Es sind manchmal Kleinigkeiten, die uns an die Vergangenheit denken lassen, die uns an lustige oder traurige Erlebnisse erinnern, die uns an liebe Menschen zurückdenken lassen. Ich weiß nicht, wie ich heute darauf kam, aber ich musste an meinen Vater denken und wie er grinsend die Terminator-VHS in der Hand hielt.
Einen Videorekorder kaufte mein Vater 1981 oder 1982. Das Ding war sauteuer. Und selbst das Ausleihen von Videokassetten hat damals noch viel gekostet. Sieben bis neun DM waren da keine Seltenheit. Die Videotheken waren damals noch klein und unscheinbar. In unserem Ort gab es sogar eine, die die Cover nicht ausstellte, um Platz zu sparen. Stattdessen steckten die Kassetten in neutralen weißen Hüllen und waren nummeriert, während man sich die Cover allesamt in Leitz-Ordnern ansehen und dann anhand der Nummer prüfen konnte, ob die Kassette da oder verliehen war.
Es gab aber auch andere Videotheken. Meine liebste war in den 80er Jahren eine, die sich “Videothek Nr. 1″ nannte. Sie war vergleichsweise klein, aber meist gut sortiert (zumindest für meine damaligen Begriffe) und hatte einen Extraraum für Pornos, aber auch indizierte Filme. Letzteres war vor allem ungewöhnlich, da sich um 1986, als das gewesen sein muss, eigentlich niemand dafür interessierte, hier streng zu trennen und somit als Familienvideothek durchzugehen.
Ich weiß noch wie heute, dass ich vor dem Regal mit den Neuheiten stand, als mein Vater aus dem Erwachsenenraum rauslugte und breit grinste. Ich sah ihn an, er grinste noch mehr und dann hob er die Hand hoch: Er hielt das schon etwas angeschlagene Cover von TERMINATOR in Händen. Die Kassette kam Ende 1985 in den Verleih, als mein Vater zwischen Tür und Angel stand, muss es Ende 1986 gewesen sein. Fast unnötig zu erwähnen, dass ich total aufgeregt war. Ein Actionfilm mit Schwarzenegger. Und dann noch Science Fiction. Besser konnte es damals für mich kaum werden. Wenig später waren wir zuhause und sahen uns den Film an. Mein junger Geist war unglaublich beeindruckt. Ein filmisches Erlebnis, das ich nicht vergesse. Aber noch toller war es, den Film mit meinem Dad zu sehen (und noch mal am nächsten Tag, einem Sonntag).
Mein Dad hielt nicht viel von FSK-Freigaben. Er wusste besser, was sein Sohn sehen konnte und was nicht. Er mochte Actionfilme und Horrorfilme. Hauptsache, “es rührte sich was”. Und beim TERMINATOR rührte sich einiges!
Mein Vater war schon ein cooler Hund.







.jpg)
