Cirios Krieg

Kontrastprogramm zu TUNNEL RATS: BATTLEFIELD VIETNAM (1986) und DIRTY VIETNAM (1989), im Original die Teile 1 und 3 von EYE OF THE EAGLE von Roger Cormans liebstem Filipino, Cirio H. Santiago. Corman und Santiago hatten sich in den 80er Jahren kennen gelernt, nachdem Corman – immer auf der Suche, einen Dollar einzuparen – die Philippinen als günstigen Drehort für sich entdeckt hat. Und Nachforschungen ergaben, dass Santiago ein (für B-Verhältnisse) fähiger Mann war. Beide arbeiteten schnell zusammen. Herausgekommen sind eine ganze Reihe kruder Action-Filme, die von Cormans Firmen New Concorde bzw. New Horizons finanziert wurden.

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Santiago inszenierte eine ganze Rotte an Vietnam-Heulern, die praktisch alle eines gemeinsam haben: ein Minimum an Plot wird für ein Maximum an Action genutzt. So lange es kracht und knallt sind alle zufrieden. Wenig Schauspiel, wenig Drama, nur Action. So funktionieren auch diese beiden Filme.

In BATTLEFIELD VIETNAM wird eine Spezialeinheit losgeschickt, um abtrünnige amerikanische Soldaten aus dem Verkehr zu ziehen. Bevor dieser Teil der Handlung beginnt, gibt es erstmal gut 30 Minuten Action. Es wird geschossen, es wird geprügelt, es wird in die Luft gesprengt – und das alles, ohne dass die wackeren Helden ins Gras beißen. In einer seiner ersten Rollen agiert hier der spätere Terminator Robert Patrick. Santiago hatte ihn schon im SF-Actioner EQUALIZER 2000 eingesetzt. In der Rolle als Johnny Ransom gefiel er dem Regisseur gleich so gut, dass er ihn in BEHIND ENEMY LINES (1987) gleich noch mal vor die Kamera zerrte. Hier ist Ransom allerdings die Hauptfigur.

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Wer übrigens schon immer dachte, dass Ed Wood der Welt schlechtester Regisseur ist, weil bei diesem gerne die Kulissen wackelten, der sollte mal auf die Wand achten, nachdem unsere drei Helden das Büro ihres Vorgesetzten verlassen und die Tür hinter sich zugeschlagen haben.

Nachdem Carl Franklin EYE OF THE EAGLE 2 inszeniert hatte, kehrte Santiago zum dritten Teil der ohnehin vollkommen unzusammenhängenden Reihe zurück. DIRTY VIETNAM ist typische Santiago-Kost. Auch hier gibt es ein Nichts an Story, das mehr schlecht als recht von Action zusammen gehalten wird. In einer der Hauptrollen agiert Steve Kanaly, der als Ray Ewing in 13 Jahren DALLAS deutlich mehr Erfolg hatte.

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Cirio H. Santiagos Vietnam-Kriegsfilme sind billig zusammengeschusterte Actionheuler mit kruden Dialogen, hölzern agierenden Mimen, einer kaum vorhandenen Geschichte,  aber Unmengen von Geballer. Es gibt schlechtere Arten, 80 Minuten totzuschlagen, aber nicht viele…

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5 Antworten auf Cirios Krieg

  1. Tobias Hohmann sagt:

    Du schreckst auch vor nichts zurück. Welher masochistische Grundgedane hat dich denn in Santiagos Arme getrieben?

  2. Tobias Hohmann sagt:

    Ich hasse meine Tastatur. Alsoc jetzt nochmal in Deutsch:

    Welcher masochistische Grundgedanke hat dich denn in Santiagos Arme getrieben?

  3. Pete sagt:

    Naja, ich hab die DVDs bekommen und dachte mir, ich mach zusammen mit TUNNEL RATS ein Vietnam-Wochenende. Auf den DVDs selbst stand übrigens nicht drauf, dass das Santiago-Filme sind. Das sah ich erst als sie liefen ;-)

  4. Tobias Hohmann sagt:

    Bekommen? Werden die derzeit neu aufgelegt? Immerhin hast du kein Geld dafür ausgegeben…

  5. Pete sagt:

    Beide Titel sind von Moviepower am 20. August rausgekommen. Von denen gibt es übrigens auch VERRATEN IN VIETNAM, eine andere Corman-Produktion, ohne Santiago, und ein Beweis, dass man mit Low Budget, aber einer knackigen Idee einen unkonventionellen Vietnam-Film machen kann.

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