72,5 Minuten Laufzeit. 2,5 Minuten Vorspann. 5,5 Minuten Rückblick auf den vierten Teil. 3,5 Minuten Nachspann. Bleiben 61 Minuten Netto-Laufzeit bei TRANCERS 5! Eine geradezu typische Charles-Band-Manier, um möglichst wenig neues Material drehen zu müssen. Eigentlich ist es schon überraschend, dass es in der Mitte des Films nicht noch eine weitere langwierige Rückblende mit altem Material gibt.
Die Story: Vor langer Zeit hat Jack Deth den schrecklichen Trancers-Fürsten Caliban besiegt, doch noch immer fehlt ihm die Möglichkeit zur Rückkehr ins 24. Jahrhundert. Gemeinsam mit Calibans Sohn Prospero und der ebenso schönen wie furchtlosen Shaleen macht sich Jack auf die Suche nach dem magischen Kristall, dessen Kräfte seinem Besitzer erlauben, Zeit und Ort seiner Existenz frei zu wählen. Doch bevor die Drei ihr Ziel erreichen, beschert ihnen die Magie einen Feind, mit dem sie nie gerechnet hätten: Lord Caliban…
Der fünfte Teil schließt direkt an den Vorgänger an. Kunststück, beide wurden back-to-back gedreht. Die Regie führte erneut David Nutter nach einem Drehbuch von Peter David. Letzterer braut eine halbwegs unterhaltsame Story zusammen, bei der Jack Deth in echter Fantasy-Tradition eine Quest zu vollenden hat. Besonders albern sind aber die Dialoge. Peter David hat schon besser gearbeitet, denn so lustig ist die Tatsache, dass der Kristall Tiamant heißt und Deth lapidar erklärt “Klingt wie Diamant”, dann auch wieder nicht.
Das Ende des Films wirkt etwas gehetzt. Man wird das Gefühl nicht los, das hier noch Sequels vorbereitet werden sollten, zu denen es nicht mehr kam (denn in TRANCERS 6 ist Tim Thomerson nicht mehr dabei). Zwar konnte Jack in seine Zeit zurückkehren, aber in der anderen Welt hat er ein ungeborenes Kind zurückgelassen. Und auch Prosperos Geschichte in Jack Deths Zeit scheint irgendwie noch nicht zu Ende zu sein. So ist das Finale dieser Reihe ein wenig unbefriedigend. Und ja, die Saga ist vorbei, denn ein TRANCERS-Film ohne Tim Thomerson ist wie Suppe ohne Salz.


