Der Schrecken vom Amazonas: Das Musical

Es ist wohl eine der irrsten Ideen überhaupt: Ein Musical zu Jack Arnolds THE CREATURE FROM THE BLACK LAGOON (a.k.a. DER SCHRECKEN VOM AMAZONAS). Aber 2009 wurde es doch Wirklichkeit. Und zwar für die Universal Studios Tour in Los Angeles. Dort kündigte man 2008 das etwa 25-minütige Stück an und feierte im Frühling Premiere.

In der komprimierten Fassung der Geschichte gibt es die bekannten Zutaten inklusive des Schiffs Rita und der lieblichen Kay, in die sich der Kiemenmensch verliebt. Zum Ende hin nimmt die Geschichte aber eine mehr als unerwartete und auch enorm unpassende Wendung, denn der Kiemenmensch wächst zu gigantischer Größe heran und frisst die Frau seiner Träume. Und als wäre das nicht genug, fühlte sich diese auch noch von dem Fischmenschen angezogen.

Das Musical ist unterste Schublade. Und das nicht nur, weil die Handlung so abstrus präsentiert wird und den Kern der Vorlage vollkommen verfehlt, sondern auch, weil die Umsetzung vergleichsweise günstig gemacht ist und die Songs wenig eingänglich sind. Dass der Kiemenmensch singt, ist ja noch zu verkraften, aber dass er keine besseren Texte bekommen hat, einfach nicht.

Die Highlights sind die gemeinsame Schwimmszene von Kay und dem Kiemenmenschen, die mit Wirework bewerkstelligt wird, und der erste Auftritt des Kiemenmenschen, der vom Koch attackiert wird und diesem den Arm abreißt. Ansonsten ist hier nicht viel geboten. Dabei hätte man durchaus etwas aus der Vorlage machen können, aber die Umsetzung  hätte ins Alberne gehen müssen, um überzeugen zu können. Doch seht selbst:

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