Voll übernatürlich: Paranormal Investigations

Entstanden schon vor PARANORMAL ACTIVITY, auch wenn es jetzt so aussieht, als hinke PARANORMAL INVESTIGATIONS ebenso wie PARANORMAL ENTITY dem neuen Reality-Spuk-Trend hinterher. Dabei ist DEATH OF A GHOST HUNTER, wie der Film im Original heißt, schon aus dem Jahr 2007. Und da Autor und Regisseur Sean Tretta danach den indiskutabel schlechten THE DEATH FACTORY: BLOODLETTING gemacht hat, stand zu erwarten, dass ein noch früherer Film noch amateurhafter daherkommen würde. Ganz so schlimm ist es erfreulicherweise nicht.

Die Story: Im Jahr 2002 wurden der renommierten Geisterjägerin Carter Simms 5.000 Dollar angeboten, um über drei Tage und drei Nächte hinweg das berüchtigte Materson Haus auf paranormale Aktivität zu untersuchen. 20 Jahre zuvor wurden Pfarrer Joseph Materson und seine Familie in ihrem eigenen Heim brutal ermordet. Mit der Hilfe eines Kameramannes, eines Reporters und eines spirituellen Beraters machte Carter sich daran zu beweisen oder zu widerlegen, dass es im Masterson Haus spukt. Was dann geschah, ist die erschreckendste und tragischste paranormale Untersuchung in der Geschichte der modernen “Geisterjagd”.

PARANORMAL INVESTIGATIONS ist ein Mix aus Film und Dokuspiel. Man möchte die BLAIR WITCH PROJECT-Schiene fahren, ist aber nie konsequent genug, sondern lässt es eher erscheinen, als wäre ein Dokumentarfilmteam praktisch anwesend gewesen. Mit 100 Minuten ist der Film deutlich zu lang. Es dauert und dauert, bis die Handlung mal etwas in Gang kommt. Und der Gruselfaktor stellt sich nur vergleichsweise milde ein. Aber da hat PARANORMAL ACTIVITY auch nicht die Nase vorne, ist der doch auch deutlich mehr Schlaftablette, als der Hype einen seinerzeit glauben ließ. Zudem ist eigentlich von vornherein klar, dass es mit der religiös irren Mary Young Übles auf sich hat. Die schauspielerischen Leistungen sind so-so, passen aber angesichts der Pseudo-Doku-Form, die man hier auffährt. Ein paar Szenen sind gruselig gestaltet, so der Moment, als das Geisterkind hinter der Tür vorlinst, aber alles in allem ein doch eher ruhig aufgebauter Film, dessen größtes Problem es wohl ist, dass der Originaltitel und die dem Film vorangestellte Texttafel schon verraten, wie das Ganze ausgeht…

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>