Spartacus: Great and Unfortunate Things

Die siebte Folge von SPARTACUS: BLOOD AND SAND trägt den Titel “Great and Unfortunate Things”. Und mit dieser Folge erreicht die Entwicklung der Hauptfigur einen Höhepunkt. Spartacus trauert um seine Frau. Gleichwohl sorgt er sich um den jungen Pietros, der von einem Gladiator vergewaltigt wird. Nachdem Pietros, der glaubte, dass Barca für sie beide die Freiheit erkaufen würde, sich selbst tötet, tötet Spartacus den Gladiator. Das erzürnt Batiatus, hatte der Gladiator doch beträchtlichen Wert. Aber Spartacus kann für neue Gewinne sorgen, denn er soll einen legendären römischen Führer in der Arena spielen. Was Spartacus jedoch nicht gefällt: Dieser Führer kämpfte gegen die Thraker und seine Gegner in der Arena sollen Thraker sein. Spartacus denkt über seine Frau nach und was sie ihm sagte. Sie sagte, die Götter hätten einen Plan für ihn, ein Schicksal, und das Weiterleben wäre es wert, um diese Bestimmung zu erfüllen. Darum beschließt er, sein Schicksal anzunehmen. Mit Batiatus schließt er einen Pakt: Er wird alleine gegen die sechs “Thraker” kämpfen. Und Batiatus besteht darauf, dass er danach nur noch für sein Schicksal lebt: Ein großer Gladiator zu werden. Derweil unternimmt Doctore Nachforschungen. Er glaubt die Geschichte nicht, dass Barca sich freikaufte.

Diese siebte Folge der Serie ist ganz und gar Spartacus vorbehalten. Und der Schlussmoment in der Arena zeigt, dass er nun sein Schicksal akzeptiert. Er ruft es richtiggehend hinaus: “Ich bin Spartacus.” Wie auch immer er früher geheißen haben mag, dieser Mann ist tot. Nun folgt er einer neuen Bestimmung, die er selbst noch nicht kennt. Wir als Zuschauer sind da schlauer, da wir wissen, dass er versuchen wird, die Sklaven in die Freiheit zu führen. Darum wissen wir auch um sein Schicksal und dass diese Bestrebungen letzten Endes nicht fruchten werden, doch das ändert nichts daran, dass der Aufstand notwendig ist. Der Moment, in dem aus dem Gladiator ein für allemal Spartacus wird, ist narrativ exzellent gestaltet. Er sieht im letzten “Thraker”, den er tötet, sich selbst. Und mit diesem Mann stirbt auch der Thraker in ihm.

Obschon “Great and Unfortunate Things” vor allem Spartacus vorbehalten ist, haben auch die anderen Figuren gute und wichtige Momente. Varro erhält etwas Tiefe, weil man seine Frau trifft, mehr über ihn erfährt und einen Ausbruch der Gefühle miterleben kann. Und Doctore versucht sich als antiker Sherlock Holmes, der erkennt, dass die unterschiedlichen Geschichten nicht zusammenpassen. Darauf aufmerksam wird er dadurch, dass Naevia Crixus und ihn angelogen hat. In dem Glauben, Barcas Ehre zu verteidigen. Doch als sie Doctore sagt, dass sie durch seine Fragen in “harm’s way” gerät, also in höchste Gefahr, wird dem Ausbilder klar, dass etwas nicht stimmt. So wird es interessant zu sehen, wie und ob sich dieser Handlungsstrang noch entwickelen wird. Besonders gilt dies auch, weil Doctore um Spartacus’ Fluchtpläne weiß, aber schweigt. Hier könnte der Grundstein gelegt werden, der Doctore zu einem wichtigen Helfer beim Aufbau von Spartacus’ späterer Armee werden lässt.

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