Während man sich das heutzutage kaum noch vorstellen kann, weil weltweit sowieso die gleichen Posterartworks benutzt werden und sich von Land zu Land kaum unterscheiden, gab es bis zum Ende der 80er Jahre eine außergewöhnlich vitale Posterkultur in Polen. Die Gründe, warum teils extrem bizarre Postermotive gemalt wurden, mögen darin zu suchen sein, dass Kommerz im ehemaligen Ostblock verpönt war, Werbung dementsprechend dem Kommerz Vorschub leistete und Poster darum eben weniger … naja … Anreiz sein sollten. Das Ergebnis war jedoch, dass sich die polnischen Künstler intensiv mit der filmischen Vorlage beschäftigen mussten und teils Motive kreierten, bei denen man locker um zwei Ecken denken muss, um die zum Film gehörende Metaphorik zu verstehen.
Hier eine kleine Auswahl an Postern, ohne weiteren Kommentar, da die Bilder für sich sprechen.
DER MARATHON-MANN

CITIZEN KANE

AUF DER SUCHE NACH DEM GOLDENEN KIND

BEGIERDE

STAR TREK IV – ZURÜCK IN DIE GEGENWART

ROSEMARYS BABY

TERMINATOR

HIGH NOON

2001: ODYSSEE IM WELTRAUM

Wer nun Blut geleckt hat und gerne mehr dieser ungewöhnlichen Poster sehen will, dem sei die Website www.cinemaposter.com empfohlen. Hier gibt es einen Überblick über Hunderte verschiedene Motive aller Genres. Die Seite ist auch deutschsprachig, allerdings liest sich der Text wie mit Babelfish übersetzt.
von den Postern hatte ich schon einige gesehen – unglaublich!
Ja, da ist ja kaum eines bei, das “normal” erscheint. Am schrägsten finde ich das zu Star Trek IV.