So long, and thanks for all the fish: Larry Fessendens BENEATH

Ein Film aus der Kategorie “Dumm ist, wer Dummes tut.” Da hat man sechs Teenager, die das Ende ihrer High-School-Zeit feiern wollen. Klar, Party irgendwo am See geht da immer. Aber was macht jemand, der weiß, dass in diesem See ein riesiges Fischmonster haust, dem schon Leute zum Opfer gefallen sind? Man hält einfach das Maul und nimmt sich vor, nur ja niemanden schwimmen zu lassen.

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Aber von Anfang an. Unsere sechs Teenies sind also mit ihrem Paddelboot auf dem See unterwegs. Ein paar gehen schwimmen, einer schiebt Panik und es kommt, wie es kommen muss. Der Riesenfisch greift an, ein Mädchen stirbt (nicht überraschend: Es ist Mackenzie Rosman, bekannt aus Eine himmlische Familie, die wohl der größte Kostenfaktor des Films war), die Paddel gehen kaputt und die übrigen fünf sitzen auf dem See fest. Es dauert keine zehn Minuten, bis die Leiche verfüttert ist und man zur Abstimmung tritt, wer sich denn nun opfern soll, um den Fisch abzulenken, während der Rest stiften gehen kann.

Wen es trifft, ist im Grunde nicht weiter relevant. Denn die Figuren in Beneath sind durch die Bank unsympathische Egomanen. Highlight ist dabei, als sie zum Besten geben, warum sie im Boot bleiben müssen und ein anderer zu Fischfutter werden soll („Weil ich ein Star und eine Inspiration für andere sein werde, ich darf nicht sterben.“).

Beneath 2013 Larry Fessenden movie pic9KNatürlich ist es nicht so, dass man sich in Extrem-Situationen immer logisch verhält, aber dass man im Angesicht der Gefahr automatisch auf den IQ eines Fischstäbchens herabfällt, ist dann doch etwas überzogen. Wenn man allerdings einen derartigen IQ hat, dann ergibt es sicherlich auch Sinn, der Reihe nach Leute an den Fisch zu verfüttern, bis niemand mehr da ist. Smarter wäre es sicherlich gewesen, wenn alle zeitgleich ins Wasser springen, um zum Ufer zu schwimmen (das gerade mal 100 bis 200 Meter weg ist). Aber dann wäre Larry Fessendens seichtes Filmchen sehr schnell vorbei gewesen.

Das Ganze erinnert übrigens an den von Fessenden produzierten Hypothermia, nur eben im Sommer anstatt im Winter, und mit einem Fischmonster, das nicht auf zwei Beinen daherkommt. Die Qualität der Spezialeffekte ist kein Deut besser. Hier merkt man am stärksten, dass mit einem Winzig-Budget gearbeitet wurde. Der Plastik-Fisch geht jedoch in Ordnung, wenig Geld ist aber keine Entschuldigung für ein lausiges Skript.

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