchtet? Was ist aus Dr. Manhattan geworden? Ist er wahrlich in das All hinausgegangen und hat dort auf einem Planeten Leben erschaffen? Und wenn dem so ist, wie ist es darum bestellt? Vielleicht könnte ein Sequel auch gar nicht auf der Erde spielen, sondern auf Manhattans neu erschaffener Welt mit von ihm erschaffenen Menschen. Es könnte eine Geschichte sein, die Jahrhunderte, wenn nicht gar Jahrtausende später spielt. Die Möglichkeiten einer wie auch immer gearteten Fortsetzung von WATCHMEN sind zahlreich, aber es gibt sicherlich auch Fallstricke.

Beispielsweise kann ich es mir nur schwerlich vorstellen, Ongoing-Serien wie “Nite-Owl and Rorschach” oder “Comedian” oder “Ozymandias” zu lesen. Ich glaube, dass dabei die Figuren zu sehr verflachen, wenn kein definitives Ende in Sicht ist und man einfach so lange weitermacht, bis kein Dollar mehr aus einer Serie herauszupressen ist. Die Gefahr ist aber auch, dass eine einzige Miniserie, die WATCHMEN nachfolgt und vielleicht erzählt, was ein Viertel Jahrhundert später geschehen ist, nie und nimmer die Erwartungen der Leser erfüllen kann. Es ist ähnlich Frank Millers grandioser Miniserie THE DARK KNIGHT RETURNS, der er mehr als ein Jahrzehnt später THE DARK KNIGHT STRIKES AGAIN folgen ließ – und es war eine Enttäuschung ohnegleichen. Beide Geschichten sind wie Tag und Nacht. Ich möchte gar nicht ausschließen, dass THE DARK KNIGHT STRIKES AGAIN für sich gesehen ganz gut ist, aber für mich galt, dass meine Erwartungen nach dem Original immens waren. Und praktisch nicht erfüllt werden konnten.

Finanziell macht das alles natürlich absolut Sinn, denn unabhängig davon, ob die Fan-Gemeinde im Vorfeld eine Fortsetzung zu WATCHMEN verfluchen mag, wird sich doch kaum einer die Hefte entgehen lassen. Schon allein, um selbst beurteilen zu können, ob das Unterfangen erfolgreich oder peinlich ist. Im Comic-Gewerbe ist es eigentlich üblich, heilige Kühe zu schlachten. Darum bin ich mir auch ziemlich sicher, dass die WATCHMEN-Fortsetzung kommt. Es werden spannende Zeiten nach der Ankündigung, denn das ist dann wirklich eine News, die – Zitat Brian Michael Bendis – das Internet in zwei brechen wird.

Fanfilm: Grayson

Fanfilme gibt es wie Sand am Meer. Zu praktisch jedem Thema. Viele sind übelster Schrott, einige sind jedoch unglaublich gut, haben nicht nur Herzblut, sondern auch technisches Know How aufzubieten und machen Lust auf mehr.

Ein wirklich schöner Fanfilm ist der gut fünfminütige Trailer zu GRAYSON, einem Film, den es leider nie geben wird. Dabei ist das, was man hier sehen kann, wirklich toll. Batman ist tot und Dick Grayson kehrt aus dem Ruhestand zurück, um als Robin den Tod des Dunklen Ritters zu rächen. Schön an diesem Trailer sind auch die vielen Auftritte anderer DC-Helden wie Wonder Woman oder Green Lantern. Dass jemand in Robins Kostüm cool aussehen könnte, war so auch nicht zu erwarten. Aber es funktioniert. Zudem ist der Trailer von Comics wie THE DARK KNIGHT RETURNS oder THE KILLING JOKE inspiriert, auch wenn dies nur in wenigen Szenen offenkundig wird.

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„Ein guter Name ist mehr wert als Reichtum.“

Heutzutage hat es sich bei den deutschen Ausgaben amerikanischer Comics eingebürgert, dass die Namen der Helden und Schurken im Original belassen werden. Als die Superhelden in den 60er Jahren nach Deutschland kamen, war dies anders, und bis weit hinein in die 80er Jahre blieb man dieser Tradition treu. Erst mit dem Superhelden-Boom, der durch Dino Mitte der 90er Jahre ausgelöst wurde und den Panini danach mit dem Marvel-Programm befeuerte, änderte sich dies und man blieb beim Original-Namen. Das ist verständlich, aber irgendwo auch schade, gab es doch eine ganze Reihe sehr gelungener Namen. Neben einem Wust an grauenhaften Eindeutschungen natürlich.

Dass Spider-Man über Jahrzehnte hinweg die Spinne war, ist das wohl populärste Beispiel. In vielen Fällen nutzte man im Deutschen auch einfach nur 1:1-Übersetzungen wie die Fantastischen Vier (The Fantastic Four) oder die Rächer (The Avengers). Highlights deutscher Namensschöpfung gibt es viele. Ich persönlich mochte immer, dass aus dem Spider-Man-Gegner Hobgoblin der Gnom geworden ist. Schlichtweg genial ist der Rote Blitz, der sehr viel dynamischer und aufregender klingt als der Flash. Ich habe auch immer der Dämon bevorzugt. Es klingt einfach spannender als Daredevil. Der X-Men-Gegner Juggernaut hieß bei Condor noch der Moloch, was vielleicht wenig passend war, aber unglaublich geheimnisvoll klang. Bei den alten Hit-Comics des BSV-Verlags gab es auch vereinzelte Ausgaben mit dem Silver Surfer, der – vergleichsweise lyrisch – zum Silberstürmer umgetauft wurde. Aus Iron Man wurde in Deutschland erfreulicherweise nicht der Eisenmann, sondern der Eiserne. Eine Begrifflichkeit, deren Einsatz in deutschen Heften ich mir auch heute noch gut vorstellen könnte. Auch schön war die Gruppe X für die X-Men (und eine echte Steigerung zu den X-Menschen, wie man sie bei BSV noch nannte).

Zu den Blüten und Auswüchsen deutscher Namensschöpfung gehören hingegen Dr. Unheil, wie man beim Williams-Verlag Dr. Doom nannte, Blitzmann (die BSV-Version für Flash), der Marsianische Menschenjäger (Hethkes Version des Martian Manhunter, eigentlich eine wörtliche Übersetzung, aber einen Tick zu wörtlich, wobei die Doppeldeutigkeit des originalen Manhunter im Deutschen auch nicht eingefangen werden kann), der Halk (jawohl, BSV beließ es bei Hulk, änderte die Schreibweise aber so, dass es phonetisch passte), Wundergirl (Ehapa-Denglisch für Wonder Woman, man wollte wohl lieber ein Mädchen denn eine echte Frau) und der Strolch (eine selten doofe deutsche Variante des Quasi-Marvel-Helden Prowler).

Wahrscheinlich fallen mir gerade noch weitere wirklich schöne deutsche Namen und abgrundtief schlechte teutonische Kreationen nicht ein. Fürs Erste soll das als kleines Beispiel toller und dämlicher Namensschöpfung aber erstmal reichen.

Das zweite “Human Target”

HUMAN TARGET ist die neue Fernsehserie des FRINGE- und BOSTON LEGAL-Darstellers Mark Valley, der hier u.a. auf Tricia Helfer in einer Gastrolle trifft. Außerdem dabei Chi McBride (PUSHING DAISIES) und Jackie Earle Haley (WATCHMEN). Valley mimt einen ganz harten Burschen: Christopher Chance ist ein eigenwilliger Typ, der sich für seine Auftraggeber sogar zur menschlichen Zielscheibe macht. Je brenzliger der Auftrag, umso mehr ist der todesmutige Chance daran interessiert. Und so schlüpft er in verschiedene Rollen und zieht das Feuer auf sich.

Die Serie basiert auf einer Comic-Serie des amerikanischen Verlags DC, die zwar nie zu den Topsellern gehörte, aber immer wieder herausragende Autoren wie Peter Milligan für faszinierende Miniserien angelockt hat. Dass der Stoff filmische Qualitäten besitzt, ist nicht erst seit gestern bekannt, denn schon 1992 wurde HUMAN TARGET als (kurzlebige) Fernsehserie verfilmt, wobei damals Rick Springfield in die Rolle von Christopher Chance schlüpfte. Bei den nachfolgenden YouTube-Clips kann man mal einen kurzen Vergleich beider Serien sehen. Ob die Neu-Interpretation erfolgreicher sein wird? Ich glaub schon…

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Gut sehen sie aus: Superschurken und ihre Kostüme

Da ich letztens erst darüber schwadronierte, welche Superheldenkostüme mich so richtig ansprechen, gibt es nun den Begleittext zu den bösen Burschen in langen Unterhosen. In vielerlei Hinsicht sind ein paar meiner Favoriten Spiegelungen der Helden.

1. REVERSE FLASH

Professor Zoom ist die Nemesis des Flashs. Er hat dieselben Kräfte und fast dasselbe Kostüm, nur dass die Farben Gelb und Rot ausgetauscht wurden. In den deutschen Ausgaben des Ehapa Verlags hieß der Reverse Flash cooler Weise Negativ-Blitz. In der Reihe “Supermans Freunde” gab es da auch in den frühen 80er Jahren ein Album, das ich irgendwie nie in die Hände bekommen habe. Aber das Cover war in verschiedenen anderen Ausgaben zu sehen. Darauf zu sehen war, wie der Rote Blitz und der Negativ-Blitz aufeinander zulaufen.

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2. TASKMASTER

Eine ziemlich coole Figur, die schwer ausgerüstet ist. Kommt daher, dass er die Kraft hat, die körperlichen Fertigkeiten eines jeden zu kopieren. Darum hat er auch Versionen von Daredevils Stab, Swordmans Schwert, Captain Americas Schild und Hawkeyes Bogen bei sich.

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3. DEATHSTROKE THE TERMINATOR

Ich hab kaum irgendwelche Comics mit dem TEEN TITANS-Gegner gelesen, aber der pure Look der Figur sieht sehr, sehr cool aus. Das Wechselspiel bei der Maske, die Piratenstiefel und die Ausrüstung – das alles ist in sich sehr stimmig.

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4. VENOM

Im dritten SPIDER-MAN-Film war Venorm unter aller Sau. In den Comics hat er im wahrsten Sinne des Wortes Ärsche gekickt. Von Todd McFarlane erstmals gezeichnet, ist dessen Variante auch die ultimative Version von Eddie Brock, der mit Spider-Mans Symbionten eine Partnerschaft eingegangen ist. Der Look ist praktisch der des schwarzen Spider-Man, aber viel muskulöser – und mit einem fiesen Grinsen.

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5. TARANTULA

Ein Spider-Man-Gegner, der als Assassine tätig ist. Seine Spezialität ist es zu springen und seine Opfer mit den Dolchen an seinen Füßen aufzuspießen. Vom Design her ist er im Endeffekt eine Variation von Spider-Man, nutzt das bekannte Rot, aber die Spinne auf der Brust ist schwarz. Für den besonderen Look sorgt die Maske.

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In der engeren Auswahl waren der Hobgoblin, der bei Condor seinerzeit der Gnom hieß, und ähnlich dem Green Goblin war. Als ich damals DIE SPINNE las, war es über Jahre hinweg das große Rätselraten, wer unter der Maske des Gnoms steckt. Doctor Doom gefällt mir, auch wenn das Grün etwas kitschig wirkt. Annihilus, der Fantastic-Four-Gegner aus der negativen Zone, ist zwar auch etwas bunt, sieht aber schön insektenartig aus. Außerdem noch Firelord, auch wenn der irgendwo ein Held ist – nur manchmal prügelt er sich mit anderen Helden. Und er hat natürlich als Herold dem Weltenverschlinger Galactus gedient. Sehr cool an seinem Aussehen – ein Kostüm ist es ja nicht – fand ich immer das brennende Haar und den Flugstab, der an beiden Enden entflammt ist.

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Der unbekannte Soldat

DC hatte Ende der 60er Jahre begonnen, neben der Superheldensparte auch Kriegscomics zu publizieren. In OUR ARMY AT WAR #168 debütierte ein neuer Held: der Unknown Soldier. Robert Kanigher als Autor und Joe Kubert als Zeichner hatten die Figur für eine SGT. ROCK-Story entwickelt. Benannt wurde er nach der „Tomb of the Unknown Soldier“ am Arlington Friedhof in Virginia, ein Denkmal für all die namenlosen Soldaten, die für das Land ihr Leben gelassen haben.

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Kubert war zu jener Zeit auch als Redakteur für die Kriegscomics des Verlags verantwortlich und fand, dass der Unknown Soldier Potenzial hatte. Darum erhielt er ein paar Jahre später  innerhalb der Serie STAR SPANGLED WAR STORIES seine eigene Reihe, beginnend mit Nr. 151. Ab Nr. 205 wurde die Serie in UNKNOWN SOLDIER umgetauft und noch bis ins Jahr 1982 publiziert, dann aber im Oktober mit der Nr. 268 die Serie eingestellt.

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Der Unknown Soldier ist ein Soldat, der sich zusammen mit seinem Bruder Harry verpflichtet hat und auf den Philippinen stationiert ist, als der Pazifikkrieg losbrandet. Gegen eine Übermacht japanischer Angreifer haben die zwei nicht viel entgegenzusetzen, doch sie wehren Angriffswelle über Angriffswelle ab. Bis eine Granate Harry tötet und das Gesicht des unbekannten Soldaten entstellt. Sein Bruder sagte ihm einst, dass ein Mann allein den Ausgang eines ganzen Krieges beeinflussen kann, wenn er zur rechten Zeit am rechten Ort ist. Der Unknown Soldier ist nun dieser Mann, der ausgebildet wird und mit Hilfe unterschiedlichster Verkleidungen hinter den Linien dem Feind zusetzt.

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Die letzte Ausgabe der Serie trug den Titel „A Farewell to War“ und zeigt, wie der Unknown Soldier den Führerbunker infiltriert, dort Hitler tötet, sich als dieser verkleidet und die letzten verheerenden Befehle aushebelt, bevor er es so aussehen lässt, als hätte sich Hitler selbst getötet. Danach verschwand der Unknown Soldier. Und tauchte in den folgenden Jahren nur selten als Gaststar in anderen Serien auf.

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DC brachte den Unknown Soldier 1988 mit einer zwölfteiligen Miniserie zurück, in der die Figur jedoch radikal verändert wurde. Er war nun tatsächlich unsterblich. Heute ist es so, dass diese Inkarnation des Unknown Soldier gemeinhin als off-continuity angesehen wird. 1997 kehrte der unbekannte Soldat erneut zurück, in einer vierteiligen Miniserie, die von Garth Ennis geschrieben wurde.

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Garth Ennis erzählt hier die Geschichte des Unbekannten Soldaten, der bereits seit dem Zweiten Weltkrieg in Diensten der USA deren dreckige Jobs vollführt. Als der CIA-Agent Clyde seine Spur aufnimmt und versucht, hinter das Geheimnis des Unknown Soldier zu gelangen, beginnt seine eigene Welt aus den Fugen zu geraten. Am Ende bleibt dem längst desillusionierten ehemaligen Soldaten nichts mehr. An diesem Punkt trifft er auf den Unknown Soldier, der ein eigenes Ziel verfolgt, das nur einem Zweck dient: Der Wiedergeburt des Unbekannten Soldaten.

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Mit dieser Geschichte versucht sich Ennis in einem völlig anderen Genre und wagt sich in die Bereiche des Politthrillers, der freilich innerhalb seines Lieblings-Genres, der Kriegsgeschichte, angesiedelt ist. Darüber hinaus taucht er tief in die schmutzige Politik des Landes der unbegrenzten Möglichkeiten ein und versüßt seine Geschichte mit einer Unzahl an Details, die ihre Komplexität noch unterstreicht. Ein Glanzpunkt ist die Entwicklung von Clyde, der immer mehr in den Wahnsinn abdriftet, ohne es zu merken. Für meinen Geschmack ist dies die definitive Darstellung des Unknown Soldiers. Grimmig und kompromisslos wird das Wirken des Soldiers von den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkriegs bis in die Moderne gezeigt. Der Moment, als der Unknown Soldier mit US-Truppen ein KZ befreit und ob der Grausamkeiten so erzürnt ist, dass er die Wachen mit einem Maschinengewehr niedermäht, brennt sich richtiggehend ins Gedächtnis ein.

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Diese Geschichte bildet auch den Schlusspunkt für den Unknown Soldier. Er hat einen Nachfolger gesucht, aber nicht gefunden. Seit 2008 gibt es nun aber wieder einen neuen UNKNOWN SOLDIER. Die Vertigo-Serie, die von Joshua Dysart geschrieben wird, spielt auf dem afrikanischen Kontinent. Der neue Unknown Soldier ist Dr. Moses Lwanga, ein Mann, der in seine Heimat Uganda zurückkehrt und dort gezwungen ist, sein altes Leben zurückzulassen.

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Nicht alles, was vom UNKNOWN SOLDIER erschienen ist, wurde auch in Sammelbänden zusammengefasst. Seine Abenteuer von 1970 bis 1975 aus STAR SPANGLED WAR STORIES findet man jedoch im 500 Seiten umfassenden DC SHOWCASE: THE UNKNOWN SOLDIER VOL. 1, die Miniserie von Ennis gibt es auch auf Deutsch aus dem Tilsner Verlag und von der neuen Serie wurde bereits das erste Tradepaperback in den USA veröffentlicht.

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Die Geschichte des „Mannes, den niemand kennt und der doch von jedem gekannt wird“ geht weiter…

Eine grüne Laterne erlischt

Vor ein paar Wochen gab es in den Solicitations von DC bezüglich des großen BLACKEST NIGHT-Events dieses Cover hier zu sehen.

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Es ist im Grunde erstaunlich, dass man schon auf dem Cover einen derart wichtigen Plot-Point bekannt gibt. Die Green Lantern Guy Gardner wird von seiner Wut übermannt und transformiert sich in eine Red Lantern. Man entschied sich für dieses Cover, weil es die Frage aufwarf, was es sein könnte, dass den alten Hitzkopf Guy so sehr in Rage brachte. Nun, dies ist jetzt enthüllt worden – und ein dicker Spoiler – also besser nicht weiter runterscrollen, wenn man es nicht im Vorfeld wissen will.

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Kyle Rayner, der Nachfolger von Hal Jordan als Green Lantern, opfert sich, um die Batterie von OA vor dem Angriff der Black Lanterns zu schützen.

Natürlich ist der Tod eines Superhelden nur selten final. Und auch Kyle Rayner wird über kurz oder lang zurückkommen. Der BLACKEST NIGHT-Event hat nun Halbzeit erreicht. Wer weiß schon, ob zum Ende nicht eine Black Lantern Kyle Rayner auftauchen wird…

Das Schwert des Atom

Der DC-Superheld Atom war nie einer der großen Moneymaker des Verlags. Irgendwie passend, kann der Held doch, wie der Name es schon sagt, auf winzige Größe schrumpfen. In den 60er Jahren hatte Ray Palmer alias Atom eine eigene Serie. Die lebte aber nur ein paar Jahre. Danach war die Figur darauf festgelegt, Gastauftritte in anderen Serien zu machen oder aber sich Team wie der JLA anzuschließen.

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Die frühen 80er, die filmtechnisch im Zeichen der Barbaren standen – CONAN, DER BARBAR und andere Filme hatten sich als Erfolg erwiesen, was auch den Comics zu Gute kam – hielten verschiedene Fantasy-Helden parat. Bei DC ging man sogar dazu über den Superhelden Atom in eine Art Fantasyreich wechseln zu lassen. Gil Kane ersann die vierteilige Miniserie SWORD OF THE ATOM, bei der es den kleinen Superhelden in den Amazonas verschlägt. Dort wird ihm die Möglichkeit genommen, seine richtige Größe wieder anzunehmen, aber dafür trifft er auf ein Volk kleiner menschenähnlicher Wesen, die ebenso groß sind wie er. Unter ihnen wird er zum Helden, der mit Schwert gegen Monster und Diktatoren kämpft.

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Diesen neuen Atom konnten die Leser noch in weiteren Specials erleben bevor der Fantasy-Boom wieder abgeflaut war und man den kleinen Giganten wieder ins normale DC-Universum eingliederte. Bis heute ist die SWORD OF THE ATOM-Miniserie jedoch eine der herausragendsten Geschichten geblieben, die je zu Ray Palmer ersonnen wurden. In Deutschland konnte man im siebten und letzten Album der Serie ATOM in den 80er Jahren  lediglich die ersten zwei Teile dieser Miniserie miterleben. Dann fiel die Axt und das deutsche DC-Universum war um eine Serie ärmer.

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Seit 2007 gibt es allerdings ein schönes amerikanisches Tradepaperback, das die Hauptserie und die Specials enthält und auf 232 Seiten ein Fantasy-Abenteuer erzählt, das sich gewaschen hat. Einen so ungewöhnlichen Wandel im Status Quo wie bei Atom gab es in der Welt der Superhelden selten. Schade nur, dass derart radikale Veränderungen nur selten von Dauer sind.

Soldat der Zukunft?!

An einer Verfilmung von SGT. ROCK wird ja mehr oder minder schon seit zwei Jahrzehnten immer mal wieder geschraubt. Produzent ist nach wie vor Joel Silver. Und in den frühen 90er Jahren wollte der am liebsten Arnold Schwarzenegger in der Rolle besetzen. Nachdem es eine Weile ruhig um die Verfilmung des Zweiter-Weltkrieg-Comics geworden ist, rührt sich wieder was. Als Regisseur soll Francis Lawrence fungieren. An sich nicht übel, allerdings geht man nun gänzlich neuer Wege. Man traut dem Setting nichts zu, weswegen SGT. ROCK nicht mehr gegen die Achse des Bösen kämpft, sondern in einem zeitgenössischen (oder zukünftigen?!) Krieg agieren soll. Silver und Co. haben die Lektion wohl noch nicht gelernt: Je weiter man sich vom Quellmaterial entfernt, desto größer das Potenzial zu scheitern. Wahrscheinlich ist es aber eh egal. Ich glaube nicht, dass dieser Film wirklich gemacht wird.

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