Happy Campers: Return to Sleepaway Camp

SLEEPAWAY CAMP war 1983 ein faszinierend anderer Slasher-Film, der mit jungen Schauspielern aufwartete, die auch ein den Rollen entsprechendes Alter hatten. Es war ein interessanter Who-done-it? mit einer Killer-Auflösung, denn der Slasher war niemand anderes als Angela. Nur dass Angela kein Mädchen, sondern ein Junge ist. Es gab zwei Sequels, die jedoch nicht mehr unter der Führung von Autor und Regisseur Robert Hiltzik entstanden. Im Zuge des wiedererwachten Slasher-Interesses zu Beginn des Jahrtausends machte sich Hiltzik aber daran, ein neues Skript zu verfassen und RETURN TO SLEEPAWAY CAMP zu drehen. Die bisherigen Sequels ignoriert er dabei und sieht diesen Film als direktes Sequel zum Erstling.

Die Story: Mehr als 20 Jahre nach dem Terror in Camp Arawak kehrt der blanke Horror zurück. Und der paranoide Ronnie wird von alten Erinnerungen eingeholt. Wieso geschieht in dem friedlichen Camp Manabe das gleiche, wie vorher in Camp Arawak? Wer ist der brutale Killer? Ist es der von allen drangsalierte Alan? Die nach wie vor verschwundene Angela? Oder doch jemand gänzlich anderes? Das Sterben beginnt erneut…

Gedreht wurde RETURN TO SLEEPAWAY CAMP von September bis November 2003 in Hancock im US-Bundesstaat New York. Danach dauerte es fünf Jahre bis der Film in den USA auf DVD ausgewertet wurde. Und noch einmal zwei Jahre später kommt er nun auch nach Deutschland. Nach Sichtung des Streifens überrascht es nicht unbedingt, dass der Film Jahrelang auf Halde lag.

Robert Hiltzik hat nach SLEEPAWAY CAMP keinen anderen Film mehr gedreht. Bis er sich an dieses Sequel machte. Er hatte zwar ein Skript für ein Sequel in den 80er Jahren entwickelt, aber die Produzenten entschieden sich für eine andere Story. Nun versucht Hiltzik an alte Erfolge anzuknüpfen, aber was in den frühen 80er Jahren frisch wirkte, erscheint nun reichlich angestaubt und vermodert. Hiltzik kam damals frisch von der Filmhochschule: jung, enthusiastisch, begierig darauf, sich einen Namen zu machen. Er war nicht so weit von der Jugend jener Zeit entfernt und was er ablieferte, hatte eine Frische und Natürlichkeit. Die fehlt dem Sequel total. Hier ist alles überzogen – und das bis ins Lächerliche hinein. Der von allen drangsalierte Alan ist so dermaßen unsympathisch dargestellt, dass man ihm alles Schlechte dieser Welt wünscht. Und man fragt sich unwillkürlich, ob Hiltzik dies absichtlich so gestaltet hat oder ob er wirklich dachte, dass er hier eine tragische Figur erschaffen würde.

Aber nicht nur Alan, so gut wie alle Figuren sind total überdreht und weit jenseits jeder realistischen Anwandlung. Hier hat man Camp-Betreuer, die sich auch nicht zu schade sind, Alan auszulachen. Oder ihm gleich selbst Schläge androhen. Und die Jungen – vor allem Alan, andere aber auch – bedienen sich einer Gossensprache, die vieles ist, wohl aber nicht unbedingt echter jugendlichen Lingo entspricht.

Mit Paul De Angelo als Camp-Betreuer Ronny und Jonathan Tiersten als Angelas alten Freund Ricky bringt Hiltzik zwei alte Bekannte aus dem Original zurück. Doch damit nicht genug – und wer nun wirklich nicht wissen will, wie es um den Killer bestellt ist, sollte hier zu lesen aufhören -, auch Felissa Rose ist wieder mit dabei. Sie war die originale Angela und ist auch hier die Killerin. Wirklich überraschend ist das nicht, auch wenn der Film gerne versucht, ein Mysterium um den Killer herum aufzubauen. Hiltzik hatte die lächerliche Idee, Angela in Verkleidung agieren zu lassen. Sie ist Sheriff Jerry. Leider sieht die 1,63 Meter große Rose nun gar nicht wie ein Mann aus. Und das Make-up ist so dermaßen übel, dass man vom ersten Augenblick, da man diesen Sheriff sieht, weiß, wie der Hase läuft. Als Killer hat sie dann einen Pullover mit Kapuze auf – aber auch hier verrät sie ihre zierliche Gestalt, die eines sofort klar macht: Der fette Alan, den Hiltzik hier als Verdächtigen aufbauen will, ist es definitiv nicht.

Dies ist auch der letzte Film von Isaac Hayes. Er hat ihn zwar nicht zuletzt gedreht – da kam noch einiges andere -, aber er wurde als sein letztes Werk auf den Markt gebracht. Er ist der Chefkoch und trägt ebenso wie der SOUTH PARK-Chefkoch natürlich ein rotes T-Shirt. Wahnsinnig witzig. Außerdem bekommt man den unheimlich hässlichen Adam Wylie zu sehen, der einst der jüngste Sohn von Jimmy Brock in PICKET FENCES war.

In der ersten Stunde lässt sich RETURN TO SLEEPAWAY CAMP sehr viel Zeit. Es passiert nicht viel, wenn man davon absieht, dass man miterleben muss, wie die hier versammelten Laien – und das sind die meisten, ob sie es zugeben oder nicht – vor der Kamera herumhampeln und grausame Teenies und armes Opfer spielen. Das könnte dramatisch sein, ist es aber nicht. Stattdessen löst das Schmierentheater richtiggehende Lachanfälle beim Zuschauer aus. Man stelle sich jedes nur erdenkliche dümmliche Klischee eines Slasher-Films vor und multipliziere es dann um ein Vielfaches – und man hätte noch nicht jenen Dämlichkeitswert erreicht, der RETURN TO SLEEPAWAY CAMP auszeichnet.

So muss man durchaus zugestehen, dass der Film alles andere als langweilig ist. Er ist sogar höchst unterhaltsam. Nur ergibt sich dieses Amüsement eben nicht daraus, dass dies ein guter Film wäre, sondern weil es einfach abgrundtief schlechter Trash ist. Trash von der Sorte, der glaubt, er wäre ein guter und relevanter Film, bei dem jedoch eigener Anspruch und Ergebnis unterschiedlicher nicht sein könnten. Das Ende ist dementsprechend ein absoluter Heuler und wird zu einem echten Scream-Fest. Jeder schreit, auch die Killerin – und als Zuschauer kugelt man sich vor Lachen auf dem Boden.

Nachtrag: Laut IMDb will Robert Hiltzik tatsächlich noch einen Film machen: SLEEPAWAY CAMP REUNION. Der soll 2010 kommen. Und Kaley Cuoco (CHARMED) und Alexis Bledel (GILIMORE GIRLS) werden als Hauptdarsteller geführt? Und dann noch in 3-D? Kann eigentlich nur Schwachsinn sein. Und sollte Hiltzik ihn doch machen, dann darf man wohl analog RETURN TO SLEEPAWAY CAMP erwarten, dass der Film 2015 das Licht der Welt erblickt.

Notorisch: The Last House on Dead End Street

Manche Filme sind wie ein Faustschlag und schicken den Zuschauer buchstäblich zu Boden: THE LAST HOUSE ON DEAD END STREET, dessen Titel nicht von ungefähr an THE LAST HOUSE ONF THE LEFT erinnert, ist ein solcher Film. Die Handlung ist etwas verworren, geht es doch um einen kleinen Ganoven, der das große Geld wittert, als er von ein paar reichen Perversen angeheuert wird, „spezielle“ Filme zu drehen. Terry kommt auf den Trichter, dass Snuff der Weg zum Geld ist – doch seine Blutlust lässt ihn alles um ihn herum vergessen.

Die Bildqualität des Films ist recht bescheiden, doch angesichts des Ausgangsmaterials ist dies nicht verwunderlich. Gerade das trägt jedoch auch zum dokumentarischen Stil bei und lässt den ganzen Film wie eines von Terrys Werken wirken. Dieser Film ist interessant, bedrückend, desolat, aber wahrlich nichts für zartbesaitete Seelen.

Wenn Stars Werbung machen: Arnold Schwarzenegger

Bei YouTube gibt es eine mehr als amüsante Sammlung von einer ganzen Reihe von Commercials, die Arnold Schwarzenegger für das japanische Fernsehen gemacht hat. In den USA ist es verpönt, dass große Stars sich für Werbespots hergeben, sie tun es aber gerne für ausländische Werbekampagnen. Und Arnie hat in Japan gut verdient. Einige der Spots sind unglaublich schräg, so etwa der, in der Arnie Japanisch radebrecht. Und in einem Spot agiert er neben Jackie Chan.

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Fangoria in neuen Händen

Fast zwei Jahrzehnte hat Tony Timpone als Chefredakteur die Geschicke von FANGORIA geleitet. Im April übergibt er den Staffelstab an Chris Alexander, der zuvor für das kanadische Horror-Magazin RUE MORGUE geschrieben hat. Über die genauen Gründe wurde noch nichts verlautet, aber in den letzten Monaten hat es im Verlag hinter den Kulissen rumort. STARLOG wurde eingestellt, die FANGORIA-Website hatte ernsthafte Probleme und dem Magazin selbst wurde ein neues Logo spendiert. Inhaltlich hat sich aber nichts verändert. Dies soll nun anders werden, denn Alexander möchte das Magazin neu aufstellen und gleichzeitig zu den Wurzeln zurückkehren. Aber lest selbst:

We’re in this game because we love this genre. Horror is fun. Sex, death and all of the juicy stuff. Breaking all of the taboos. It should be that way, ever since I’ve been reading Chas. Balun as a kid. What you’ll see with me is a return to that way out there Chas. Balun point of view, to some degree. I want this to be an adventure. I want people to wear the Fangoria t-shirt and wear it with pride.

Bleibt zu hoffen, dass FANGORIA anders als STARLOG überleben wird und mit neuem Gesicht und Look – der sich hoffentlich von RUE MORGUE und HORRORHOUND abhebt – auch die 300. Nummer hinter sich lassen und weiterhin erfolgreich sein wird. Es wäre schade, müsste man sich nach STARLOG auch von diesem altgedienten Magazin verabschieden.

Fanfilm: Batman – Dead End

Im Juli 2003 präsentierte der Spezialeffekte-Künstler Sandy Collora, der zuvor für Filme wie DOGMA tätig gewesen ist, seinen Kurzfilm BATMAN: DEAD END auf der großen Comic-Con in San Diego. In dem Achtminüter geht es um einen grimmigen Batman, der dem aus Arkham Asylum entkommenen Joker bis in eine dunkle Gasse verfolgt. Wo dieser zum Opfer eines Aliens wird. Als auch noch Predators auftauchen, sieht sich Batman von Feinden umzingelt.

Der 30.000 Dollar teure Film ist natürlich keine offizielle Produktion, sondern war nur dazu angetan, die filmischen Möglichkeiten des bei Stan Winston in die Lehre gegangenen Collora aufzuzeigen. Und das gelingt sehr gut, denn auch wenn die Handlung dürftig ist, so ist der Kurzfilm doch außerordentlich atmosphärisch umgesetzt und weiß formal zu begeistern. Inspiration für dieses Crossover fand Collora natürlich bei den Comic-Heften der Verlage Dark Horse und DC, die Batman schon des Öfteren gegen den Predator und die Aliens haben antreten lassen, wenngleich niemals zuvor beide Spezies zusammen auf den Dunklen Ritter gestoßen sind. Der Joker wird übrigens von Walter „Chekov“ Koenigs Sohn Andrew dargestellt, wobei dieser der Comic-Vorlage außergewöhnlich nahe kommt.

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Watchmen 2?

Nein, kein zweiter Film. Den könnte Warner aufgrund verschiedener Vertragsklauseln machen, aber mit dem Einspielergebnis des Films war man so glücklich nicht. Allerdings mehren sich die Anzeichen, dass WATCHMEN in Comic-Form eine Fortsetzung erleben wird. Bis dato war es so, dass der DC-Chef Paul Levitz trotz seiner Differenzen mit Alan Moore stets vehement dagegen war, ein Sequel zu dieser erfolgreichen Graphic Novel zu produzieren, obwohl DC die theoretische Möglichkeit dazu hätte. Nun ist aber Paul Levitz nicht mehr der Vorsitzende von DC. Und Dan DiDio, seines Zeichens Senior Vice President und Executive Editor, will die Gunst der Stunde nutzen, um seinen Bossen zu imponieren. Denn im Zuge des Films wurde die Graphic Novel zum erfolgreichsten Titel, den DC imPortfolio hat. WATCHMEN, das seit mehr als 20 Jahren in Print gehalten wird, war auch so schon immer erfolgreich und generierte etwa eine Million Dollar Umsatz pro Jahr. Doch der Film hat das Interesse noch einmal immens angefacht.

Und für DiDio ist es nun ein Lieblingsprojekt, WATCHMEN neu zu beleben. Schon vor über einem Jahr gab es Anzeichen, dass sich bei DC etwas tun würde. Ein Artikel im Fachmagazin WIZARD, der sich mit der Serie 52 und den 52 Welten des DC-Multiversums befasste, war so illustriert, dass Batman gegen Rorschach kämpft. Die Aussage war klar: Die Welt von WATCHMEN könnte eine der 52 Welten sein. Letzten Endes zog man es damals nicht durch, dies zu etablieren, allerdings wurden erstens nicht alle 52 Welten vorgestellt und zweitens gab es eine Welt, die der der WATCHMEN recht ähnlich war.

Nun mehren sich die Gerüchte, dass es mit WATCHMEN weitergehen könnte. Dass Alan Moore ein Sequel schreiben wird, ist so gut wie ausgeschlossen. Ob Dave Gibbons sich an einem solchen Projekt beteiligen würde, steht auch in den Sternen, wäre aber zumindest möglich. Die Gerüchteküche berichtet davon, dass es eine Reihe von One-Shots geben könnte, die einzelne WATCHMEN-Figuren in Prequel-Abenteuern zeigt. Sollte sich DC darauf einlassen, dann hätte es damit zumindest die Möglichkeit, zu testen, wie die Comic-Welt darauf reagiert. Denn vier oder fünf One-Shots würden auf den Schultern ebenso vieler Autoren ruhen. Das würde den zu erwartenden Aufruhr der Comic-Fans vielleicht etwas dämpfen, da nicht nur ein “Schuldiger” für das “Sakrileg” geradestehen müsste. Und ausgehend von diesen One-Shots und dem Testen, wie groß der Widerstand hierauf wirklich wäre, könnte sich ein echtes Sequel einstellen, für das man dann einen Top-Autoren vom Schlage eines Grant Morrison verpflichten könnte.

Die Idee einer Ausweitung des WATCHMEN-Universums finde ich per se nicht uninteressant. Ich würde schon gerne sehen, wie es um die WATCHMEN-Welt bestellt ist, jetzt, 25 Jahre nach der Graphic Novel. Wie hat sich die Welt entwickelt und hat Ozymandias’ Plan letzten Endes gefruchtet? Was ist aus Dr. Manhattan geworden? Ist er wahrlich in das All hinausgegangen und hat dort auf einem Planeten Leben erschaffen? Und wenn dem so ist, wie ist es darum bestellt? Vielleicht könnte ein Sequel auch gar nicht auf der Erde spielen, sondern auf Manhattans neu erschaffener Welt mit von ihm erschaffenen Menschen. Es könnte eine Geschichte sein, die Jahrhunderte, wenn nicht gar Jahrtausende später spielt. Die Möglichkeiten einer wie auch immer gearteten Fortsetzung von WATCHMEN sind zahlreich, aber es gibt sicherlich auch Fallstricke.

Beispielsweise kann ich es mir nur schwerlich vorstellen, Ongoing-Serien wie “Nite-Owl and Rorschach” oder “Comedian” oder “Ozymandias” zu lesen. Ich glaube, dass dabei die Figuren zu sehr verflachen, wenn kein definitives Ende in Sicht ist und man einfach so lange weitermacht, bis kein Dollar mehr aus einer Serie herauszupressen ist. Die Gefahr ist aber auch, dass eine einzige Miniserie, die WATCHMEN nachfolgt und vielleicht erzählt, was ein Viertel Jahrhundert später geschehen ist, nie und nimmer die Erwartungen der Leser erfüllen kann. Es ist ähnlich Frank Millers grandioser Miniserie THE DARK KNIGHT RETURNS, der er mehr als ein Jahrzehnt später THE DARK KNIGHT STRIKES AGAIN folgen ließ – und es war eine Enttäuschung ohnegleichen. Beide Geschichten sind wie Tag und Nacht. Ich möchte gar nicht ausschließen, dass THE DARK KNIGHT STRIKES AGAIN für sich gesehen ganz gut ist, aber für mich galt, dass meine Erwartungen nach dem Original immens waren. Und praktisch nicht erfüllt werden konnten.

Finanziell macht das alles natürlich absolut Sinn, denn unabhängig davon, ob die Fan-Gemeinde im Vorfeld eine Fortsetzung zu WATCHMEN verfluchen mag, wird sich doch kaum einer die Hefte entgehen lassen. Schon allein, um selbst beurteilen zu können, ob das Unterfangen erfolgreich oder peinlich ist. Im Comic-Gewerbe ist es eigentlich üblich, heilige Kühe zu schlachten. Darum bin ich mir auch ziemlich sicher, dass die WATCHMEN-Fortsetzung kommt. Es werden spannende Zeiten nach der Ankündigung, denn das ist dann wirklich eine News, die – Zitat Brian Michael Bendis – das Internet in zwei brechen wird.

The Rocky Road to Dublin

Der Soundtrack zu SHERLOCK HOLMES von Hans Zimmer wurde für einen Oscar nominiert – und das mehr als verdient, hat Zimmer doch einen zutiefst originellen Score komponiert, der weit jenseits jeglicher Konventionen ist, ungewöhnliche Instrumente nutzt und derart eigen ist, dass man es als nicht weniger als kühn bezeichnen muss, dass eine solche Musik einen großen Blockbuster ziert.

Auf der Soundtrack-CD nicht enthalten ist der Song “The Rocky Road to Dublin” von The Dubliners. Dabei ist gerade dieser Song im Film phantastisch eingesetzt. Hier der Text (was ein wenig hilft, den gesungenen Text halbwegs zu verstehen):

While in the merry month of May from me home I started,
Left the girls of Tuam so sad and broken hearted,
Saluted father dear, kissed me darling mother,
Drank a pint of beer, me grief and tears to smother,
Then off to reap the corn, leave where I was born,
Cut a stout black thorn to banish ghosts and goblins;
Bought a pair of brogues rattling o’er the bogs
And fright’ning all the dogs on the rocky road to Dublin.

One, two, three four, five,
Hunt the Hare and turn her down the rocky road
all the way to Dublin, Whack follol de rah!

In Mullingar that night I rested limbs so weary,
Started by daylight next morning blithe and early,
Took a drop of pure to keep me heartfrom sinking;
Thats a Paddy’s cure whenever he’s on drinking.
See the lassies smile, laughing all the while
At me curious style, ‘twould set your heart a bubblin’
Asked me was I hired, wages I required,
I was almost tired of the rocky road to Dublin.

One, two, three four, five,
Hunt the Hare and turn her down the rocky road
all the way to Dublin, Whack follol de rah!

In Dublin next arrived, I thought it such a pity
To be soon deprived a view of that fine city.
So then I took a stroll, all among the quality;
Me bundle it was stole, all in a neat locality.
Something crossed me mind, when I looked behind,
No bundle could I find upon me stick a wobblin’
Enquiring for the rogue, they said me Connaught brogue
Wasn’t much in vogue on the rocky road to Dublin.

One, two, three four, five,
Hunt the Hare and turn her down the rocky road
all the way to Dublin, Whack follol de rah!

From there I got away, me spirits never falling,
Landed on the quay, just as the ship was sailing.
The Captain at me roared, said that no room had he;
When I jumped aboard, a cabin found for Paddy.
Down among the pigs, played some hearty rigs,
Danced some hearty jigs, the water round me bubbling;
When off Holyhead I wished meself was dead,
Or better for instead on the rocky road to Dublin.

One, two, three four, five,
Hunt the Hare and turn her down the rocky road
all the way to Dublin, Whack follol de rah!

Well the boys of Liverpool, when we safely landed,
Called meself a fool, I could no longer stand it.
Blood began to boil, temper I was losing;
Poor old Erin’s Isle they began abusing.
“Hurrah me soul” says I, me Shillelagh I let fly.
Some Galway boys were nigh and saw I was a hobble in,
With a load “hurray !” joined in the affray.
We quitely cleared the way for the rocky road to Dublin.

One, two, three four, five,
Hunt the Hare and turn her down
the rocky road and all the way to Dublin,
Whack follol de rah!

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Sie kommen und fressen alles: The Deadly Spawn

Es ist erstaunlich, was sich mit der Portokasse so alles produzieren lässt. Ein gutes Beispiel dafür ist DEADLY SPAWN (KOSMOKILLERS, 1983). Ted A. Bohus war in verschiedenen Funktionen für diesen Film tätig und produzierte ihn auch – mit einem Budget von gewaltigen 20.000 Dollar, wie oftmals behauptet wird. Gänzlich sicher ist das nicht, doch selbst, wenn er das Fünffache gekostet hätte, wäre er immer noch ein erstaunlicher Erfolg gewesen, entwickelte er sich doch nicht nur zum Kulthit, sondern auch zum Kassenschlager. Danach hat Bohus nur noch an einer Handvoll Filmen gearbeitet.

Die Story: Eine Gruppe von Campern entdecken Überresten eines Meteoriten an dem sich fangzähnige, wurmartige Kreaturen festgehakt haben um so zur Erde zu kommen. Nach dem „Camper“-Appetizer sucht der Alien-Spawn Zuflucht im Kellergeschoss eines abgelegenen Hauses…und bereitet sich auf sein Hauptziel vor!

DEADLY SPAWN, dessen voller Titel eigentlich RETURN OF THE ALIENS: THE DEADLY SPAWN ist, ist natürlich alles andere als perfekt, sieht man ihm das geringe Budget doch an, aber gleichzeitig muss man auch staunen, welch hübsche Effekte mit dem Minibudget gezaubert werden konnten. So muss man schon auch ein ausgeprägtes Gespür für B-Monsterfilme haben, um sich hier zu amüsieren. Grandios ist jedoch das Schlussbild des Films, das sicherlich viel dazu beigetragen hat, ihn im Gedächtnis der Fans zu verankern.

Eine direkte Fortsetzung hätte 1993 der Film METAMORPHOSIS: THE ALIEN FACTOR werden sollen, doch während der Produktion entschied man sich, eigene Wege zu gehen, weswegen die Monster auch nur noch entfernte Ähnlichkeiten mit den hier gezeigten haben.

Weiße Strände, und dahinter ein fernes grünes Land

Ich habe vor etwa zwei Wochen Peter Jacksons THE LOVELY BONES (IN MEINEM HIMMEL) gesehen. Ein wirklich schöner Film, der seine Geschichte ungewöhnlich erzählt: Aus der Sicht des Mordopfers, das in seinem eigenen Himmel beobachtet, wie das Leben weitergeht. Interessant ist dabei, wie der Himmel dargestellt wird. Schon in der Romanvorlage von Alice Sebold wird darauf verzichtet, christlichen Dogmen zu folgen. Der Himmel – oder vielleich auch der Zwischenschritt auf dem Weg zum Himmel – ist ein Ort, den man sich selbst erschafft, ist prächtig, bunt, blühend, phantastisch, wenn man guter Dinge ist. Und wird düster, wenn das Gemüt getrübt ist.

Irgendwie stelle ich mir das Nachleben so vor. Wenn es eines gibt. Ich würde gerne an die Existenz eines Himmels glauben. Es hat sicherlich etwas Beruhigendes, wenn man festen Glaubens ist, dass diese Existenz nicht alles ist. Dass das, was wir sind und was uns ausmacht, nicht verschwindet, wenn der Lebensfunke den Körper verlässt und eine leere Hülle zurückbleibt. Aber wenn ich ehrlich bin – und das vor allem zu mir selbst – dann glaube ich eigentlich nicht daran. Ich würde es gerne, aber es geht nicht.

Ich mag die Vorstellung, dass es so sein könnte. Aber diese Vorstellung zu mögen, sie sich auszumalen und darüber zu sinnieren, wie sich der Himmel darstellen könnte, ist etwas gänzlich anderes als zu glauben. Ich habe in meinem Leben ein paar Menschen getroffen, die tiefgläubig waren und sind. Und ich frage mich, wie sie die Darstellung des Himmels in THE LOVELY BONES bewerten würden.

Mir fiel auf, dass für gläubige Menschen die Frage nach dem Glauben augenscheinlich sehr wichtig ist. Nach dem Tod meines Vaters wurde ich mehrmals gefragt, ob er den gläubig gewesen sei. Ob er – auch abseits kirchlicher Dogmen – an etwas geglaubt hatte. Ich bejahte, aber eigentlich nur, um das Thema schnell zu beenden. Denn mit letzter Konsequenz weiß ich es nicht.

Das ist der Unterschied zwischen Menschen, die glauben, und jenen, die es nicht tun: die Beschäftigung damit. Für Skeptiker ist es ein Thema, das – nur aus meiner persönlichen Warte  gesprochen – eher selten zum Teil der gedanklichen Beschäftigung wird. Es ist ein Non-Thema, wenn man so will. Wir glauben nicht, also was sollen wir großartig darüber nachdenken? Dazu angeregt werde ich in der Regel durch Impulse von außen. THE LOVELY BONES eben. Der mit seiner Darstellung des Nachlebens recht ähnlich WHAT DREAMS MAY COME (HINTER DEM HORIZONT)  ist. In beiden Fällen ist es ein Himmel, der aus uns selbst entsteht. Ein Himmel, der aus unseren Erinnerungen, Träumen und Wünschen genährt wird – egal, ob wir das wissen oder nicht. Die Geschichten beider Filme sind aber gänzlich unterschiedlich und lassen sich auch nicht vergleichen. Aber das sollte man auch nicht, ist der Himmel des einen doch gänzlich anders als der Himmel des anderen – und das nicht nur in beiden Filmen, sondern auch bei jeder einzelnen Person. Das dahinter steckende Konzept ist jedoch faszinierend.

Es erscheint wie ein lebendiger Traum, eine Welt der Phantasie, in die man nach dem Tod gleitet. Und wer weiß, vielleicht ist es das. Vielleicht ist das Nachleben eine Art ewiglicher Schlaf, in dem ein Traum dem anderen folgt. Es ist ein Thema, über das man vortrefflich sprechen kann. Es lädt zur Diskussion ein, weil es keine endgültige Wahrheit gibt. Ob es ein Nachleben gibt oder nicht – und wie sich dieses gestaltet – findet ein jeder für sich selbst heraus. Am Tag unseres Ablebens. Und sollte danach etwas kommen, dann bleibt uns auch nichts anderes übrig, als wie Susie Salmon auf die Welt hinunterzublicken. Und auf die Menschen, die wir lieben, immer hoffend, dass ihrer Leben ohne uns gut und glücklich verlaufen wird.

Horrorfans und Neanderthaler

In einem Artikel des Fachmagazins “Behavioural Neuroscience” wird von einer Studie der Universität Bonn berichtet, in der untersucht wurde, warum manche Menschen auf Horrorfilme – und hier besonders auf Splatter und Gore – mit Angst und Beklemmung reagieren, während sich andere amüsieren.

Der Grund hierfür soll eine Variante des so genannten COMT-Gens sein, das eine Chemikalie im Gehirn, die das Angstgefühl beeinflußt, freisetzt. Menschen, die von Horror leichter negativ beeinflußt werden, haben demnach zweimal dasselbe Gen, wobei es dafür sorgt, dass sie von verstörenden Bildern sehr viel schneller verängstigt werden. Menschen, die jedoch nur einmal eine Version des Gens plus eine Version eines anderen Gens haben, können ihre Emotionen leichter im Griff behalten. Es wird vermutet, dass die Gen-Variation erst seit relativ kurzer Zeit existiert, da es bei Primaten nicht vorhanden ist.

So ist eine Theorie, dass das Gefühl verstärkter Angst ein evolutionärer Schritt war, der dem Menschen bei seiner Entwicklung half. Anders als Tiere hatten Menschen in der Frühzeit schon größere mentale Fähigkeiten und dementsprechend die Möglichkeit, einer Gefahr zu entgehen und abzuwägen, wie man ihr begegnet. Man griff also nicht in blindem Mut an, sondern zog sich zurück und fand eine Lösung für das Problem. Den Neanderthalern fehlte dieses Gen. Sie reagierten auf blutige und drastische Bilder nicht mit dem instinktiven Reflex zu fliehen. Sie amüsierten sich oder griffen an.

Die mittlerweile vier Jahre alte Studie behauptet natürlich nicht, mit letzter Konsequenz entschlüsseln zu können, warum Menschen bei gewissen Bildern Angst empfinden, andere von ihnen jedoch nicht tangiert werden. Vielmehr wird die Studie als erster Schritt bei der Entschlüsselung der Wirkung einzelner Gene auf das Angstempfinden gesehen.

Amüsant ist es aber schon irgendwie: Der moderne Horrorfan soll also mehr Ähnlichkeit mit einem Neanderthaler haben, als er sich gemeinhin vorstellen würde. Außer Acht gelassen wird dabei natürlich, ob nicht weitere Gene hier hineinspielen, da bei Betrachtung eines Films natürlich jedem bewusst ist, dass er nur etwas Fiktives sieht. So stellt sich auch die Frage, wie Horrorfans, die bei Gore-Filmen ohne Ende johlen und sich amüsieren, auf reale Schreckensbilder reagieren.

Verhaltenstheorie ist aber so oder so ein interessantes Thema – und das nicht nur in Bezug auf Horrorfilme -, da der Mensch oftmals Dinge macht oder auf gewisse Weise reagiert und dabei nur einem vorgefertigten Muster folgt, das in seinem Kopf existiert, ohne dass er sich dessen überhaupt bewusst ist.