Die Macht des Prestigio: Magier des Schreckens

1954 drehte Vincent Price unter der Regie von John Brahm (THE UNDYING MONSTER) den Film MAGIER DES SCHRECKENS (THE MAD MAGICIAN). Er folgte damit seinem Horrorhit DAS KABINETT DES PROFESSOR BONDI (HOUSE OF WAX) und spielte erneut einen Schurken. Nur ist er diesmal einer, den die Umstände zu seinen Taten treiben.

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Die Story: Der Zauberer und Verwandlungskünstler Don Gallico sieht sich als verkanntes Genie und ist es leid, neue magische Tricks für andere Künstler zu erfinden. Er will selbst auf der Bühne stehen. Als sein Chef Ormond ihm dies verweigert und seine Tricks auch noch an den Erzrivalen Rinaldi verkauft, dreht Don Gallico durch und wird zum Mörder. Damit steht er aber vor dem Problem, wie er die Leiche loswerden kann und fängt notgedrungen an, Ormonds Identität anzunehmen. Detective Allen Bruce begibt sich auf die Fährte des wahnsinnigen Zauberkünstlers und gerät dabei selbst in Lebensgefahr.

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MAGIER DES SCHRECKENS ist kein großer Wurf. Eher ein typischer Vincent-Price-Film, in dem der Mime den Schurken abgibt. Aber die Tatsache, dass seine Figur Gallico eigentlich unschuldig beginnt und dann in Rage tötet, lässt ihn etwas tragischer erscheinen. Anders als die üblichen Price-Figuren ist Gallico jemand, den wir als Zuschauer mögen. Wir verstehen ihn, können seine Frustration nachvollziehen und bedauern, dass er immer weiter töten muss, um den ursprünglichen aus Rachsucht und Demütigung begangenen Mord zu verbergen. Der Plot ist vergleichsweise einfach, die Umsetzung aber gelungen. Das Ergebnis ist ein kleiner, auch mehr als fünf Jahrzehnte später noch funktionierender Film, der auch Dank Gallicos mörderischen Zauberkunststücken zu den kleinen Vincent-Price-Perlen gehört.

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Die Synchronisation wurde nicht für das Kino gemacht. Es steht zu vermuten, dass sie in den 80er Jahren für das Fernsehen entstand – und das in Hamburg. In einer der Rollen, der des Detectives, hört man nämlich Andreas von der Meden, der u.a. als Synchronsprecher von David Hasselhoff bekannt ist. Die DVD weiß zu gefallen. Die Bildqualität ist für das Alter schön, der Ton gut verständlich. Neben dem etwas unglücklichem Cover, das Price in einer Szene aus HOUSE OF USHER (DER UNTERGANG DES HAUSES USHER, 1960) zeigt, gibt es auch ein Wendecover, das ein altes Plakatmotiv von THE MAD MAGICIAN zu bieten hat.

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