Spartacus: Old Wounds

Die elfte Folge von SPARTACUS: BLOOD AND SAND trägt den Namen “Old Wounds”. Der Titel ist bezeichnend, sind es doch diese alten Wunden, die zusammen mit der vorherigen Episode die Wiedergeburt des Mannes bedeuten, der Spartacus einst war.

Die Story: Spartacus leidet unter starkem Fieber und Halluzinationen. Er kann den großen Kampf gegen Pompeijus’ Champion nicht antreten, weswegen Crixus’ große Stunde kommt. Spartacus kämpft gegen die Krankheit an, wird vom Medicus und Mira versorgt, und sieht schließlich den Mann neben sich, der einst seine Frau in den Ludus brachte und bei deren Verteidigung verwundet wurde. Als Spartacus das Fieber besiegt, bittet er Mira, ihn loszubinden. Er untersucht den Mann und sieht, dass er keine Wunde hat, wo er eigentlich eine haben sollte. Er zwingt die Wahrheit aus ihm heraus, nämlich, dass Batiatus Sura töten ließ, und tötet den Mann dann. Sein Tod erscheint jedoch so, als sei sie von der Wunde verursacht, die ihm der Magistrat beigebracht hat. Denn Batiatus hat zum Schlag gegen den Magistrat ausgeholt und ihn entführen lassen. Doch gleich töten will er ihn noch nicht. Vielmehr hat er einen diffizilen Plan in Gang gesetzt, an dessen Ende es so aussieht, als ob Solonius den Magistrat getötet hätte. Am Ende war der Tag für Batiatus erfolgreich, doch er ahnt nicht, dass Spartacus nun weiß, wer der Mörder seiner Frau ist.

Kurz vor dem Staffelfinale kehrt die Serie an den Anfang zurück. Im Verlauf dieser Folge erlebt man die Entwicklung mit, die Spartacus wieder zu jenem Mann macht, der er einst war. Eine bezeichnende Szene ist eine seiner Halluzinationen, als er auf sein eigenes totes Ich, den wilden Thraker mit den langen Haaren, hinunterblickt und Sura ihn fragt, warum er ihn getötet hat. Spartacus ergab sich seinem Schicksal, doch nun kehrt er wie der Phoenix aus der Asche zurück.

Auch andere Handlungsfäden werden logisch fortgesponnen und finden ein Ende. Man erfährt, wem Ashurs Loyalität wirklich gilt, und Batiatus erweist sich als ein brandgefährlicher Mann, der listig zwei Feinde auf einmal aus dem Weg räumt. Dieser Handlungsbogen sowie die Geschichte um Spartacus sind der Kern der Episode, aber auch die Wiedergebut von Crixus spielt in die Geschichte hinein. In gewisser Weise ist es für alle drei – Spartacus, Batiatus und Crixus – eine Rückkehr zu alter Form, zu einer Zeit, die längst hinter sich gelassen geglaubt worden ist. Und die nun mit umso größerer Wucht zurückkehrt.

Schön das Wiedersehen mit Erin Cummings als Sura und Jay Courtney als Varro. Es sind nur kurze Momente, aber sie bieten eine Art Abschluss. Und gerade im Fall von Sura und Mira erscheint es, als ob der Staffelstab übergeben wird. Spartacus soll sich gegen das Schicksal wehren. Er ist wieder der Mann, der er war. Ein Mann, der nach Freiheit strebt. Und Mira könnte die Frau an seiner Seite sein.

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