Buck Rogers 1934

Der Held Buck Rogers tauchte erstmals 1928 in einer Novelle auf. Nur ein Jahr später war er der erste Science-Fiction-Held, der regelmäßig Comic-Strip-Abenteuer in den Zeitungen erlebte. Und 1932 war Buck auch der Held einer eigenen Radio-Show. Dass Buck Rogers auch ins Kino kam, wissen die Meisten. Dass Buster Crabbe im zwölfteiligen Serial BUCK ROGERS CONQUERS THE UNIVERSE (1939) nicht der erste Schauspieler war, der Buck darstellte, ist jedoch nicht weithin bekannt.

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Tatsächlich erlebte Buck Rogers sein Filmdebüt schon im Jahr 1934. Die für den Comic-Strip verantwortliche John F. Dille Company produzierte BUCK ROGERS IN THE 25TH CENTURY, einen knapp zehnminütigen Kurzfilm, der seine Premiere auf der Weltausstellung 1934 in Chicago feierte, wobei man neben der Darbietung des Films auch Modelle der Raumschiffe ausstellte.

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Der Sohn des Produzenten, John Dille Jr., spielt den Weltraumhelden Buck Rogers. Seine holde Maid Wilma Deering wurde von seiner Freundin dargestellt und der Part von Dr. Huer ging an Dr. Harlan Tarbell, der auch gleich noch die Regie führte.

Der krude Film erzählt von einer Invasion der Tiger Men vom Mars, die mit einer großen Flotte in Richtung Erde fliegen. Buck Rogers stellt sich mit einer Erdflotte dem Angreifer entgegen, kann die Tigermen zurückschlagen und deren Anführer gefangen nehmen.

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Der Film ist das, was man heute eine Amateurproduktion nennen würde. Die Schauspieler sind Laien, die erbarmungslos übertreiben (unglaublich Dr. Huers „Good Luck, Buck!“). Die Kulissen sind wenig überzeugend und die Spezialeffekte mit dem Kampf der Raumschiffe sind meilenweit von dem entfernt, was Universal später bei seinem BUCK ROGERS-Serial bieten sollte (und was FLASH GORDON als Standard für SF-Serials der 30er Jahre festgesetzt hat). Besonders unterhaltsam sind ohnehin Dr. Huers Einlassungen, der mit Hilfe einer seiner Erfindungen die Schlacht verfolgt und sie wie ein Sportkommentator ein Fußballspiel fachgerecht bewertet. Die Qualität der Zero-Budget-Produktion zeigt sich im Übrigen auch an Dr. Huers falscher Glatze, die als solche selbst beim schlechten Erhaltungszustand des Films bestens zu erkennen ist.

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Zu Beginn des Films sieht man Zeichner Dick Calkins vor seinem Zeichenbrett. Er hat die Zeitungsstrips des Weltraumhelden damals regelmäßig zu Papier gebracht. Einige der Kulissen entstammten wohl einer durch die USA tingelnden BUCK ROGERS-Ausstellung, mit der für den Comic geworben wurde. Die Kostüme wurden extra für den Film hergestellt und die Raumschiffe waren Modelle aus Holz.

Aus heutiger Sicht ist BUCK ROGERS IN THE 25TH CENTURY natürlich unglaublich schlecht. Es gibt keine Qualitäten, die für ihn sprechen würden. Interessant ist er eigentlich nur noch aus filmhistorischer Sicht und weil es der erste filmische Auftritt von Buck Rogers ist. Der Untertitel des Kurzfilms lautet übrigens AN INTERPLANETARY BATTLE WITH THE TIGER MEN OF MARS.

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