Es ist angerichtet: Blood Feast 2

Herschell Gordon Lewis, der Godfather of Gore, meldete sich mit BLOOD FEAST 2: ALL U CAN EAT im Jahr 2002 zurück! Nach mehreren Jahrzehnten der Ruhepause hat sich Herschell Gordon Lewis wieder auf den Regiestuhl geschwungen und die Fortsetzung zu seinem Horror-Erstling heruntergekurbelt. Fast 40 Jahre nach dem Original wird die Geschichte weitererzählt. War es damals Fuad Ramses, der ägyptische Caterer, der junge Frauen nahm und sie zu kulinarischen Spezialitäten verarbeitete, so ist es nun Fuad Ramses III, der stolze Enkel, der ein Restaurant eröffnet und sich sehr schnell auf dieselben kulinarischen Genüsse beschränkt, die seinen Großvater berühmt gemacht haben. Natürlich sind ihm zwei Polizisten auf der Spur, doch weder Detective Myers noch Detective Loomis sind die hellsten ihres Gewerbes. Und so kann Ramses weiter schlachten und kochen.

Ernsthaftigkeit darf man sich von einem Film wie diesem natürlich nicht erwarten. Stattdessen wird es ordentlich albern, was nicht zuletzt an den beiden Cops liegt, die als Gegenpole fungieren: Der eine verdächtigt Ramses, der andere will nichts davon hören, mag er dessen Essen doch viel zu gerne. Kernpunkt des Film ist jedoch J.P. Delahoussaye, der als Ramses derartig sympathisch rüberkommt, dass man sich beim Betrachten des Films dabei ertappt, ihm bei seinen Exkursionen viel Glück zu wünschen.

Neben nackten Tatsachen erwartet man bei einem Lewis-Film natürlich auch Massen an Splatter und Gore. Davon gibt es in BLOOD FEAST 2 genug, obwohl anzumerken ist, dass Lewis sich in dieser Beziehung kaum verändert hat und relativ uninspiriert die Kamera über lange Strecken auf das Gematsche hält ohne auch nur zu versuchen, das Ganze durch eine durchdachte Bewegung etwas zu ästhetisieren. Insofern wirken diese Szenen fast so, als hätte man sie im Nachhinein eingefügt, was umso mehr gilt, da der Film auch ohne diese extrem gut funktioniert, versteht er sich doch in erster Linie als megaschräger Spaß für Trashfreunde.

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