Archiv für September, 2009

Psycho: Ein Vermächtnis

Ich bin gerade über den Trailer zur 90-minütigen Dokumentation THE PSYCHO LEGACY gestolpert. Autor und Regisseur Robert V. Galluzzo wird sich hier nicht nur mit Alfred Hitchcocks bahnbrechendem Original, sondern auch den Sequels und weiteren Inkarnationen beschäftigen. Neben Archivmaterial mit bislang unveröffentlichten Anthony-Perkins-Interviews wurden einige der an den Filmen beteiligten Schauspieler befragt. Außerdem kommen verschiedene Filmemacher zu Wort und erklären, wie PSYCHO sie beeinflußt hat.

Die Liste der Interviewten kann sich sehen lassen: Robert Loggia, Henry Thomas, Olivia Hussey, Jeff Fahey, Tom Holland, Stuart Gordon, Mick Garris und David J. Schow, um nur ein paar Namen zu nennen.

Wann der Film auf DVD zu haben ist, ist noch unklar, versprochen sind aber schon mehr als drei Stunden an Bonusmaterial.

Auf THE PSYCHO LEGACY freue ich mich enorm, ist PSYCHO doch einer meiner liebsten Filme. Und auch einer jener Filme, die es wirklich verstehen, Angst zu verbreiten.

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Ablaufdatum

Ich habe letzthin einen Artikel gelesen, der von einer Studie berichtet, nach der es bei Freunschaften ebenso wie bei Beziehungen das verflixte siebte Jahr gibt. Dieser Studie zufolge wechseln die meisten Menschen ihre Freunde nach etwa sieben Jahren aus, was daran liegt, dass beide sich in dieser Zeit entwickeln, neue unterschiedliche Interessen finden und sich irgendwann einfach nicht mehr genug zu sagen haben, um auch weiterhin Zeit miteinander zu verbringen. Um dem zu entgehen, so diese Studie, muss man auch bei einer Freundschaft investieren, um dieses verflixte siebte Jahr zu überwinden, beispielsweise indem man neue gemeinsame Interessen findet.

Nun weiß ich nicht, ob ich unbedingt ein Paradebeispiel bin, aber ich habe und hatte in meinem Leben keine Freundschaften, die genau auf dieses Muster passen. Ich hatte früher eine ganze Reihe an Freunden und besseren Bekannten, mit denen ich dann ein, zwei oder auch mal drei Jahre in irgendeiner Weise befreundet war. Auf der anderen Seite der Skala hatte ich auch jemanden, mit dem ich zehn Jahre lang befreundet war. Und mit einem Menschen bin ich seit mittlerweile fast 15 Jahren befreundet.

Diese kurzen Freundschaften passen zumindest formal zur Studie, denn die endeten tatsächlich, wenn sich Lebensmittelpunkte verschoben, man neue Interessen entwickelte oder aber die alten einfach nicht mit den vorhandenen Menschen teilbar waren. Die, die zehn Jahre überdauerte, endete nicht gemäß den Parametern der Studie. Aber vielleicht wäre das auch noch passiert, war eine gewisse Drift, die uns beide schon seit einiger Zeit erfasst hatte, doch schon zu spüren. Wie sich das entwickelt hätte, bleibt Spekulation, unsere Wege trennten sich aufgrund äußerer Umstände.

Angesichts eigener Erfahrungen frage ich mich, wie repräsentativ diese Studie wirklich ist. Interessant ist sie aber zweifelsohne.

Der rote Blitz

Auf eine hiesige DVD-Veröffentlichung der Superheldenserie THE FLASH – DER ROTE BLITZ wartet man hier zu Lande seit Jahren vergeblich. In den USA, Großbritannien und anderen Märkten gibt es das DVD-Set mit der ersten und einzigen Season längst. Erfreulicherweise gibt es dieses auch in Australien, wo Warner die Box inklusive der deutschen Synchronisation auf den Markt gebracht hat. Über einschlägige Shops ist dieses Set erhältlich, kann aber auch bequem über den Amazon Marketplace erworben werden.

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Auf vier doppelseitigen DVDs sind alle 22 Folgen der Serie enthalten. Extras gibt es keine, aber die Bild- und Tonqualität kann sich sehen lassen. Für eine fast 20 Jahre alte Serie werden gute Farben und eine ordentliche Schärfe geboten. Der Ton verläuft störungsfrei.

Die Serie, die in Deutschland 1993 bei RTL debütierte, entstand 1990 für das US-Fernsehen, wobei Danny Bilson und Paul De Meo im Zuge der durch BATMAN ausgelösten Comic-Film-Welle eine recht vorlagengetreue Adaption erschufen – zumindest, was die Hauptfigur betrifft. Der Flash ist der Polizeilabortechniker Barry Allen, der durch einen Unfall seine Kräfte erhält und zum schnellsten Menschen auf Erden wird. Während man bei der Hauptfigur auf die erfolgreichen Comics setzte, wurde das restliche Ensemble exklusiv für die Serie entwickelt, so dass Barry nun mit Tina McGee liiert ist.

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Der bemerkenswerte gute Anzug des Flashs, der bis heute eines der besten Superheldenkostüme ist, welche je für Film und Fernsehen entwickelt wurden, stammt aus der Schmiede des verstorbenen Künstlers Stan Winston. Die Titelmusik der Serie wurde von keinem Geringeren als Danny Elfman produziert und bei den Speed-Effekten scheute man auch keine Kosten und Mühen.

Die Besetzung setzte sich aus Newcomern zusammen. John Wesley Shipp, der den Flash spielt, war zuvor kaum bekannt und erlebte seinen zweiten Frühling als Vater von Dawson Leery in DAWSON’S CREEK, Amanda Pays hatte immerhin schon in der Kultserie MAX HEADROOM mitgespielt und Sidekick Alex Desert war später mit der Sitcom BECKER erfolgreich.

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Interessant ist der Wandel innerhalb der Serie. Während die erste Hälfte so ausgelegt ist, dass es der Flash mit ganz normalen Verbrechern, aber auch der Mafia zu tun bekommt, ließ man in der zweiten Hälfte verstärkt Superschurken agieren. Diese Entscheidung wurde getroffen, weil die Quoten nicht befriedigend waren. So traf der Flash auf den von Mark Hamill gespielten Trickster, auf Captain Cold und den Mirror Master. Im Vergleich zu den Comic-Vorlagen nahmen sich die Serienmacher hier jedoch allerhand Freiheiten. Auf einen ehemaligen Helden aus den 50er Jahren traf der Flash mit dem Nightshade, der keine DC-Vorlage hat, aber durchaus Ähnlichkeiten mit Dr. Midnite besitzt.

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Die größte Chance und leider auch Enttäuschung ergab sich mit Pollux. Bei ihm handelt es sich um einen Klon des Flashs, der mit einem blauen Kostüm unterwegs ist. Leider ist der Klon auf dem Stand eines kleinen Kindes, was etwas albern umgesetzt ist. Das ist umso bedauerlicher, da die Inspiration für Pollux durchaus der Reverse-Flash, im Deutschen auch als Negativ-Blitz bekannt, sein könnte, der innerhalb der bunten Rogues Gallery des Flashs der fomidabelste Gegner des schnellsten Mannes auf Erden ist. 

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Man kann nur darüber spekulieren, wie sich die Serie entwickelt hätte, aber man kann es wohl als sicher ansehen, dass im Laufe weiterer Staffeln weitere DC-Figuren in die Show Einzug gehalten hätten. Gegner hätte es noch genug gegeben. Und auch Verbündete. Das Ergebnis hätte eine langlebige Serie sein können, die das DC-Universum so vielseitig erfasst wie es heutzutage nur SMALLVILLE tut (und auch dort verändert man fast jede Figur deutlich zur Vorlage, womit ein eigenes Universum erschaffen wird, das sich nicht einfach in die Welt der Comics eingliedern lässt, aber von diesen inspiriert ist). Eine Rückkehr von Pollux hätte es aber wohl nicht gegeben, da diese Figur in seiner einzigen Folge den Tod findet. Dabei war er der perfekte Kandidat für einen Erfzeind des Flashs. Vielleicht hätte man ihn in einer späteren Staffel wiederbelebt, vielleicht auch nicht, letzten Endes hat es ohnehin nicht sollen sein.

Die deutsche Fassung ist übrigens sehr ansprechend ausgefallen. Nach David Banner in DER UNGLAUBLICHE HULK spricht Ekkehardt Belle hier Barry Allen. Zu hören sind in den Gastrollen auch einige namhafte Synchronsprecher, die Anfang der 90er in Film und Fernsehen aktiv gewesen sind.

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1991 publizierte DC den Comic THE FLASH TV SPECIAL, das auf 76 Seiten zwei Comic-Stories und verschiedene Artikel über die Fernsehserie enthielt. Die Geschichten wurden von John Byrne und Mark Waid geschrieben. Letzterer stellte in seiner Geschichte Kid Flash vor.

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Billiger US-Giallo

Es gibt nun den Trailer zu BLOODBATH IN THE HOUSE OF KNIVES zu bestaunen, naja, zu sehen. Dabei handelt es sich wohl um eine Produktion auf Amateurniveau, bei der Regisseur Ted Moehring so ziemlich alles vom Drehbuch bis zum Schnitt selbst gemacht hat. Einzig bemerkenswert erscheint, dass auch Lloyd Kaufman mitspielt. Stellt sich die Frage: Wird Troma das Teil auf den Markt schmeißen?

Darum geht’s: Ivy nimmt an einer Hypnose-Demonstration teil. Schon bald stapeln sich im Haus jedoch die Leichen und Ivy muss sich fragen, ob ihr ehemaliger Freund, der Pornograph Nick Lemenza, oder ihre Schwester Violet etwas damit zu tun haben.

Der Trailer reißt mich nicht vom Hocker und scheint auch eher auf der Torture-Porn-Welle mitzuschwimmen, denn klassischer Giallo-Muster zu folgen. Aber seht selbst:

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Spider-Man auf japanisch

1978 ging Marvel mit der japanischen Filmproduktionsfirma Toei einen Deal ein. In den nächsten vier Jahren konnte Toei für den japanischen Markt Marvel-Figuren im Fernsehen vermarkten. Der erste Titel war die Fernsehserie SUPAIDAMAN, besser bekannt als Spider-Man. Die Macher der Serie wollten eigentlich der Marvel-Vorlage treu bleiben, aber einer der Sponsoren forderte die Hinzunahme von gigantischen Robotern, die seinerzeit in Japan der letzte Schrei waren. So blieb von der Ähnlichkeit zur Vorlage so gut wie nichts übrig. Lediglich, was das Kostüm betrifft, kann die Serie punkten.

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Hier ist Spider-Man nun ein wackerer Held, der gegen die Horden des außerirdischen Invasors Professor Monster kämpfen muss.

Jahrelang gab es von den 41 Folgen der Serie nur Bootlegs, die man in recht bescheidener Qualität und natürlich ohne Untertitel erwerben konnte. Das ist nun anders, denn auf www.marvel.com, der Homepage des Comic-Verlags kann man sich die Folgen mit Untertitelung ansehen.

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Ein weiteres Toei-Projekt war übrigens die Fernsehserie BATORU FIBA JEI, international als BATTLE FEVER J bekannt. Eigentlich hätte die Serie CAPTAIN JAPAN heißen sollen und ist natürlich eine Adaption von Marvels Captain America. Der taucht in der Serie nicht auf, aber dafür gibt es die Marvel-Figur Miss America zu sehen.

“Very Good Questions.”

Ich bin nicht häufig auf Conventions. Alle Jubeljahre war ich mal auf einer Fed Con oder ähnlichen Veranstaltung. 2005 war ich aber bei der Fed Con. 1. Weil Leonard Nimoy da war. 2. Weil ein Freund ein Interview mit ihm machen sollte.

Ich weiß nicht mehr, unter welchen Umständen es sich genau zutrug, aber nach einer schlaflosen Nacht im Nachtexpress und zwei Stunden mehr oder minder erholsamen Schlafes im Hotel, bin ich damals zu dem Interview mitgekommen. Ich hatte nicht damit gerechnet, aber irgendwie hatte mein Kumpel das gedeichselt. Aufgrund dessen, dass Nimoy ein alter Mann war, den der Interviewmarathon natürlich auch mitnahm, erhielten wir gerade mal knapp zehn Minuten Gesprächszeit, die wir auch noch mit einem weiteren Kollegen teilen mussten. Erfreulicherweise erwies sich der Kollege als STAR TREK-unwissend und stahl nur etwa 30 Sekunden wertvoller Zeit, als er mit der “grandiosen” Frage aufkam: “Sehen Sie sich die Serie jetzt auf DVD noch einmal an?”

Das konnte Nimoy mit ein bis zwei Sätzen beantworten und verneinen. Blieb mehr Zeit für uns, da der Kollege im Folgenden die Klappe hielt. Die erste Frage war eine, die Nimoy vermutlich noch nie zuvor gehört hatte. Mein Freund stellte sie und sie ging dahin, ob man als Schauspieler – und besonders als solcher, der auf Conventions praktisch die Liebe und Zuneigung von Tausenden empfängt - nicht Gefahr läuft, einen Gottkomplex zu entwickeln. Nimoy antwortete sehr eloquent darauf und fragte seine Frau, ob er denn schon einen solchen hätte. Man merkte ihm an, dass er deutlich mehr Spaß mit Fragen hatte, die ihm nicht schon gefühlte 1.000-mal gestellt worden sind.

Ich selbst hatte mich in keinster Weise auf das Interview vorbereitet, aber habe viel über STAR TREK geschrieben und verfolge das Franchise auch seit 1989 intensiver. Ich hatte Nimoys zweite Autobiographie gelesen und auch das sehr interessante MIND MELD-Gespräch zwischen Shatner und Nimoy gesehen. Darum schüttelte ich mir ein paar Fragen aus dem Ärmel, die wohl auch nicht in jedem Gespräch eingesetzt werden, so etwa über Nimoys Probleme mit dem Alkohol, aber auch in Bezug auf seine Offenheit in Hinblick auf seine eigenen Fehler und Unzulänglichkeiten als Mensch.

Die zehn Minuten waren wie im Flug vorbei. Als wir uns von Mr. Nimoy verabschiedeten, meinte er noch: “These were very good questions.”

Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass mich das nicht beeindruckt hat. Leonard Nimoy war mir immer einer der liebsten STAR TREK-Mimen. Ihn zu treffen, war einfach ein Ereignis. Und das Lob bezüglich der Qualität der Fragen ging runter wie Öl.

Ich denke gerne an diesen Tag zurück. Das Gespräch mit Nimoy war ein berufliches, aber auch persönliches Highlight. Der Tag selbst hat auch viel Spaß gemacht und klang mit Nimoys großem Abendpanel aus. Mit meinem Freund von damals habe ich leider keinen Kontakt mehr, aber ich bin ihm immer noch dankbar dafür, dass er diesen Tag möglich gemacht hat.

Hammer-Filme, die man gerne gesehen hätte

In der langjährigen Geschichte des britischen Filmstudios Hammer gab es einige Filme, die sich in verschiedenen Phasen der Entwicklung befanden, aber niemals in Produktion gingen. Für einige dieser Projekte existiert neben  einer inhaltlichen Beschreibung auch Werbematerial.

THE AMAZON QUEEN

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Ein Projekt, das in den 70er Jahren hätte entstehen sollen. Über diesen Film ist nicht viel bekannt, aber angesichts des Artworks kann man sicherlich sagen, dass hier ein Film im Stil von THE VIKING QUEEN entstanden wäre.

A SCENT OF NEW-MOWN HAY

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Auch über dieses Projekt ist nicht viel bekannt. Es sollte auf jeden Fall eine Geschichte sein, die nach der Apokalypse spielt. Anhand des Artworks kann man wohl davon ausgehen, dass es in dem Film schreckliche Mutationen gegeben hätte.

MISTRESS OF THE SEAS

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Basierend auf einem Roman von John Carlove sollte dies ein Piratenfilm sein – im Jahre 1978. Zu Hammers Glück wurde dieses Projekt nichts, gab es zu jener Zeit doch kaum erfolglosere Genres als den Piratenfilm (oder den Western). Für die Hauptrolle hoffte man, Raquel Welch zu gewinnen. Ein alternativer Titel war PIRATE ANNIE.

WHEN THE EARTH CRACKED OPEN

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Die Veröffentlichung des Films war für 1972 vorgesehen. Die Dreharbeiten hätten im September 1971 starten sollen. Dabei hätte es sich um einen Science-Fiction/Katastrophen-Film gehandelt, dessen Drehbuch von John Houghton geschrieben worden ist. Ein alternativer Titel war THE DAY THE EARTH CRACKED OPEN. Die Hauptrolle sollte Caroline Munro spielen. Ray Harryhausen arbeitete bereits an den Spezialeffekten, als das Projekt fallen gelassen wurde.

ZEPPELIN VS. PTERODACTYLS

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Geplant für 1972 hätte dies ein Special-Effects-Feuerwerk werden sollen, bei dem deutsche Kampfpiloten des Ersten Weltkriegs gegen Pterodaktylen kämpfen. Das Projekt wurde fallengelassen, da es angesichts seiner Effekte als zu teuer eingestuft worden ist. Die Effekte hätte Jim Danforth kreieren sollen.

SAVAGE JACKBOOT

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Das Drehbuch für diesen Kriegsfilm wurde von John Houghton in den frühen 70er Jahren geschrieben. Peter Cushing hätte hier einen sadistischen Nazi spielen sollen.

THE HAUNTING OF TOBY JUGG

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Da Hammer mit Verfilmungen der Romane von Dennis Wheatley schon einige Erfahrungen hatte, versuchte man diesen Roman ebenfalls auf die große Leinwand zu bringen. Es hätte sich hier um eine Ko-Produktion mit Christopher Lees Firma Charlemagne handeln sollen. Lee war für die Hauptrolle vorgesehen, das Drehbuch sollte Richard Matheson schreiben und für die Regie hatte man Terence Fisher ins Auge gefasst. Das Projekt blieb jedoch in der Development Hell stecken und wurde immer mal wieder angepackt, aber nie zu Ende gebracht. 1978 wurde der Titel noch einmal angekündigt, wobei nun Val Guest die Regie hätte führen sollen. Ein alternativer Titel war THE HAUNTING.

KALI – DEVIL BRIDE OF DRACULA

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1975 wurde dieser Film geplant, der in gewisser Weise  THE LEGEND OF THE SEVEN GOLDEN VAMPIRES fortsetzen sollte. Dracula wäre hier nur kurz vorgekommen. Stattdessen hätte man es mit Kali und anderen Vampiren zu tun gehabt. Peter Cushing hätte Van Helsing erneut spielen und dieses Mal nach Indien reisen sollen. Das Drehbuch wurde von Anthony Hinds geschrieben. Die Produktion sollte zusammen mit Warner Bros. angegangen werden, da man dort seinerzeit eine hohe Summe an Rupien in Indien hatte, die dort der Gesetze wegen nicht abgezogen werden konnten. Als das Gesetz geändert wurde, entschied Warner sich, den Film nicht zu machen.

CHAKA ZULU – THE BLACK NAPOLEON

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Der Film sollte eine Adaption von Henry Rider Haggards Roman „Nada the Lily“ sein und wäre mit Unterstützung der südafrikanischen Regierung gedreht worden, doch die Pläne fielen durch.

Die Wolke auf dem Berge

Es war ein Phänomen, das man heutzutage im DVD-Bereich nicht mehr häufig sieht. DIE TEUFELSWOLKE VON MONTEVILLE (THE TROLLENBERG TERROR aka THE CRAWLING EYE), der erste Titel aus Anolis’ GALERIE DES GRAUENS, war innerhalb weniger Tage nach Erscheinen ausverkauft. Zugegeben, die Auflage besteht nur aus 1.000 Stück, aber für einen 50 Jahre alten Film im hochpreisigeren Segment ist das erstaunlich. Die Preise bei Ebay oder dem Amazon Marketplace schossen in die Höhe. Heute noch DIE TEUFELSWOLKE VON MONTEVILLE zu einem erschwinglichen Preis zu bekommen, dürfte praktisch ausgeschlossen sein. Das gesteigerte Interesse mag, so könnte man argumentieren, auch daher rühren, dass dieser erste Titel der Reihe mit einem Schuber daherkam, in dem alle zehn Veröffentlichungen Platz finden sollen. Aber das würde nicht erklären, warum auch der zweite Titel, DAS VERMÄCHTNIS DES PROFESSOR BONDI, so gut wie ausverkauft ist.

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Die Story: Als es in den Schweizer Alpen zu grausamen Todesfällen und manch seltsamen Vorkommnissen kommt, will der amerikanische Wissenschaftler Alan Brooks der Sache auf den Grund gehen. Die ihm zur Seite stehende übernatürlich begabte Ann Pilgrim wird von einer ungewöhnlichen Wolke angezogen, die sich in den Bergen nahe dem Orte Trollenberg festgesetzt hat. Diese unheimliche Wolke birgt ein grausiges Geheimnis, das die gesamte Menschheit in Gefahr bringt.

Der Film basiert auf der gleichnamigen BBC-Serie, die heutzutage als verschollen gilt. Ähnlich wie bei anderen Serials á la QUATERMASS XPERIMENT rief der Erfolg auch hier Filmproduzenten auf den Plan. Die heuerten wiederum Jimmy Sangster an, der ein knackiges Drehbuch schrieb, das auch aus heutiger Sicht gänzlich ohne Peinlichkeiten auskommt. Der Film ist erstaunlich gut gealtert.

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Der Spannungsbogen überzeugt. Zusammen mit den Bewohnern von Trollenberg rätselt man, was es mit der geheimnisvollen Wolke auf sich hat. Dass John Carpenter immer diesen Film als eine Inspiration für THE FOG nannte, ist mehr als verständlich. Beide Filme funktionieren nach ähnlichem Muster. Nur wo es bei Carpenters Nebel Untote sind, sind es hier außerirdische Monster, die sich im Schutz der Wolken bewegen.

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Der Angriff auf die Station hoch droben auf dem Berge nimmt viel von der Belagerungs- und Isolationsthematik vorweg, die später in George A. Romeros DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN perfektioniert wurde, und die für Carpenter eines der bestimmenden Topoi seines Gesamtwerkes ist.

Die DVD hat ein wunderbar sauberes Bild, bietet tollen Schärfewert und einen gut verständlichen Ton. Der Audiokommentar von Rolf Giesen und Hans-Joachim Thunnack ist für die Katz, denn die beiden reden über Gott und die Welt, darunter viel Perry Rhodan, aber kaum über den vorliegenden Film. Herausragend stellt sich hingegen der Audiokommentar von John Carpenter dar. Der Regisseur bietet nicht nur solide Informationen zur Produktion des Films, sondern seziert den kleinen Klassiker auch auf einer technischen Ebene.

Kansch des grad bidde nommal sage…?

Genial, einfach nur genial.

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Auch toll, dass die Lippensynchronität wirklich schön geworden ist.

Du bist der Einsame Wolf

Ich weiß nicht wie, aber auf jeden Fall schweiften meine Gedanken heute etwas ab – zu einer Thematik, an die ich gut und gerne 15 Jahre nicht mehr gedacht habe: Rollenspielbücher. Für alle, die das Format nicht kennen: Dies sind Bücher, die in mehrere hundert Abschnitte unterteilt sind. Während man liest, entscheidet man selbst, wie die Handlung weitergehen soll. Meist geht man ein paarmal im Verlauf des Abenteuers drauf, dann packt man es irgendwann aber schon. Ich vermute, dass das Konzept des Rollenspielbuchs heutzutage angesichts umfangreicher Spielformen im Internet nicht mehr so angesagt ist. Aber früher, da handelte es sich bei manchen Titeln um Bestseller.

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Es war Anfang der 90er Jahre, als ich in einem Magazin einen Artikel über die Rollenspielbücher EINSAMER WOLF von Joe Dever las. Diese Reihe wurde in den 80er Jahren beim Goldmann Verlag publiziert und brachte es bist 1990 auf zwölf Bände. Man ist der Einsame Wolf, der Letzte des Ordens der Kai, die als Elite-Krieger das Reich schützen sollten. Die Invasion ist jedoch in vollem Gange und als Einsamer Wolf schlägt man sich zur Hauptstadt durch, bekämpft die Bösen und versucht, den Orden der Kai neu zu begründen.

Das Besondere an dieser Reihe war, dass eine durchgehende Handlung geschildert wurde, so dass man, wenn man vom ersten Band an dabei ist, als Einsamer Wolf auch wächst und fortwährend stärker wird. Das macht es zugegebenermaßen manchmal etwas leicht, Gegner zu besiegen, aber das liegt auch daran, dass das Kampfsystem so gestaltet ist, dass man eben auch eine Chance haben muss, wenn man erst mit dem siebten Band einsteigt.

Nach zwölf Bänden gibt es praktisch ein richtiges Ende. Dachte ich zumindest immer, aber mittlerweile habe ich herausgefunden, dass in England tatsächlich 28 Bände der Reihe bis 1998 erschienen sind. Mittlerweile werden Neuauflagen veröffentlicht, die sogar erweitert wurden. Und die Saga soll bis Band 32 laufen. Noch überraschter war ich, als ich feststellte, dass es den Einsamen Wolf auch wieder in Deutschland gibt. Der auf Rollenspiele spezialisierte Manticor-Verlag hat 2009 mit der Herausgabe der überarbeiteten Version der Spielebücher begonnen und verspricht bis 2018, alle 32 Bände vorzulegen. Der zweite soll im Oktober 2009 erscheinen.

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Und ich glaube, da werde ich dabei sein. Ein kleiner Nostalgietrip in die eigene Jugend und hinein in ein phantastisches Abenteuer, das damals ungemein spannend war. Da pfeif ich auf jeden Computerbildschirm und jedes noch so ausgeklügelte Spiel mit dufter Grafik. Ein Buch und ein Stift – mehr braucht es nicht, um mit dem Sommerswerd gegen Drakkarim, Vordaks und andere finstere Gestalten zu bestehen…