1965 war Boris Karloff der Co-Gastgeber der ABC-Show SHINDIG, die hier zu Lande nicht bekannt ist. Interessant an dieser Halloween-Edition ist, dass Karloff sich auch gesanglich versuchte. Ein Clip der Show ist leider verschwunden: der “Monster Mash” nach Bobby Pickett. Es gibt allerdings bei YouTube eine Audioaufnahme von Karloffs Darbietung, die mit Bildmaterial kombiniert wurde.
1957 sang Boris Karloff zusammen mit Rosemary Clooney – übrigens die Tante von George Clooney – den Song “You’d Be Surprised” in einer Folge von THE ROSEMARY CLOONEY SHOW, die am 9. Januar des Jahres ausgestrahlt wurde. Zumindest gehe ich davon aus, dass beide in dieser Show diesen Song zum Besten gaben. Es könnte jedoch auch THE LUX SHOW gewesen sein, in der sich Karloff und Clooney zweimal, 1957 und 1958, trafen.
Bela Lugosi und Boris Karloff sangen zusammen das Duett “We’re Horrible Men”. Beide traten am 13. März 1938 in der Radiosendung “Baker’s Broadcast” (a.k.a. ”Seein’ Stars in Hollywood”) auf und sangen dieses amüsante Lied, das mit dem Leinwandimage der beiden Stars spielt.
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Unter seinem echten Namen ist William Henry Pratt nur wenigen bekannt. Als Boris Karloff hat er einen Platz im Pantheon des Horros eingenommen. Seinen Künstlernamen legte er sich bereits 1909 zu. Karloff wurde heute, am 23. November, vor 122 Jahren in London geboren. Schon zur Stummfilmzeit war Karloff aktiv, doch er lebte mehr schlecht als recht von seiner Profession. Mehr als ein Jahrzehnt verging, bevor Karloff den Durchbruch schaffte. Und das hatte er kurioserweise Bela Lugosi zu verdanken. Der war mit DRACULA (1931) zum neuen Horrorstar bei Universal aufgestiegen, weswegen man ihm selbstverständlich die Rolle des Monsters in FRANKENSTEIN (1931) anbot. Doch Lugosi lehnte ab. Eine Rolle, die nicht spricht war unter seinem Niveau. Eine Entscheidung, die er noch lange danach bereuen sollte, denn als Frankensteins Monster wurde Karloff zu Lugosis größtem Konkurrenten, auch wenn beide des Öfteren zusammen in Filmen agierten.

“Das Monster ist mein bester Freund”, sagte Karloff einmal. Und damit hatte er Recht. Ohne es wäre er nie zu der Ikone des Schreckens geworden, die er Zeit seines Lebens war. Er machte sich keine Illusionen. Dutzende andere Schauspieler hätten den Part auch überzeugend darbieten können, aber er hatte Glück und das nötige Talent, zu mehr als nur einer Eintagsfliege zu werden.


Noch zweimal spielte er das Monster, in BRIDE OF FRANKENSTEIN (FRANKENSTEINS BRAUT, 1935) und SON OF FRANKENSTEIN (FRANKENSTEINS SOHN, 1939). Zudem wirkte er in einer Reihe weiterer Universal-Produktionen wie THE BLACK CAT (1934), THE RAVEN (1935) , THE MUMMY (DIE MUMIE, 1932) und THE OLD DARK HOUSE(1932) mit. Karloff, der schon bald den Beinamen “The Uncanny” trug war auch für andere Firmen tätig. Er spielte Fu Manchu in THE MASK OF FU MANCHU (1932) und war der Detektiv MR. WONG in einer eigenen Filmreihe. Zur Mitte der 40er Jahre erhielt er deutlich weniger Angebote und mit ABBOTT AND COSTELLO MEET THE KILLER, BORIS KARLOFF (1949) endete die erste Stufe seiner Karriere.

In den 50er Jahren war er verstärkt für das Fernsehen aktiv. Er war Gastgeber der Serie THE VEIL und spielte auch in verschiedenen Folgen die Hauptrolle. Von 1960 bis 1962 war er der Gastgeber der Anthologie-Serie THRILLER. Und gleich darauf fungierte er in selber Funktion bei OUT OF THIS WORLD.

In den 60er Jahren wurde er auch wieder verstärkt für das Kino angefragt. Er arbeitete mehrmals für Roger Corman, so im Klassiker THE RAVEN (DER RABE, 1963) und setzte sich mit Peter Bogdanovichs TARGETS (TARGETS, 1968) gleich selbst ein Denkmal. Karloff starb am 2. Februar 1969 im englischen Sussex an den Folgen eines Emphysems.

Auf den Horrorstar festgelegt zu sein, machte ihm nichts aus: “Man hört oft, dass Schauspieler sich beschweren, auf einen bestimmten Typ festgelegt zu sein. Wenn man z.B. gutaussehend ist, ist man ein Leading Man. Ich hatte Glück. Wohingegen andere Millionen aufwenden, um ein Trademark zu erschaffen, wurde mir meines frei Haus geliefert. Wenn ein Schauspieler in der Position ist, sich selbst seine Rollen auszusuchen, hat er ein Problem, da er nie weiß, was er am Besten kann. Ich bin sicher, ich wäre ein hervorragender Lord Fauntleroy, aber wer würde zehn Cents bezahlen, um das zu sehen?”
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Das Poster für den Universal-Studios-Klassiker THE BLACK CAT mit Bela Lugosi und Boris Karloff wird in einer Auktion für 250.000 Dollar angeboten. Der Film kam 1934 in die US-Kinos. Aus dem Jahr ist auch das Poster. Vermutlich ist es das einzige Exemplar, das überlebt hat. Es gibt noch eine Variante mit blauer statt roter Farbe, von der die Existenz von vier Stück bekannt ist. Wer mitbieten will, kann das hier tun: http://movieposters.ha.com/common/view_item.php?Sale_No=7014&LotIdNo=116001

Schlagworte: Bela Lugosi, Boris Karloff, Horror, Poster, The Black Cat, Universal Studios
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In den USA ist vor einigen Jahren der Poverty-Row-Film THE RETURN OF THE VAMPIRE von Sony auf DVD erschienen. Interessant ist er vor allem, weil Bela Lugosi als Vampir einmal mehr besonders überzeugend ist.

Die Story: 1918 kommt der Vampir Armand Tesla nach London. Die Wissenschaftler Lady Jane und Sir John Ainsley machen seinem bösen Treiben ein Ende und rammen ihm einen Pflock durchs Herz, doch mehr als zwei Jahrzehnte später wird der Vampir wiedererweckt, als eine deutsche Bombe dafür sorgt, dass dieser Pflock verschwindet, und die Gruft, in der Tesla liegt, wieder freigelegt wird. Nun sucht Tesla zusammen mit seinem Werwolf-Diener Andreas Rache, die er an den Familien seiner Peiniger nehmen will.

Armand Tesla ist im Grunde Graf Dracula. Bela Lugosi spielt ihn wie die Paraderolle, die er in seinem Leben eigentlich nur zweimal interpretiert hat (1931 in DRACULA und 1948 in ABBOTT UND COSTELLO TREFFEN FRANKENSTEIN). Doch auch wenn der Name anders ist, so hat man es hier wie auch bei einigen anderen Lugosi-Filmen im Grunde mit der Figur Dracula zu tun. Und das macht auch den besonderen Reiz dieses Streifens aus. THE RETURN OF THE VAMPIRE lebt von Lugosi allein, da die Geschichte doch etwas hanebüchen geraten ist (Stichwort: der sprechende Diener-Werwolf), doch nichtsdestotrotz ist dieser kleinbudgetierte Film für Fans klassischen Grusels einen Blick wert. Die DVD ist spartanisch ausgestattet: Als Extra gibt es leider nur den Trailer.
Schlagworte: Armand Tesla, Bela Lugosi, The Return of the Vampire
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Denkt man an Bela Lugosi, so denkt man unweigerlich an Dracula.
So kennen wir alle Bela Lugosi:

Im Jahr 1909 hat er auf der Bühne jedoch eine gänzlich andere Figur gespielt. In einem Passionsspiel war er niemand Geringerer als der Heiland Jesus Christus.

Hier noch eine Collage mit verschiedenen Bildern des damals 27-jährigen Bela Lugosi.

Gestern, am 20. Oktober, jährte sich der Geburtstag von Bela Lugosi übrigens zum 127. Mal.
Schlagworte: Bela Lugosi, Dracula, Jesus
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