Spartacus: Sacramentum Gladiatorum

Die zweite Folge von SPARTACUS: BLOOD AND SAND beginnt damit, dass Spartacus in die Gladiatorenschule des Batiatus gebracht wird. Dort haben sich neue Gladiatoren-Anwärter eingefunden und diese werden vom Ausbilder Doctore unter die Lupe genommen. Spartacus muss gegen den Gallier Crixus kämpfen und verliert dabei, obschon er versehentlich einen anderen Mann tötet. Batiatus’ Gladiatoren sind besser als jene, denen Spartacus in der Arena begegnete. Batiatus hofft auf große Erfolge mit Spartacus. Er braucht sie auch, um seine Schulden zu begleichen. Claudius Glader sucht Spartacus auf. Er wünscht nicht länger den Tod des Thrakers. Vielmehr wünscht er ihm Leid in der Arena, wohlwissend, dass seine Frau geschändet und als Sklavin verkauft wurde. Spartacus weigert sich, den Anweisungen seiner Ausbilder zu folgen. Doch dann erkennt Batiatus, was es ist, das Spartacus anspornt. Er verspricht ihm, zu helfen, ihn mit seiner Frau wiederzuvereinen, wenn er den finalen Test besteht und ihn als Herr akzeptiert.

Die zweite Folge der Serie konzentriert sich fast ausschließlich auf die Ausbildung als Gladiator. Neue Figuren werden eingeführt, wobei Peter Mensah als Doctore besonders starken Eindruck hinterlässt. Gleichwohl überzeugt der ansonsten nicht immer sattelfeste John Hannah als Batiatus. Und obschon man bislang das Gefühl hatte, in ihm eher einen Schurken zu erkennen, mischt sich nun Ambivalenz in seine Darstellung. Er könnte für Spartacus werden, was Proximo für Maximus in GLADIATOR gewesen ist.

Auch in dieser Folge gibt es reichlich Action, die aber ohne die extremen Blutfontänen der ersten Episode auskommt, was wohl hauptsächlich daran liegt, dass kaum jemand stirbt. Bemerkenswert ist die Darstellung römischer Dekadenz, die soweit geht, dass die Sklaven im Hause wie Inventar betrachtet werden. Ohne Scham oder Scheu folgen die Herren vor den Augen der Sklaven der eigenen Lust. Dementsprechend gibt es auch hier wieder freizügige Szenen, wobei besonders das “Vorspiel” von Batiatus und Lucretia eine perverse Note erhält, die abermals zeigt, dass man zumindest in dieser Disziplin ROM hinter sich lässt. Übrigens: Bei Lucy Lawless verhält es sich wie mit einem gut gereiften Wein. Sie ist heute deutlich attraktiver als sie das zu ihren XENA-Zeiten war. Ungewöhnlich für eine amerikanische Produktion ist es, dass es Full-Frontal-Nudity eines Mannes gibt – und das sogar in einer Szene sehr ausgiebig. Das traut sich sogar kaum ein Film.

“Sacramentum Gladiatorum” versucht sich etwas mehr in Charakterbildung, zeigt neue Facetten von Spartacus und Batiatus und wartet mit interessanten neuen Figuren auf. Zu diesem Zeitpunkt sieht die Entwicklung der Serie vielversprechend aus, auch wenn man sich fragt, wann die Show wohl den Punkt erreichen wird, da Spartacus den Sklavenaufstand leiten wird.

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