Galerie des Grauens: Die Augen des Satans

Der zehnte und letzte Titel der Anolis-Reihe GALERIE DES GRAUENS ist noch mal ein Highlight: THE BRAIN FROM PLANET AROUS (DIE AUGEN DES SATANS). Der Film wurde im Jahr 1957 produziert. Am Ruder saß Nathan Juran, der sich aber irgendwie für das kleine Budget schämte und darum lieber als Nathan Hertz geführt wurde. Im Vergleich zu den Ray-Harryhausen-Produktionen, an denen Juran gearbeitet hatte – das Glanzstück war ein Jahr später THE 7TH VOYAGE OF SINBAD (SINDBADS 7. REISE) – ist das nur 58.000 Dollar teure Gehirn vom Planeten Arous natürlich deutlich kleiner und schäbiger. Aber das mindert den Unterhaltungswert nicht im Geringsten.

Die Story: Als der sympathische Forscher Steve March zusammen mit seinem Freund Dan eine seltsame Strahlung in den Bergen nahe seines Hauses beobachten will, ahnt er nicht, dass sich sein Leben dramatisch ändern wird. Der Verursacher der Strahlung ist ein kriminelles Hirnwesen namens Gor, das aus einer fernen Galaxis geflohen ist und die Erde beherrschen möchte. Zunächst fährt es aber in Steves Körper und lässt ihn unvorstellbare Dinge tun,während es auch Gefallen an Steves Verlobter Sally findet. Zum Glück ist die Menschheit nicht allein, denn ein weiteres Wesen namens Vol folgt dem verbrecherischen Gor zur Erde, um ihn unschädlich zu machen.

Im Mittelpunkt des Films steht John Agar, der sich schmerzhafte Kontaktlinsen einsetzen lassen musste, um als vom Gehirn Besessener zu morden. Das Beste: Agar übertreibt ohne Rücksicht auf Verluste. Hätte er einen Bart, er würde ihn zwirbeln. Da er einen solchen aber nicht besitzt, ergeht er sich in irre-schurkischem Gelächter, das zwar nicht wie ein Lachsack funktioniert, aber so schön langgezogen ist, dass es einfach nur noch amüsant ist.

Die Effekte des Films sind für das Alter ganz ordentlich, auch die übrigen Schauspieler schlagen sich ordentlich. Jurans Regie ist wie immer gut, aber ohne eigene Handschrift. Unterm Strich bleibt ein knackiger SF-Film und ein schöner Abschluss der Reihe, der Lust auf DIE RÜCKKEHR DER GALERIE DES GRAUENS macht.

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