Hört man die Namen der Macher – Trey Parker und Matt Stone – erwartet man Großes. Immerhin sind das die Schöpfer von SOUTH PARK, einer der originellsten und besten Zeichentrickserien aller Zeiten. Und auch ihr Film CANNIBAL – THE MUSICAL atmet dieselbe Frische, die diese Serie umgibt.

Es geht um ein paar Goldsucher aus Utah, die nach Colorado aufbrechen, um dort ihr Glück zu machen. Als Führer suchen sie sich Alferd Packer aus, der allerdings nicht die geringste Ahnung hat, wie man nach Colorado kommen soll. Das zeigt sich spätestens dann, als sie Monate unterwegs sind und schließlich übereinander herfallen.

Das Besondere an diesem Film ist, dass er als Musical dargeboten wird. Die Lieder, mit Texten von Trey Parker, sind herrlich albern und machen einfach Spaß. Gleichsam ist die Story extrem düster angelegt. Er ist jedoch kein Gorestreifen, der nur das ist und nicht mehr sein will. Natürlich gibt es ein paar Tote, und natürlich sterben diese plastisch, aber der Blutanteil des Films ist recht niedrig. Und muss auch gar nicht höher sein. Viel wichtiger ist der Unterhaltungswert dieser Odyssee, der unglaublich hoch ist.

Leute, die den typischen Troma-Humor mögen und bei den anderen Werken von Parker und Stone – neben SOUTH PARK auch die Pornopersiflage ORGAZMO – herzhaft lachen können, sind hier genau richtig. Eine der ganz großen Perlen des Trashfilms und ein herrlich abgedrehtes Musical.