Dieser Klassiker aus dem Jahre 1963 ist eines der besten Beispiele italienischer Horrorkunst. Mario Bava erschuf mit DIE DREI GESICHTER DER FURCHT einen Episodenfilm, der den Vergleich mit den besten Werken des britischen Studios Amicus nicht zu scheuen braucht. Dabei bestechen alle Episoden durch Bavas ausgeprägtem Hang zum Experiment mit dem Licht, durch das er es versteht, sehr stimmungsvolle Bilder zu kreieren.

„Der Wassertropfen“ erzählt von einer Frau, die einer Toten einen Ring stiehlt, dann aber von ihren Schuldgefühlen und einer Erscheinung der Toten in den Selbstmord getrieben wird. Diese Geschichte wartet mit purem Terror auf, der sich aus etwas so Banalem wie einem Wassertropfen ergibt. „Das Telephon“ sorgt für Schrecken, als eine Frau beängstigende Anrufe erhält und sich unwissentlich ihrem Verhängnis ausliefert. Der wahre Höhepunkt ist jedoch „Der Wurdelak“, in der der alte Mann Gorca (Boris Karloff), nachdem er einen Wurdelak, einen Vampir, erlegt hat, selbst zu einem wird und seiner Familie auflauert.

„Der Wurdelak“ ist die längste und beste Geschichte dieses Films. Die Mär vom Vampir mit osteuropäischen Wurzeln wird auf sehr ansprechende und auch heute noch wunderbar funktionierende Weise umgesetzt, wobei der Altstar Boris Karloff in einer Rolle aufgeht, die sicherlich mit zum Besten im Oeuvre des Schauspielers gehört. Regisseur Bava bewies mit diesem Film einmal mehr, warum er zu Italiens Besten gehörte. DIE DREI GESICHTER DER FURCHT hat seit seiner Entstehung nichts von seinem Reiz verloren und sei Freunden gepflegter Horrorunterhaltung sehr ans Herz gelegt.
Schlagworte: Boris Karloff, Die drei Gesichter der Furcht, Mario Bava

