Albert Pyun schlachtet wieder alte Filme aus

Gerade sah ich mir in der IMDb an, was von Albert Pyun so als nächstes zu erwarten ist. Immerhin macht der eifrige Billigfilmer in letzter Zeit hauptsächlich auf sich aufmerksam, weil er Pseudo-Sequels zu eigenen und anderer Leute Filme dreht. So gab es 2008 ROAD TO HELL, der sich an STRASSEN IN FLAMMEN heranhängt, und 2010 TALES OF AN ANCIENT EMPIRE, der seinem THE SWORD AND THE SORCERER folgt. In ersterem hängt Michael Paré rum, in letzterem schaut Kevin Sorbo grimmig drein. Da passt es doch, dass beide nun in seinem neuesten Werk CYBORG: RISE OF THE SLINGERS mit dabei sein sollen.

Albert Pyun beschreibt das Werk so:

The big issue never really addressed by Cyborg was the plague that destroyed the world. So we are delving into the backstory regarding the plague, that it creates a zombie of the infected, that Mary (Terrie Batson) was the first prophet series cyborg and she was the cyborg – “Tama Prophet”- created to spread the plague (Mary being the Typhoid Mary of the 21st Century). In Cyborg, Pearl Prophet (Dayle Haddon) was created to spread the cure so its an interesting juxtposition of purposes I think.

Fender and the other Slingers were mercenary black ops soldiers working for a Halliburton type corporation and volunteered to become cybergenic. They were the Slingers and created to be immune to the plague and to further the corporations interests.

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Menschen sind unter uns!!!!!!!

Im Jahr 2009 startete der Syfy Channel (damals noch Sci-Fi) eine Kampagne, die das übliche Genre-Einerlei auf den Kopf stellt. Die Prämisse war: Was wenn nicht die Monster die Monster sind, sondern die Menschen? Und so konnte man sehen, was passiert, wenn der Schrecken vom Amazonas auf Menschen trifft,

Aliens keine Ufos, sondern Flugzeuge sehen

und Zombies sich vor Menschen fürchten.

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Eric Binford lebt für das Kino

Wann ist ein Mord schön? Es reicht nicht, dass das Opfer tot ist. Nein, das Ableben muss kunstvoll geschehen, Teil einer Inszenierung sein. Wenn Dracula oder die Mumie morden, dann ist das Fiktion. Aber nur solange, bis niemand auf die Idee kommt, es ihnen nachzutun. Jemand wie Eric Binford, der seine Morde Filmen nachstellt. In seinem Wahn wird er zu den Leinwandgestalten, als die er jene tötet, die ihm reales oder eingebildetes Unrecht angetan haben.

FADE TO BLACK nimmt sich Zeit, bis er die Eskalation eines verwirrten Geistes zeigt. Diese nutzt er, dem Publikum Eric Binford näher zu bringen. Dabei muss er sich nicht besonders mühen, wird es unter den Zuschauern doch genügend Binfords geben – minus dessen mörderischen Tendenzen natürlich. Was standardisierter Horror hätte werden können, erweist sich als etwas gänzlich anderes: Eine Verbeugung vor dem Medium. Interessanterweise weniger vor dem Horror per se, denn auch wenn Binford sich als Dracula und Mumie verkleidet, um zu morden, so ist es doch eher das klassische Hollywood, das ihn in seinen Bann zieht.

Regisseur Vernon Zimmerman kann es sich leisten, Clips aus Klassikern in sein Werk zu integrieren. Das  hebt FADE TO BLACK  auf eine andere Ebene, macht Eric Binford zu einer Art Copycat, und das nicht nur in Sachen Mord, sondern auch in Fragen des Lifestyles. Er kopiert, was er gesehen hat, auch wenn es keiner in seiner Umgebung erkennt. Wie bei der Szene mit der Tante und der Grapefruit, bei der Binford den großen James Cagney imitiert.

Die Geschichte ist lebendig, wann immer man Binfords Abstieg in den Wahn beobachten kann. Allerdings leistet sich der Film Füllmaterial, das keinem Zweck dient. Dies gilt insbesondere für alle Szenen mit Tim Thomerson, der als Psychologe erst am Ende etwas zu tun bekommt. Zuvor hat seine Figur keine Tragweite und seine Szenen stören den erzählerischen Fluß, auch wenn es nett ist, Thomerson in seiner Prä-Full-Moon-Phase zu sehen. In einer kleinen Rolle agiert zudem Mickey Rourke, der einen Kollegen von Binford spielt und sich auf eine Wette einlässt, die er nicht gewinnt. Er kann nicht beantworten, wie Humphrey Bogarts Figur in CASABLANCA mit Nachnamen heißt.

Die 1980er-Produktion fristete hierzulande ein Schattendasein. Auf VHS gab es sie zwar, anders als in USA dauerte es jedoch Jahre, bis endlich eine DVD des Titels auf den Markt kam. CMV hat DIE SCHÖNEN MORDE DES ERIC BINFORD, wie er hierzulande heißt, nun in einer ansprechenden, technisch einwandfreien Edition in Buchbox auf den Markt gebracht. Abzüge in der Endnote gibt es nur, weil die Inhaltsangabe auf dem Backcover nicht davor zurückschreckt, das Ende zu verraten.

Rick Blaine.

So heißt Bogart in CASABLANCA. Nicht, dass ich das aus dem Stegreif gewusst hätte. “Rick” schon, “Blaine” nicht. Aber das lässt sich heute schnell herausfinden. Ganz anders als  in den frühen 80er Jahren, lange vor dem Internet, als man sich solches Wissen noch mühsam aneignen musste. So ist FADE TO BLACK nicht nur ein selbstironischer Thriller, sondern auch Reise zurück in die Zeit, als sich die Spreu vom Weizen in Sachen Film-Connaisseur noch schnell und nachhaltig trennte.

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Das erinnert mich doch an…

…PUSS IN BOOTS.

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Es sind wohl die Augen…

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Action-Gülle von Steven Soderbergh: HAYWIRE

Es ist durchaus interessant, wenn ein Filmemacher sein typisches Betätigungsfeld hinter sich lässt und sich an etwas Neuem versucht. Steven Soderbergh hatte Lust und Interesse, einen handfesten Actionfilm zu inszenieren. Nicht unbedingt das, woran man als erstes denkt, wenn man seinen Namen hört. Aber per se ist das nicht uninteressant, kann man doch beobachten, ob die typische Kälte und Distanziertheit, die seine Arbeiten auszeichnen, auch in einem Actionformat Erkennungsmerkmal sind.

Mallory Kane (Gina Carano) arbeitet für die CIA und hat in ihrem Leben schon zahlreiche schmutzige Aufträge absolviert. Sie ist eine der besten, die immer dann geholt wird, wenn es besonders brenzlig ist. Wenn jemand sterben oder verschwinden muss, dann schickt man Mallory.

Zahlreiche Jobs hat sie schon hinter sich gebracht, ohne ihre Taten zu bereuen. Nicht weil sie glaubt, immer im Auftrag des Guten zu töten, sondern weil sie der Schlag Mensch ist, der in diesem Leben ganz und gar aufgeht.

Ihr neuer Auftrag führt sie nach Barcelona und anschließend nach Dublin. In Dublin tötet sie einen Mann, wie es ihr von ihrem Verbindungsmann Kenneth (Ewan McGregor) aufgetragen wurde. Doch damit hat sie auch ihr eigenes Todesurteil unterschrieben, denn offenbar ist sie als Sündenbock aufgebaut worden. Nun ist es Mallory, die von Killern gejagt wird und sich bis in die USA durchschlägt, wo sie beschließt, dass es an der Zeit ist, das Fliehen zu beenden. Sie ist bereit zurückzuschlagen und macht nun ihrerseits Jagd auf die Männer, die sie verraten haben.

Die Hauptgeschichte von „Haywire“ ist, dass eine Auftragskillerin verraten wird und nun ihrerseits gegen die Männer vorgeht, die sie ins Verderben stürzen wollten. Nur: Diese Geschichte beginnt eigentlich erst nach einer knappen Stunde.

Zwar hat man die Einführung, in der unsere Heldin – und den Begriff kann man hier nur im weiteren Sinne anwenden – gegen Channing Tatum kämpfen muss und dann flieht, aber ansonsten zeichnet sich die erste Stunde nur durch lange Rückblenden aus.

So erzählt der Film sehr ausführlich, was sich in Barcelona und Dublin getan hat. Das wäre als Unterbau nicht schlecht, wenn er etwas schneller zum Punkt kommen würde. Denn für die eigentliche Geschichte sind diese vergangenen Sequenzen reichlich unwichtig. Und das umso mehr, da man an ihnen alleine auch nicht erkennen kann, weswegen Mallory nun zum Sündenbock wird. Die Aufklärung gibt es erst in den letzten Minuten.

Man könnte argumentieren, dass das, was Soderbergh an dem Drehbuch ansprach, diese Abkehr von einer konventionellen Erzählweise war, aber letzten Endes scheitert der Film daran, dass diese erste Stunde irrelevant und langweilig ist. Gäbe es nicht ein paar gelungene Actioneinlagen, man würde im Kino sanft entschlummern.

Dass mit der Mixed-Martial-Arts-Kämpferin Gina Carano keine Schauspielerin die Hauptrolle übernommen hat, ist so schlimm nicht. Sie ist nicht gut. Darüber muss man nicht diskutieren. Aber mit der stoischen Mimik und der gefühlskalten Darbietung der Dialoge passt sie für die Rolle, die sie hier zu interpretieren hat. Wichtiger ist jedoch noch, dass sie in Action grandios aussieht.

Die Kampfeinlagen sind auch die einzigen echten Highlights von „Haywire“. Speziell die Kämpfe Mann-gegen-Frau weisen eine Intensität und Authentizität auf, die den Film in diesen Momenten richtig lebendig werden lässt. Wunderbar der Kampf zwischen Carano und Michael Fassbender im Hotelzimmer. Das sieht nicht stilisiert, nicht übertrieben aus, weist aber schon filmische Ästhetik auf.

Eine der besten Sequenzen findet sich am relativen Anfang des Films, als Mallory und ihre Begleiter ihre Mission in Barcelona durchziehen. Soderbergh hat hier die Dialoge entfernt und die Geräuschkulisse gedämpft. Über mehrere Minuten hinweg ist es nur die Musik, die das Ganze untermalt. Das mutet an wie ein Stummfilm, aber mit der rasanten Darstellung schneller Schnittfolgen.

Leider gibt es solche Szenen im Film nicht häufig. Zumeist herrscht einfach gähnende Langeweile, über die auch das namhafte Ensemble nicht hinwegtäuscht. Dass sich hier Schauspieler wie Michael Douglas, Ewan McGregor, Michael Fassbender oder Antonio Banderas einfinden, liegt wohl einzig und allein daran, dass sie mit Soderbergh arbeiten wollten. Denn Substanz hat keine einzige Rolle. Daran liegt es aber auch, dass jeder dieser an sich guten Schauspieler farblos bleibt.

„Haywire“ kann als misslungenes Experiment bezeichnet werden, das daran leidet, dass ein Regisseur, der mit seiner Art der Inszenierung, aber auch seinen filmischen Interessen besser bei Dramen aufgehoben ist, unbedingt einen Actionfilm drehen wollte.

Ein paar visuelle Sperenzchen heben „Haywire“ von anderen Genre-Produktionen ab, aber das allein reicht auch nicht, um das Interesse des Zuschauers über gerade mal knapp 90 Minuten zu binden. “Haywire” ist relativ kurz, und dennoch könnte man die gefühlte Laufzeit auf gut drei Stunden taxieren.

Bei einzelnen Actionmomenten erwacht man als Zuschauer aus der Lethargie, die dieser Film auslöst, und beobachtet milde interessiert, wie sich Männlein und Weiblein kräftig gegenseitig einschenken. Das hat dann schon Dynamik, aber es ist zu wenig, um diesen Film auch nur in die Nähe von akzeptablem Mittelmaß zu rücken.

Letzten Endes stimmt der alte Spruch: „Schuster, bleib bei deinen Leisten.“ In dem Sinne: Nächstes Mal wieder ein Drama, Herr Soderbergh, dann klappt’s auch mit dem Zuschauer.

 

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In zwei Stunden: Geoff Schaafs “Sturm über Shelter Island”

Wen’s interessiert: Geoff Schaafs Debüt als Regisseur, der Thriller “Sturm über Shelter Island” aus dem Jahr 2003, läuft um 1.20 Uhr im ZDF.

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Laurel und Hardy in Farbe

Der Film entstand 1941, noch vor dem US-Eintritt in den Zweiten Weltkrieg, wurde jedoch erst 1943 benutzt, um an der Heimatfront die Menschen aufzufordern, Ressourcen nicht zu verschwenden. Ursprünglich war dieser Industrial Film dafür gedacht, als Werbemaßnahme für Holz-Produkte zu dienen.

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Erinnerungen eines gruseligen alten Mannes

Die Extras bei DVDs sind nur selten etwas wirklich Besonderes. Zumeist bekommt man simple Standards geboten. ALL BEAUTY MUST DIE hält jedoch eine Überraschung parat. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte. Erzählt wird davon, wie sich in den 70er Jahren ein reicher junger Mann und eine noch jüngere Frau kennen und lieben lernen. Ein Jahrzehnt später verschwindet die Frau spurlos. Ein Mord wird nicht ausgeschlossen, kann aber auch nicht nachgewiesen werden.

Die Namen im Film wurden verändert, die Vorlage ist jedoch das Leben von Robert Durst und Kathleen McCormack. Die Überraschung? Die DVD hat einen Audiokommentar zu bieten, der es in sich hat: Er wird von Regisseur Andrew Jarecki und Robert Durst gesprochen. Dabei handelt es sich im Grunde eher um ein Interview, denn Jarecki stellt Durst eine ganze Reihe von Fragen, auf die dieser sehr ausufernd antwortet. Als wäre es nicht schon gruselig genug, hier einem Mann zu lauschen, der möglicherweise seine Frau ermordet hat, geht die Geschichte noch viel weiter.

Eine Freundin von Robert Durst wurde Jahre später in Los Angeles ermordet – im Stil einer Exekution. Und Durst kam später vor Gericht, weil er in Texas seinen Nachbarn zerstückelt und die Leichenteile vergraben hat. Man hatte ihm auch den Mord an dem Mann vorgeworfen, aber die Geschworenen glaubten ihm, dass er in Notwehr gehandelt hat. Und für das Zerstückeln einer Leiche gibt es nur eine sehr überschaubare Strafe: ein paar Monate Knast.

Dass Durst sich überhaupt zu diesem Audiokommentar bereiterklärt hat, ist schon merkwürdig genug. Immerhin impliziert der Film, dass Durst nicht nur seine Frau, sondern auch die beiden anderen Menschen ermordet hat. Das stört Durst aber nicht. Was ihn stört – und was er sofort geraderückt, als die Szene kommt – ist die Tatsache, dass er nie einen Hund umgebracht hat. In seinem Garten wurde ein Hundeskelett gefunden, aber – das ist ihm wichtig! – er hat den Hund nicht auf dem Gewissen.

Was die Menschen betrifft, so äußert er sich nicht. Es scheint ihn auch nicht zu jucken, dass der Film ihn praktisch als den Mörder bzw. den Auftraggeber (bei seiner Freundin aus L.A.) brandmarkt. Lieber erzählt er davon, wie seine Frau war und wie glücklich sie (bisweilen) zusammen waren.

Geradezu verstörend ist der Audiokommentar, als die Szene kommt, in der Ryan Gosling seine Frau Kirsten Dunst vor den Augen ihrer Familie an den Haaren aus dem Haus zerrt. Das kommentiert Durst mit der Bemerkung, dass dies sehr authentisch inszeniert wurde. Für Jarecki muss es eine ungewöhnliche Erfahrung gewesen sein, mit Durst vorm Mikrofon zu sitzen. Er hält sich auch etwas zurück und spricht immer nur vom Verschwinden von Kathleen. Irgendwie aber auch verständlich. Wer möchte schließlich schon einem Mann, der für das Ableben mehrerer Menschen verantwortlich sein könnte und mindestens einen zerstückelt hat, auf die Pelle rücken?

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Stimmungsvolles alla italiana

Die Website meines Freundes San Daniele ist gerade live gegangen: Sektor. Allzu viel ist noch nicht zu sehen und wichtiger noch zu hören, aber ein paar Stücke gibt es schon. Man orientiert sich am Sound knackiger Italo-Filme der 70er und 80er Jahre, was bei Stücken wie “Humunculus” auch gleich klar ist. Das Ganze findet man hier.

 

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Der AVENGERS-Trailer…

…klassisch animiert.

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Muss eine unheimliche Arbeit gewesen sein, aus all den alten Zeichentrickfilmen entsprechende Szenen herauszusuchen, um den Film-Trailer zu imitieren.

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