Sandra Cassel spielte 1972 Mari in Wes Cravens THE LAST HOUSE ON THE LEFT (MONDO BRUTALE) mit. Sie ist eines der beiden bemitleidenswerten Opfer von Krug und Company. Viel ist über Cassel, deren echter Name Sandra Peabody ist, die jedoch auch andere Namen wie Lydia Cassell benutzte, nicht bekannt. Sie wurde am 15. Juni 1952 in Providence, Rhode Island, geboren. Als Schauspielerin war sie von 1970 bis 1976 aktiv und wirkte in sieben (vielleicht acht) Filmen mit. In den letzten Jahren gab es einige Verwirrung in Bezug auf ihre Filmographie. Zeitweise hieß es, dass sie in den 70er Jahren in Pornos mitgespielt hätte, aber dabei handelt es sich wohl um eine andere Aktrice, die den Namen Sandra Cassell dafür geführt hat. Es mag auch sein, dass die Verwirrung deswegen zustandekam, weil Peabody in Exploitation-Filmen zu sehen war, in denen sie sich sehr freizügig gab: VOICES OF DESIRE (1972) und TEENAGE HITCH-HIKERS (1975).
Interessant ist dabei, dass es auch hier heißt, dass es sich bei der Sandra Cassell in diesen Filmen nicht um sie handeln würde. Ein paar Bilder aus den Filmen legen aber das Gegenteil nahe.
Drei Bilder aus VOICES OF DESIRE:



Ein Bild aus TEENAGE HITCH-HIKERS:

Dazu ein Foto aus THE LAST HOUSE ON THE LEFT:

Was Sandra Peabody nach dem Ende ihrer Filmkarriere Mitte der 70er Jahre gemacht hat, ist unklar. Während all ihre Kollegen im Bonusmaterial der DVD von THE LAST HOUSE ON THE LEFT vertreten sind, fehlt sie dort. Das passt zu David Hess’ Geschichten, nach denen die Dreharbeiten für die scheue Peabody eine Tortur waren und sie wohl nichts mehr mit diesem Teil ihrer Vergangenheit zu tun haben will. Erstaunlich ist dabei freilich, dass sie nach THE LAST HOUSE ON THE LEFT in Filmen mitwirkte, die für einen scheuen Menschen auch nicht gerade die erste Wahl sein dürften.
Versucht man mehr über sie herauszufinden, stößt man bald an Grenzen. Es heißt, dass sie seit 2002 als Schauspiellehrerin aktiv gewesen sei. Ebenso hieß es, dass sie zum christlichen Glauben gefunden hat und dieser ein wichtiger Teil ihres Lebens sei (sofern er dies nicht schon immer gewesen ist).
Das ist nicht viel, mit dem man arbeiten kann, aber ich glaube, dass ich Sandra Peabody gefunden habe. Sie unterrichtet Spanisch an der Central Florida Christian Academy.


Du bist ja besser als Miss Marple.
Wie kommt es, dass du da so nachforschst?
Ich bin einfach neugierig. Peabody hat sich meines Wissens nach nie irgendwo öffentlich zu ihren Filmen geäußert. Und man weiß von allen anderen, was sie sonst so treiben.
super recherchiert! ob es allerdings die Englisch-Lehrerin ist, bin ich mir nicht sicher – ein gewisse Ähnlichkeit ist aber nicht abzusprechen
Falls sie’s nicht ist, wäre das schon ein großer Zufall. Selbst die Frisur ist die gleiche geblieben. Ich finde, dass man auch sehr gut an Nase und Mundzügen Ähnlichkeiten feststellen kann – aber eben mit ein paar Jahrzehnten Unterschied.