Filme aus einer alternativen Realität

William Shatner als Daredevil? Mario Bava inszeniert Batman? Marlon Brando als Lex Luthor? Clint Eastwood als Wolverine? Tim Curry als Joker? Terence Stamp als James Bond? Hat es alles nie gegeben. Aber Poster zu diesen Filmen einer alternativen Realität existieren. Man kann sie hier finden. Eine richtige coole Idee und ein tolles Gespür für Plakat-Design, das an vergangene Dekaden angelehnt ist.

Was hier auch sehr schön ist, sind die Elemente, die der Künstler aus verschiedenen Filmen und Serien entnommen hat. Ich persönlich liebe den Wagen aus HARDCASTLE & MC CORMICK, der auf dem BLADE RUNNER- Plakat zu sehen ist. Und den Film hier hätte ich sehr, sehr gerne gesehen: Ein Mario-Bava-Farbenrausch mit dem Mitternachtsdetektiv. Nur ein Traum, aber ein schöner.

“And what will you be then, Dreamlord?”

Es heißt, Neil Gaimans Comic-Serie THE SANDMAN soll in Form einer Fernsehserie umgesetzt werden. Das ist sicherlich sinnvoller als in Form eines Films, ist es doch eine recht ausufernde Geschichte, die aber auch einen klaren Anfang, einen Mittelteil und ein genau definiertes Ende hat. Zudem ist es eine Serie, die nicht mit Action, sondern mit Ideen punkten kann. Ich habe die Serie vor gut 15 Jahren entdeckt und war hin und weg. Die Gaimanschen Ideen fegten mich von den Füßen. Er hat Geschichten erzählt, die mich tief bewegt haben. Aber: Beim Gesamtwerk THE SANDMAN habe ich gemischte Gefühle. Irgendwann im Mittelteil der Serie veränderte sie sich. Was anfangs als eine Horror-Serie mit Fantasy-Einschlag begonnen hatte, war urplötzlich etwas gänzlich anderes, eine Serie, die extrem starken Bezug auf Shakespeares Werke und andere literarische Stoffe nahm, diese aber oftmals auch sehr subtil einsetzte. Ich ziehe die frühe Zeit der Serie vor und erinnere mich mit einem wohligen Gefühl des Schauers an eine Geschichte, die “24 Hours” hieß. Dies ist eine der wenigen – wenn nicht gar die einzige – Horrorgeschichte in Comic-Form, die ich als zutiefst verstörend empfand. Aber nicht nur das hat THE SANDMAN für mich ausgezeichnet. Es gibt eine Szene, die ich mehr als alle anderen liebe. Morpheus, der Sandman, bricht auf, um seinen Besitz zurückzuerlangen. Dabei muss er sich einem Dämon stellen, der ihn zu einem Duell herausfordert. Doch was für ein Duell das ist. Ein Duell der Worte, das grandios endet. Das würde ich unheimlich gerne verfilmt sehen.

Adam Greens schräge Halloween-Filme

Für Ariescope inszenierte HATCHET-Regisseur Adam Green schon verschiedene Kurzfilme anlässlich Halloween. Im Jahr 2009 gab es THE TIVO, in dem HATCHET 2-Darsteller Parry Shen und Greens Ehefrau Rileah Vanderbilt mitspielen. THE TIVO, aber auch einige der anderen Filme leben davon, dass ungewöhnliche Situationen geschaffen werden. Wo hier der Tivo gewalttätig wird, ist es andernorts die Polizei, die auf den bösen Wolf trifft, oder Fast-Food-Figuren, die gefährlich sind.

THE TIVO

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Seine anderen Kurzfilme KING OF THE BOX, THE TIFFANY PROBLEM, SABER und FAIRY TALE POLICE (mit Rachael Leigh Cook) sind auch bei YouTube zu finden. Ein besonderes Highlight ist THE TIFFANY PROBLEM über erwachsene Männer, darunter Joel Moore, die an Halloween Trick-or-Treating gehen wollen, aber Sams Frau stellt sich dem entgegen.

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Sly vs. Arnie

In Sylvester Stallones THE EXPENDABLES ist Arnold Schwarzenegger nur kurz dabei, aber bei MTV haben sich Sly und Arnie schon ein Deathmatch geliefert.

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Avatar: Wie 3-D sein sollte

Ich hab heute die Special Edition von AVATAR gesehen. Weniger wegen der paar neuen Minuten als vielmehr wegen des 3-D. Die neuen Szenen habe ich großteils als solche ohnehin nicht erkannt. Bei einer – der Jagd der Na’vi auf eine Horde Tiere – dache ich mir, die könnte neu sein. Bei anderen – etwa der Sterbeszene von Tsu’tey oder einer Nachklappe davon, wie es aussieht, wenn die Na’vi zurückschlagen und die Bulldozer der Firma inklusive der Besatzung ausschalten – musste ich nachlesen, ob die wirklich neu waren. Das heißt, die längere Fassung von James Camerons Film ist in der Essenz kein bisschen anders. Kleinigkeiten wurden eingefügt. Dass sie ihren Platz verdient haben, wird auch dadurch bewiesen, dass sie nicht als Fremdkörper im Film erscheinen. Sie sind des Films angemessen. Aber sie sind nicht der Grund, warum man die Gelegenheit nutzen sollte, AVATAR noch einmal im Kino zu sehen. Das 3-D ist es.

In diesem Jahr konnte man viele 3-D-Filme sehen, aber keiner – kein einziger! – versteht die Technik zu nutzen wie es AVATAR getan hat. Es scheint, nur James Cameron besitzt das Verständnis, 3-D vom Malus des Gimmicks zu befreien und zu einem Erlebnis zu machen. Hier geht es nicht um Effekthascherei. Und schon gar nicht darum, irgendwelche Objekte auf die Kamera und damit auf den Zuschauer zu werfen. Was hier geschieht, ist die Erschaffung einer ganzen Welt, die in 3-D so unglaublich real erscheint. Nur darum ist es schön, dass der Film noch einmal in die Kinos zurückkehrt. Damit man noch einmal wie Jake Sully von Pandoras Schönheit gefangen genommen werden kann. Die 3-D-Meßlatte ist verdammt hoch. Eher unvorstellbar, dass die 3-D-Filme der kommenden Zeit dieser gerecht werden. Aber AVATAR erinnert uns daran, was 3-D wirklich sein kann!

Die Puppen werden auch immer kleiner: Dangerous Worry Dolls

Bei Charles Band werden die Puppen auch immer kleiner. Die DANGEROUS WORRY DOLLS  sind vielleicht noch drei Zentimeter groß. Oft zu sehen gibt es sie aber nicht. Sie nisten sich praktischerweise im Kopf der Protagonistin ein, so dass sie nur sehr kurz zu sehen sind. Gut für das Budget der Produktion, schlecht für den Puppenfan.

Die Story: Eva ist eine junge alleinerziehende Mutter. Weil sie an einem bewaffneten Raubüberfall teilnahm, bei dem jemand zu Tode kam, wird Eva zu einer Haftstrafe verurteilt. Als sie im Frauengefängnis ankommt, wird ihr schnell klar, dass sie die Hölle auf Erden betreten hat. Denn die Insassinen wollen sich mit der hübschen jungen Frau vergnügen. Und Wärter Carl macht sich ein Hobby daraus, neue Häftlinge zu missbrauchen. Regiert wird das Gefängnis von einer nicht minder brutalen Direktorin. Die Zukunft für Eva sieht düster aus, aber ihre Tochter bringt ihr eine Schachtel mit Worry Dolls mit. Der Legende nach beichtet man ihnen seine Sorgen und über Nacht sollen sie verschwinden. Und fürwahr, in der Nacht erwachen die Dolls zum Leben. Auf drastische Art und Weise kümmern sie sich um Evas Sorgen…

Puppen hin, Sorgen her – unterm Strich hat man hier einen trashigen Frauengefängnisfilm, der zwar ein paar böse Ideen hat, diese aber sehr abstrus darbietet. Am besten sind jedoch die absolut dämlichen Dialoge. So wird Eva von ihrer Tante im Knast besucht. Und Tantchen hat die besten Sprüche parat. Sie schwadroniert darüber, dass hier nur kriminelle Subjekte sind (Kunststück, man ist ja auch im Knast). Ansonsten gilt: Viele klischeehafte Nebenplots (Romantik mit einem Wächter, ein Mädchen, das immer zum Opfer wird, und dergleichen mehr) strecken die Laufzeit, da die Haupthandlung nicht so viel hergibt. Das liegt letzten Endes daran, dass mit den Puppen nicht viel gemacht wird. Trash-Fans können immerhin jubilieren, weil die Art, wie die böse Direktorin um die Ecke gebracht wird, und das Geheimnis von Wächter Carl einfach so herrlich überdreht sind. Was noch? Ach ja, der deutsche Titel lautet DEADLY CHUCKY DOLLS. Was soll man dazu sagen?

Bela Lugosi wird zur Comic-Figur

Monsterverse publiziert die Anthologie-Serie BELA LUGOSI’S TALES FROM THE GRAVE, an der einige bekannte Künstler beteiligt sind. Zeichner Kerry Gammill hat einen kleinen Trailer für die Serie erschaffen.

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Jaguar lebt!

Es gibt Filme, die hat man als kleiner Steppke gesehen, aber nie vergessen hat. Oder besser: Die Einzelheiten wurden vergessen, aber man weiß noch, dass man den Film stark fand. Mir geht es so mit JAGUAR LIVES (a.k.a. JAGUAR LEBT), ein Actionfilm aus dem Jahr 1979, der sich an James Bond heranhängte und zugleich Martial Arts präsentierte. Ich kann mich an praktisch keine einzige Szene aus dem Film erinnern, aber ich weiß, dass ich ihn unglaublich gut fand. Nun muss das freilich nichts heißen. Eher selten gefallen einem im Erwachsenenalter noch die Filme, die man mal als Kind gesehen hat. Und Überprüfen war in diesem Fall schwierig, da der Film bislang nur auf recht obskurer DVD ausgewertet wurde. In Großbritannien erscheint der Film nun am 13. September von dem Label Arrow Films.

Der Trailer sieht immer noch gut aus. In der Hauptrolle agiert Joe Lewis, seines Zeichens Karate- und Kickbox-Weltmeister (und einer der wenigen Männer, die Chuck Norris in einem Turnier besiegt haben). Schauspielerisch bestimmt keine Leuchte, dürften die Fight-Sequenzen aber schon gut sein. Interesant an dem Film ist auch, dass auf jede Menge James-Bond-Veteranen zurückgegriffen wird: Joseph Wiseman (DR. NO), Donald Pleasance (MAN LEBT NUR ZWEIMAL), Christopher Lee (DER MANN MIT DEM GOLDENEN COLT) und Barbara Bach (DER SPION, DER MICH LIEBTE).

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Liebe zu Büchern: Die neun Pforten

Roman Polanskis DIE NEUN PFORTEN ist ein Film geworden, an dem sich die Geister wohl scheiden. Dabei fängt alles harmlos an. Dean Corso (Johnny Depp) erhält von dem Sammler Balkan (Frank Langella) den Auftrag, sein Exemplar der „Neun Pforten“, eines Buches, mit dem man den Teufel rufen kann, mit den einzigen beiden anderen noch existierenden Exemplaren zu vergleichen. Ohne es zu wissen, wird Corso zum Teil eines gefährlichen Spiels, an dessen Ende Luzifer selbst zu triumphieren scheint.

Die Romanverfilmung ist angesichts heute üblicher schneller Schnitte und der vielzitierten Videoclip-Ästhetik herrlich altmodisch. Polanski konzentriert sich auf seinen Helden, lässt die Kamera sich ruhig bewegen und bietet ein Schauspiel, das vor allem eines soll: Die Liebe zu Büchern illustrieren. Dabei ist dem Regisseur ein schwerer Film gelungen, der ruhige Momente der Spannung bietet, dabei jedoch niemals uninteressant wird. Unterstützt wird er dabei von der einladenden Ausstattung und der bewusst schwer und erdrückend wirkenden Musik von Wojciech Kilar.

DIE NEUN PFORTEN ist ein Film, bei dem der Weg das Ziel zu sein scheint. Wie Corso steht man als Zuschauer vor einem Mysterium, das sich kaum öffnet und nur langsam erschließen lässt. Selbst am Ende – düster, vielsagend und letztlich absolut konsequent – bleibt keine einfache Auflösung zurück. Tatsächlich wünscht man sich als Zuschauer am Ende nur eines: dass dieser Film noch ein bisschen länger gedauert hätte, denn die Welt der Neun Pforten ist ein Reich, das es zu erkunden lohnt.

Promo zu THE WALKING DEAD

Der Promo-Trailer zu THE WALKING DEAD, der auf der Comic-Con in San Diego gezeigt wurde, wurde nun auch offziell freigegeben. Es gibt im Netz bessere Versionen als die bei YouTube – am besten sieht man sich mal beim Hollywood Reporter um -, aber auch in der schlechteren Qualität des YouTube-Filmchens sieht das schon ziemlich gut aus. Einzig, Andrew Lincoln erscheint mir als Rick etwas farblos. Aber das mag sich in der ersten Folge und der Serie selbst durchaus noch legen.

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